Allgemeine Berichte | 16.05.2024

Drei flutzerstörte Fußgängerbrücken im Sahrbachtal werden bis September dieses Jahres erneuert

Flut: Erste Brücken an der Mittelahr werden neu gebaut

Bürgermeister Dominik Gieler (re.) und Ortsbürgermeister Stefan Zavelberg (3. v. re.) freuen sich, das erste Baustellenschild für drei parallel wiederaufzubauende Fußgängerbrücken aufzustellen. Anwesend waren auch (v. li.) Dennis Schaefer aus der Bauabteilung der Verbandsgemeinde Altenahr, Dipl.-Ing. Jens Heckenbach vom Ingenieurbüro PlannIng, Bauleiter Daniel Wassong sowie Standortleiter Dirk Wassong vom ausführenden Bauunternehmen Knoll.  Foto: Thorsten Trütgen / VG Altenahr

Kirchsahr / VG Altenahr. Die Sonne strahlte mit Stefan Zavelberg, Ortsbürgermeister der Gemeinde Kirchsahr und Dominik Gieler, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenahr, um die Wette: Gemeinsam stellte man eines von drei Förderhinweisschildern zum Aufbau der flutzerstörten Fußgängerbrücken in Binzenbach auf. Orts- und Verbandsbürgermeister freuen sich, nach vielen Planungsterminen endlich sichtbare Bauprojekte darzustellen.

Der Sahrbach als eines der Ahr zufließenden Gewässer sowie der in den Sahrbach fließende Effelsberger Bach haben am 14. Juli 2021 nach dem Starkregenereignis, genau wie die Ahr, eine Schneise der Zerstörung entlang ihrer Ufer geschaffen. Dazu gehören auch drei Fußgängerbrücken im Kirchsahrer Ortsteil Binzenbach: zwei über den Sahrbach und eine über den Effelsberger Bach.

Ortsbürgermeister Stefan Zavelberg und Bürgermeister Dominik Gieler für die Verbandsgemeinde Altenahr freuen sich, dass endlich sichtbare Aufbauprojekte gestartet werden. Um diese Freude auch auf die ausführenden Beteiligten Planer und Firmen zu übertragen, waren diese ebenfalls zu dem Termin eingeladen.

„Endlich deutlich sichtbare Wiederaufbaumaßnahmen an der Mittelahr offiziell zu starten fühlt sich gut an“, sagt Dominik Gieler über die Freude und spricht damit auch Ortsbürgermeister Stefan Zavelberg aus der Seele. „Alle drei zerstörten Fußgängerbrücken werden von dem beauftragten Bauunternehmen parallel gefertigt. Wenn alles wie geplant läuft, können die Brücken im September dieses Jahres zur Nutzung freigegeben werden“, erklärt Zavelberg den zeitlichen Ablauf.

Die erste Baustelle befindet sich unübersehbar direkt an der Ortseinfahrt von Binzenbach neben der Landstraße L76. Straßenseitig ist das Erdreich für die Fundamentgründung bereits ausgehoben. Waldseitig auf der anderen Uferseite werden zurzeit die Vorbereitungen für das dortige Fundament geschaffen. Während die Widerlager vor Ort gegossen werden, werden die Elemente der eigentlichen Brücke als individuelle Fertigbauteile angeliefert und dann auf die Widerlager gehoben.

Bei der Fertigung der Brückenelemente kommen auf Initiative der Bauabteilung der Verbandsgemeinde Altenahr, dem Projektsteuerungsbüro Julius Berger International und dem planenden Ingenieurbüro PlannIng modernste Techniken zum Einsatz. Im Bereich des Überbaus wird statt Stahlbeton hochmoderner Carbonbeton verwendet. Im Gegensatz zu Stahlbeton, dessen Bewehrung (Stabilisierung) mit Stahlelementen erfolgt, ist Carbonbeton ein Verbundwerkstoff, dessen Bewehrung mit Kohlenstofffasern erfolgt.

Carbonbeton besitzt gegenüber Stahlbeton viele positive Eigenschaften. Die verwendete Carbonbewehrung hat eine deutlich höhere Zugfestigkeit als bisher üblicher Bewehrungsstahl. Dadurch wird weniger Bewehrungsmaterial benötigt. Ein weiterer Vorteil der Carbonbewehrung ist, dass keine mehrere Zentimeter dicke Betondeckung als Korrosionsschutz der Stahlbewehrung berücksichtigt werden muss. Bei Bauteilen aus Carbonbeton wird Material eingespart und sie können deutlich dünner ausgeführt werden, was eine deutliche CO²-Einsparung ermöglicht. Ganz ohne Stahl werden aber auch diese hochmodern gefertigten Brücken nicht auskommen.

Laut Dipl.-Ing. Jens Heckenbach vom Ingenieurbüro PlannIng aus Bad Neuenahr-Ahrweiler sind es die ersten Brücken in Rheinland-Pfalz, die unter Verwendung dieses modernen Baustoffes gefertigt werden. Die kleinste der drei Brücken hat eine Spannweite von 10 Meter, die Spannweite der größten Brücke beträgt 14 Meter bei einer jeweiligen Breite von 1,50 Meter. Alle drei Brücken werden aus dem Wiederaufbaufonds gefördert. Eigenanteile der Orts- oder Verbandsgemeinde sind für diese reinen Wiederaufbaumaßnahmen nicht zu tragen.

