Allgemeine Berichte | 08.11.2018

Filmvorführung und Gespräch im Treffpunkt Cafeteria in Kettig

Heute wie damals: Herbergssuche

Aktiv der Vereinsamung entgegenwirken: ein Denkanstoß am 1. Dezember

Kettig. Besinnlicher Advent. Eine junge Familie sucht verzweifelt eine Wohnung. Sie muss bezahlbar sein, groß genug und nicht zu weit von der Arbeit weg. Bisher wurde keine gefunden, doch eigentlich gibt es noch freien Wohnraum. Wer durch die Straßen der Orte geht, sieht leere Fenster. Die Vermutung liegt nahe, dass so manche Wohnung leer steht. Und in vielen Häusern in unseren Gemeinden leben oftmals ältere Bürgerinnen und Bürger alleine. Alleine, weil inzwischen die Kinder ihr Elternhaus verlassen haben und vielleicht auch bereits ein Partner verstorben ist. Mit dieser Situationsbeschreibung ist ein Spannungsfeld skizziert, dem sich die Fachkonferenz Integration des Dekanats Andernach-Bassenheim seit einigen Jahren widmet. Der Fachkonferenz gehört auch eine Vertreterin des Quartiermanagements der Verbandsgemeinde Weißenthurm an. Das Ziel dabei ist, die verschiedenen Bedarfe und Ressourcen überein zu bringen: Junge Menschen, Familien und Singles, suchen Wohnraum. Dieser ist heutzutage rar und deswegen teuer. Ältere Menschen verfügen oftmals in ihren Häusern über viel Wohnraum, fühlen sich in ihren großen Häusern aber häufig sehr einsam.

Wie kann es gelingen, diese Gruppen und deren Wünsche/Interessen zusammen zu führen? Das fragte sich die Fachkonferenz des Dekanats Andernach-Bassenheim. Unterstützt von der aktuellen Jahreskampagne der Caritas „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“ sind dort eine Menge an Ideen entwickelt worden. Unter anderem wird das Thema in einer französischen Komödie aus dem Jahr 2016 aufgegriffen.

Der Spielfilm wird am 1. Dezember um 15:30 Uhr in der Cafeteria der Förder- und Wohnstätte gezeigt; der Eintritt ist frei. In höchst unterhaltsamer Weise greift der Film das Thema „Wohngemeinschaft“ auf und zeigt, wie die Mitglieder einer WG voneinander profitieren können. Die jungen Leute haben endlich eine Bleibe und die älteren Menschen überwinden ihre Einsamkeit.

Es gehört natürlich viel Optimismus dazu, sich auf ein solches Wohnprojekt einzulassen, denn am Anfang steht die Frage, was alles passieren kann, wie und ob es weitergeht, wenn das Experiment misslingt? Der Film und mit ihm die Initiatoren des Filmnachmittags wollen Mut machen, wollen den Gedanken in die Wohnquartiere transportieren: Senioren-Singles und ältere Paare, öffnet Eure großen Häuser und lasst junge Familien, Paare, Singles einziehen, bildet Wohngemeinschaften, von denen alle Beteiligten profitieren können.

Solche Wohngemeinschaften können helfen, die allgemeine Wohnungsmisere zu entschärfen. Sie bieten gleichzeitig die Chance, aktiv etwas gegen Vereinsamung zu tun. Es wird eine sehr sinnvolle Struktur neu geschaffen, die in der Vergangenheit auseinandergebrochen ist - die sogenannte Drei-Generationen-Familie, hier nun neu in Form einer Wohngemeinschaft.

Die Naturfreunde Kettig und die Facheinrichtung für Menschen mit Schwerstbehinderung in Kettig gestalten seit Jahren ihren schon traditionellen, besinnlichen Adventsnachmittag stets mit besonderen, oft politisch brisanten Themen. Gerne bieten sie der Fachkonferenz Integration des Dekanats Andernach-Bassenheim und dem Quartiersmanagement der VG Weißenthurm im Treffpunkt Cafeteria der Förder- und Wohnstätte Kettig ein Forum, um mit dem sehenswerten Kinofilm und anschließendem Publikumsgespräch eine zukunftsweisende Idee gemeinsam in die Öffentlichkeit zu tragen.

Es sind alle Menschen eingeladen, die sich am Vortag zum 1. Advent mit der Vision einer zusammenwachsenden lebenswerten Wohnwelt verschiedenster Interessengruppen beschäftigen wollen. In der adventlich gestalteten Cafeteria können die Gäste des Nachmittags bei weihnachtlichem Rahmenprogramm, adventlichem Gebäck, Kaffee, Tee, Glühwein und Punsch einen sicherlich hochinteressanten Nachmittag erleben. Aus Gründen der Platzplanung bitten die Organisatoren um eine Voranmeldung unter Tel. (0 26 37) 9 43 51 50 oder per Mail: info@fws-kettig.de, oder bei den Naturfreunden Kettig unter Tel. (0 26 37) 89 14 oder per Mail naturfreunde-kettig@gmx.de.

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