Klimaschutz konkret: Neuer Carport für saubere Energie
Energiewende im Fokus: Kaisersesch setzt auf Photovoltaik
Kaisersesch. Die Verbandsgemeinde Kaisersesch hat einen bedeutenden Schritt in Richtung regionaler Energiewende unternommen.
Kürzlich wurde die neue Photovoltaik-Carport-Anlage auf dem Verwaltungsparkplatz offiziell in Betrieb genommen.
Bürgermeister Albert Jung, gemeinsam mit Michael Hauer, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Klimaschutzministerium, dem Ersten Kreisbeigeordneten Hans-Joachim Mons und Jochen Jobelius, Geschäftsführer der Wi SOLAR BAU GmbH, gab den Startschuss für den vollständigen Betrieb der Anlage, die auch Batteriespeicher integriert.
Die von der Wi SOLAR BAU GmbH in nur vier Monaten errichtete Anlage umfasst 32 Stellplätze auf einer Fläche von 570 m². Mit einer installierten Leistung von 124 kWp und zwei Batteriespeichern mit einer Gesamtkapazität von 168 kWh wird der erzeugte Solarstrom vollständig für den Eigenbedarf des Verwaltungsgebäudes genutzt. Diese Nutzung führt zu einer jährlichen CO₂-Einsparung von rund 40.000 kg. Jochen Jobelius verdeutlichte die Entstehung des Projekts mit einer Zeitraffer-Präsentation.
Bürgermeister Albert Jung betonte die Bedeutung des Projekts als Meilenstein für den Klimaschutz in der Region. Die Anlage ermöglicht eine doppelte Nutzung versiegelter Flächen zur Erzeugung sauberer Energie. Besonders hervorgehoben wurde die Förderung von 459.860 Euro aus dem Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI), die einen entscheidenden Beitrag zur Realisierung des Projekts leistete. Ein besonderer Dank galt auch Ingrid Bäumler, die als ehemalige Fraktionsvorsitzende von „Bündnis 90/Die Grünen“ den Impuls für das Projekt gab.
Staatssekretär Michael Hauer ergänzte, dass Klimaschutz vor Ort sichtbar und machbar sei. Mit dem KIPKI-Programm werden landesweit Investitionen in Klimaschutz und Klimaanpassung unterstützt. Das Projekt in Kaisersesch illustriert dies eindrucksvoll: Der Carport bietet im Sommer Schatten und Kühlung und generiert dank der PV-Anlage und des Stromspeichers Energie für die Kommune, was sowohl den CO₂-Ausstoß als auch die Stromkosten senkt.
Jochen Jobelius äußerte seine Freude über den erfolgreichen Abschluss des Projekts. Ein Software-Update regelt nun die technischen Abläufe zwischen Speichern, PV-Anlage und Verbrauchsstellen, sodass der Strom bedarfsgerecht abgerufen werden kann. Die bauliche Herausforderung bestand darin, eine lichte Konstruktion zu entwickeln, die maximale Solarmodulbelegung zulässt.
Im Rahmen des KIPKI-Programms hatte die Wi SOLAR BAU GmbH bereits Mitte Mai 2025 den Zuschlag für das Projekt erhalten. Die Inbetriebnahme der Anlage sichert nicht nur einen nachhaltigen Gebäudebetrieb, sondern bietet auch Mitarbeitenden und Besuchern witterungsgeschützte Parkflächen. Das Projekt ist Teil der langfristigen Klimaschutzstrategie der Verbandsgemeinde und unterstreicht deren Vorreiterrolle bei der CO₂-Reduktion. BA
Doppelte Nutzung: die Photovoltaik-Anlage bringt Schatten und Strom.Foto: VGV Kaisersesch/Hans-Peter Irmiter
