Der Weltladen Remagen-Sinzig beteiligt sich an drei Feiern zum Weltgebetstag der Frauen
Fair-Ändern – Fair-Teilen– Fair-Sorgen
Am Freitag, 6. März
Remagen. Der Weltgebetstag der Frauen, der vor 130 Jahren entstand, wird am 6. März weltweit in den christlichen Gemeinden gefeiert. „Steh auf und geh“, unter diesem Motto machen die Frauen aus Simbabwe auf die untragbaren Zustände in ihrem Land im südlichen Afrika aufmerksam. Hunger, Dürre, Armut, Stromausfälle und Wassermangel: Täglich müssen Frauen in Simbabwe ums Überleben kämpfen. Sie wollen sich nicht unterkriegen lassen und für gute Arbeitsbedingungen und demokratische Verhältnisse kämpfen, für Gerechtigkeit und Menschenwürde. „Steh auf und geh“… könnte auch für den Internationalen Frauentag am 8. März stehen. Weniger Verdienst, weniger Einfluss, weniger Zugang zu Bildung oder Krediten. Weltweit werden Frauen in vielen Bereichen des Lebens benachteiligt. Obwohl Frauen durch ihre Arbeit weltweit nachhaltige Entwicklung gestalten, ist es noch ein weiter Weg bis Geschlechtergerechtigkeit überall verankert ist. Während Frauen ihr verdientes Geld etwa zu 90 Prozent für die Ernährung der Familie und die Ausbildung der Kinder verwenden, sind es bei den Männern im Schnitt nur 30 Prozent. Doch die Frauen stehen auf und versuchen gemeinsam für Veränderungen zu kämpfen. Die Frauen im Distrikt Kwekwe, in Simbabwe, gründeten einen gemeinsamen „Sparclub“. Damit konnten sie bereits viele kleine Unternehmen starten. Die Frauen belegen Kurse in Buchhaltung, halten Hühner, bauen Gemüse an und suchen ständig nach neuen Geschäftsideen. Ihr neuestes Projekt: als ihnen wurde klar, dass ihre Nachbarn den langen Weg in die nächste Großstadt reisen, um Särge zu kaufen, begannen sie Särge selbst zu produzieren. Dieses Projekt wird unterstützt von der Welthungerhilfe. Das ist Hilfe zur Selbsthilfe.
Weltgebetsfeiern in der Region
Der Weltladen Remagen-Sinzig beteiligt sich an den drei Weltgebetsfeiern am 6. März: in Oberwinter (Kath. Kirche um 18 Uhr), in Kripp (in der Credo Gemeinde um 17 Uhr) und in Sinzig (im Evang. Gemeindehaus um 17 Uhr). Der Weltladen bietet dort faire Produkte aus Afrika an. Der Faire Handel setzt sich für das Verbot von ausbeuterischer Kinder- und Zwangsarbeit ein, bietet Fortbildungsmöglichkeiten und zahlt gerechte Preise. Damit haben die Familien ein Einkommen, das es ihnen erlaubt, die Kinder zur Schule zu schicken. Simbabwe braucht Veränderungen. Und Deutschland auch.
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