Allgemeine Berichte | 22.10.2025

Bonjour, Ciao und Hallo: Trinationales Wochenende in Wachtberg

Frankreich, Italien und Deutschland treffen sich

Bonjour, Ciao und Hallo: Das erste Oktoberwochenende in Wachtberg stand ganz im Zeichen der Dreisprachigkeit. Foto: privat

Wachtberg. Bonjour, Ciao und Hallo: Das erste Oktoberwochenende in Wachtberg stand ganz im Zeichen der Dreisprachigkeit. 40 französische und 30 italienische Gäste aus den Partnerkommunen La Villedieu du Clain und Bernareggio waren zu Besuch und alle in Gastfamilien untergebracht. Die Organisation übernahm der Partnerschaftsverein, der für die Durchführung dankbar die finanzielle Unterstützung durch den Deutsch-Französischen Bürgerfonds erhielt. Ein abwechslungsreiches Programm mit kulturellen und geschichtlichen Schwerpunkten führte die Gäste ins Arp-Museum und zur Brücke von Remagen. 80 Jahre nach Kriegsende wurde die Geschichte der Brücke am Rhein lebendig, beeindruckte die Besucher und regte zum Austausch an. Auch die Geschichte des Bahnhofs Rolandseck, die Erläuterungen zur Architektur des Museums sowie die Ausstellung „Netzwerk Paris“ im Arp-Museum fanden großes Interesse. Für das leibliche Wohl sorgte ein typisch deutsches Mittagessen im Brauhaus Remagen, bei dem Spießbraten und Bratkartoffeln die Begegnungen zwischen den Gästen und Gastgebern begleiteten.

Eine kleine „Kreuzfahrt“ führte über den Rhein nach Bad Honnef zum Birkenstock-Outlet, wo Schuhe der international expandierenden Marke erworben werden konnten. Den Tag der Deutschen Einheit gestalteten die Gastfamilien individuell für ihre Gäste und führten sie zu Ausflügen an die Ahr, nach Bonn oder Köln sowie ins Freilichtmuseum nach Kommern.

Das intensiv erlebte Wochenende fand seinen Abschluss in einem fröhlichen Abend im Henseler Hof in Niederbachem, eröffnet durch einen Tanz der KG Grün-Gelb Fritzdorf. Bürgermeister Jörg Schmidt und der designierte Bürgermeister Swen Christian betonten in ihren Reden die Bedeutung solcher Austausche für das Verständnis der europäischen Idee, die durch direkte Begegnungen der Menschen besonders intensiv erfahrbar wird. Die französischen und italienischen Gäste stellten ihre Länder mit Gedichten, Liedern und Tänzen vor, bevor noch lange getanzt, gesungen und erzählt wurde, obwohl die Rückfahrt am nächsten Morgen bereits um 7:00 Uhr begann.

Im kommenden Jahr reisen die erwachsenen Vereinsmitglieder aus Wachtberg am ersten Oktoberwochenende nach Italien, um dort auch ihre französischen Freunde zu treffen. Das Austauschformat mit Grundschülern und ihren Eltern findet im April in Wachtberg statt, ein Jugendcamp für 12- bis 15-Jährige ist für die letzte Juliwoche in Frankreich geplant. Diese Art der trinationalen Begegnungen gilt als einzigartig in der Region und hat zahlreiche langanhaltende Freundschaften hervorgebracht – sowohl unter den Vereinsmitgliedern der drei Partnerländer als auch unter den Wachtbergerinnen und Wachtbergern, die sich für die europäische Idee engagieren.BA

Bonjour, Ciao und Hallo: Das erste Oktoberwochenende in Wachtberg stand ganz im Zeichen der Dreisprachigkeit. Foto: privat

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