Bürgermeister Dominik Gieler (re.) und Ortsbürgermeister Stefan Zavelberg (3. v. re.) freuen sich, das erste Baustellenschild für drei parallel wiederaufzubauende Fußgängerbrücken aufzustellen. Anwesend waren auch (v. li.) Dennis Schaefer aus der Bauabteilung der Verbandsgemeinde Altenahr, Dipl.-Ing. Jens Heckenbach vom Ingenieurbüro PlannIng, Bauleiter Daniel Wassong sowie Standortleiter Dirk Wassong vom ausführenden Bauunternehmen Knoll. Foto: Thorsten Trütgen / VG Altenahr

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Bahnhof Engers wird barrierefrei

  • Gitta Meyer: Und wenn nur 2 ode 3 Menschen leicht an dem Zug ran und reinkommt ist es das wert. Ich habe einen Mann ,der behindert ist,und im Rollstuhl sitzt. Da sind mir die Mäuse egal. Es kann sich keiner vorstellen ,wenn.man nicht selbst betroffen ist.
  • Hildegard DÖTSCH : Wurde im Vorfeld geprüft, wieviel beeinträchtige Menschen täglich den Bahnhof/ die Züge nutzen würden/wollen? Die Rodung bringt eine Vielzahl an Vögel, die in den Birken lebten in Bedrängnis. Auch Kleintiere, Eidechsen, Mäuse etc.

Neuwied: Gesunde Bäume sollen gefällt werden

  • Inge: Unmöglich das so was in der heutigen Zeit in der das Thema Umweltschutz, Kimaschutz, Artenschutz ect. angeblich so groß geschrieben wird .Die Begründungen die Bäume zu fällen sind so was von daneben und anders zu klären.
  • Sandra Schneider: Das sehe ich auch so, das macht den Ychulhof auch nicht größer. Es wäre sehr schade um die alten Bäume.
  • Sven : Typisch Neuwied alte Bäume fällen un kleine neu pflanzen. Lastt die alten großen stehen.

Initiative "Rettet die Alte Post" in Rheinbach

  • Lukas Wegberg: Drin war ich noch nie, aber der Außenbereich dieses Etablissements ist nebst Bahnhof der einzige unästhetische Fleck in der gesamten Stadt, der mir spontan einfällt. Dass die Kneipe nun einer anderen...
DA bis auf Widerruf
Lernfux
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0102#
Lustig, närrisch, kunterbunt
Kurse Feb. + März
Veilchendienstag & Aschermittwoch - Heringsessen
Wir helfen im Trauerfall
Titelanzeige
Stellenanzeige Logistikteam
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0102#
Empfohlene Artikel

Sinzig. Sinzig liegt ihnen allen am Herzen. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung machte sich Aufbruchstimmung zur Zukunft der Innenstadt breit. Dabei ging es unter anderem um die Neugestaltung des Marktplatzes, den ÖPNV, ein Parkleitsystem, die Frage nach einer Fußgängerzone, eine entsprechende Bürgerbefragung sowie die Thematik Kirchplatz in Verbindung mit der Problematik Denkmalschutz.

Weiterlesen

Remagen. SOLIdarität mit Straßenkindern in Brasilien: Bäckerei Müller unterstützt Ausbildungsprojekt in Caruaru. Die Bäckerei Müller engagiert sich gemeinsam mit dem Weltladen Remagen-Sinzig für ein besonderes Hilfsprojekt in Brasilien. Ab Aschermittwoch wird jeden Freitag das sogenannte SOLI-Brot angeboten. Mit dem Erlös aus dem Verkauf wird ein Bäckereiprojekt unterstützt, das Straßenkindern eine berufliche Perspektive eröffnet.

Weiterlesen

Weitere Artikel

Jubiläumssitzung des Damenkomitees der KG Bad Breisig

100 Jahre Frauenpower am Rhein: Viel Spass und ein paar Tränen

Bad Breisig. Wie jedes Jahr sorgte das Damenkomitee für den Höhepunkt der närrischen Session und bot an Weiberdonnerstag Spitzenkarneval vom Feinsten! Dabei feierte die ausverkaufte Jahnhalle 100 Jahre Weiberkarneval in Bad Breisig, denn bereits 1926 gründeten Breisiger Frauen den ersten weiblichen Elferrat.

Weiterlesen

KV Escher Wend brannte ein närrisches Feuerwerk ab

Hervorragende Tänze und viel Kokolores aus der Bütt

Kaisersesch. Auch in der aktuellen Session schwang Narrenzampano Markus Laux den närrischen Taktstock des KV Escher Wend, der zur großen Karnevalssitzung in die Alaaf-Arena der Pommerbachschule eingeladen hatte. Jörg Schick und Nico Lergenmüller intonierten unter dem Motto “Wir heben ab zum Bühnenplatz” den närrischen Aufmarsch der Aktiven zur Bühne, nachdem der Spielmannszug Illerich das Spektakel per Einmarsch eröffnet hatte.

Weiterlesen

Sonderseite Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Sonderseite Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Dauerauftrag
Hausmeister, bis auf Widerruf
Pellets
Junior Sales Manager
Anzeige Sonderpreis wie vereinbart
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0102#
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Stellenanzeige Rechtsanwaltsfachangestellte-/Bürokraft in Teilzeit
Techniker
Titel
Eröffnunsganzeige - für MC, RM
Jörg Schweiss
Wir helfen im Trauerfall
Wir helfen im Trauerfall
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0102#
Stellenanzeige
Stellenanzeige - diverse Bereiche