Allgemeine Berichte | 04.05.2023

Mobiler Beratungsbus des Kreises Ahrweiler tourt durch die Flutgebiete

Gelebte Menschlichkeit: DRK Teil des Beratungsmobils „Das offene Ohr“

Ratsuchende erhalten Trost und hilfreiche Tipps in allen Fragen des sozialen Alltags und des Wiederaufbaus

Kreis Ahrweiler. „Wir bleiben und lassen die Menschen im Kreis nicht im Stich“ – das hat der DRK-Kreisverband Ahrweiler e.V. nach der verheerenden Flut im Sommer 2021 versprochen und setzt es weiter in seiner täglichen Arbeit um. Eine der Mitarbeitenden, die dieses Versprechen jeden Tag lebt und mit Taten ausfüllt, ist Julia Bodenbach. Die gelernte Erzieherin ist im Team des DRK-Beratungs- und Servicecenters Ahr an der Kreuzung Ringener / Danziger Straße und steht unter anderem den Bürgerinnen und Bürger im Beratungsmobil „Das offene Ohr“ zur Seite.

Im Herbst 2021 nahm der Mobile Beratungsbus des Kreises Ahrweiler und verschiedener Träger wie dem DRK seine Arbeit auf. Julia Bodenbach tourte damit durch die Flutgebiete. Ihr Ding war es aber nicht, nur in dem mit zwei Büros und einer Spielecke umgebauten Reisebus auf Hilfesuchende zu warten. Mit ihrer leuchtenden DRK-Jacke ging sie nach draußen, sprach die Betroffenen aktiv an und zeigt so, dass der Kreisverband vor Ort ist. Sie hörte zu, tröstete und beriet in allen Fragen des sozialen Alltags und des Wiederaufbaus. „Mein Motto war und ist es, täglich etwas Gutes zu tun. Wenn ich pro Tag einem Menschen helfen kann, dann war es ein guter Tag.“, beschreibt Bodenbach ihre Motivation. Und die lebt sie auch, nachdem der mobile Beratungsbus durch „Das offene Ohr“ im Herbst 2022 abgelöst und auf den gesamten Kreis ausgeweitet wurde.

Der DRK-Kreisverband Ahrweiler e.V., die DRK-Fachklinik Bad Neuenahr sowie die anderen Träger sind abwechselnd mit ihren Beratungsangeboten an verschiedenen Plätzen des Kreises vor Ort. Um bei den Menschen keine Erinnerungen hervorzurufen, spricht Julia Bodenbach sie nicht mehr aktiv an. Sie wartet darauf, angesprochen zu werden und geht dabei ganz individuell auf die Ratsuchenden ein. Wie sehr die Menschen das Angebot des „Offenen Ohres“ und Julia Bodenbach schätzen, zeigt sich auch daran, dass manche zu jedem Termin erscheinen. Die DRK-Mitarbeitende weiß um ihre Situation und Geschichte. Bei selbstgekochtem Tee und Keksen erkundigt sie sich mit viel Herz und Empathie nach dem Wohlergehen, tröstet und gibt Tipps. „Die Bürgerinnen und Bürger haben noch großen Redebedarf. Ich höre zu und berate sie niederschwellig, wo sie sich helfen lassen können.“, so Bodenbach. Noch immer drehe sich viel um Themen rund um die Flut, aber auch private Probleme kommen dabei zutage.

So kann es auch mal sein, dass sie helfe, ein Handy zu installieren. Fragen rund um das Angebot des Kreisverbands beantwortet sie sehr gerne und vermittelt Kontakte wie zum Beispiel zum HausNotruf.

Die monatlichen Fahrpläne für das Beratungsmobil „Das offene Ohr“ gibt es unter: https://kreis-ahrweiler.de/landkreis/fluthilfen-wiederaufbau/das-offene-ohr/

Pressemitteilung DRK-

Kreisverbandes Ahrweiler

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Kommentare
05.05.202308:39 Uhr
Malte Hofmeister

Schön zu sehen, dass das DRK hier wirklich etwas Gutes tut.

Es ist toll, dass Julia Bodenbach und ihre Kollegen den Betroffenen helfen, aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. Wir brauchen mehr Menschen wie sie, die sich um diejenigen kümmern, die in unserer "gierigen und verkommenen" Gesellschaft zurückgelassen werden.

Und während wir uns um Flutopfer kümmern, sollten wir auch daran denken, dass es viele andere Menschen gibt, die Hilfe brauchen. Anstatt uns nur auf diejenigen zu konzentrieren, die Schlagzeilen machen, sollten wir uns darauf konzentrieren, eine Gesellschaft aufzubauen, in der niemand im Stich gelassen wird.

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