Allgemeine Berichte | 22.10.2025

Ausstellung im Europäischen Parlament in Brüssel

„Flut – Juli 2021. Eine Katastrophe im Herzen von Europa“

(v. l. n. r.): Ralph H. Orth, Pascal Arimont, Klaus Jansen, Roberta Metsola, Nick Falkner, Diana Ivanova, Maria Mies, Ralf Seekatz.  Foto: Annett Baumgartner

Kreis Ahrweiler/Brüssel. Mit einer bewegenden Eröffnung wurde am Dienstag im Europäischen Parlament in Brüssel die Ausstellung „Flut – Juli 2021. Eine Katastrophe im Herzen von Europa“ eröffnet. Vier Jahre nach der Katastrophe, die Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Ostbelgien erschütterte, präsentierte die Schau künstlerische Positionen, persönliche Zeugnisse und Erinnerungsarbeiten. Die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, würdigte in einer sehr persönlichen Ansprache die Opfer und betonte die Bedeutung des Gedenkens auf europäischer Ebene: „Diese Ausstellung ist mehr als ein Rückblick – sie ist ein Auftrag, Verantwortung zu übernehmen und den Menschen in den betroffenen Regionen auch weiterhin zur Seite zu stehen.“ Auch Sabine Verheyen (MdEP) und Ralf Seekatz (MdEP) richteten Worte an das Publikum und unterstrichen, wie wichtig Erinnerung, Aufarbeitung und europäische Solidarität bleiben.

Unter den Gästen war zudem Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Deutschen Bundestag, die die Ausstellung besuchte und das Engagement der Initiatoren hervorhob.

Gezeigt wurden Werke namhafter Künstlerinnen und Künstler aus den Flutgebieten, darunter

Annett Baumgartner (Fotografie), Matthias Bertram („Der Ahrtist“), Dennis Josef Meseg(Installationen) und Margarete Gebauer (Plastik, Malerei). Einen besonderen Akzent setzte die Installation „223 + 1 Kreuze“, die jedem Opfer der Flut 2021 ein eigenes Kreuz widmete – ergänzt um ein weiteres Kreuz für all jene, die in den Jahren danach in Folge der Katastrophe ihr Leben verloren.

Neben den künstlerischen Arbeiten erhielten bei der Eröffnung auch Betroffene und Helfer das Wort: Maria Mies, selbst Flutbetroffene aus dem Ahrtal, die Autorin Diana Ivanova, der ehrenamtliche Helfer Nick Falkner, Ralph Orth, Vater der in der Flutnacht verstorbenen Johanna, sowie Benjamin Van Bunderen Robberechts, Mitgründer der Initiative „Climate Justice for Rosa“. Ihre persönlichen Berichte machten deutlich, dass die Folgen der Flut bis heute nachwirken – und wie wichtig Erinnerung, Solidarität und Aufarbeitung bleiben. Initiiert wurde das Projekt vom Team Gedenken um Klaus Jansen, das seit Jahren dafür arbeitet, dass die Opfer nicht vergessen werden und die Gesellschaft Lehren aus der Katastrophe zieht. Die Schirmherrschaft hatte Pascal Arimont, MdEP (Ostbelgien), Co-Chair der EP-Intergroup on Resilience, Disaster Management and Civil Protection, übernommen. Die Ausstellung war vom 14. bis 16. Oktober 2025 im Europäischen Parlament in Brüssel zu sehen. Folgeausstellungen in den betroffenen Regionen sind in Vorbereitung.

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