Offizieller Startschuss für Projekt H 16 im Sinziger HOT
Hilfe für junge Menschen außerhalb aller sozialen Netzwerke
Pilotprojekt ist das Erste seiner Art in Rheinland-Pfalz
Sinzig. Offizieller Startschuss für ein ebenso ambitioniertes wie engagiertes Projekt der Jugendsozialhilfe: H 16 heißt das neue Projekt, das auch als Pilotprojekt das Erste seiner Art in Rheinland-Pfalz ist. Inhaltlich gesehen geht es dabei um die Hilfe für junge Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren, die bisher mehr oder weniger durch alle sozialen Netzwerke gerutscht sind.
Im Haus der offenen Tür gab es am vergangenen Donnerstag dabei einen großen Bahnhof. Zu den Gästen zählten unter anderem Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Bürgermeister Andreas Geron und viel Prominenz aus Politik und Wirtschaft. H 16 ist dabei ein Buchstabenspiel mit Paragraf 16 H des Sozialgesetzbuches (SGB II). Das neue Unterfangen ist finanziell gut vernetzt und auch gut aufgestellt. Denn das Jobcenter stellt mit dem Kreis rund 250.000 Euro zur Verfügung, die Stadt Sinzig ist mit 20.000 Euro mit im Boot. Auf die Beine gestellt wurde das Pilotprojekt dabei extrem kurzfristig und unbürokratisch. Dies machten der Geschäftsführer des Jobcenters Daniel Stellmacher-Huck, Landrat Dr. Jürgen Pföhler und auch Sinzigs Bürgermeister Andreas Geron in ihren kurzen Grußworten deutlich.
Flexibles und leistungsfähiges Netzwerk
Warum dieses Projekt einmal mehr beim HOT (Haus der offenen Tür) in Sinzig angesiedelt ist, wurde sozusagen schon bei der Begrüßung klar. Denn bei ihrer Begrüßungsansprache erwähnte HOT-Chefin Petra Klein eine ganz lange Liste von Kooperationspartnern. Es gibt wohl keine Institution im Kreis Ahrweiler, die über ein derart flexibles und leistungsfähiges Netzwerk wie eben das Haus der offenen Tür (HOT) in Sinzig verfügt.
Die Kundschaft des Projekts H 16 trägt meist eine ganze Palette von Problemen durch ihr noch junges Leben. Dies betonten Ulrike Michelt und Tatjana Francesconie, im HOT zuständig für H 16, bei der detaillierten Projektvorstellung. Ein grundlegendes Problem ist oft die fehlende Wohnung und die fehlende Unterkunft. Keine Arbeit, keine Ausbildung, kein Geld, unterentwickelte soziale Kompetenzen, wenig Leistungsbereitschaft, Pflichtbewusstsein und Termintreue – mit diesem Problembündel schlagen sich eine ganze Reihe junger Menschen im Kreis Ahrweiler herum.
Beratung und praktische Hilfe
Für sie gibt es mit H 16 einen neuen Hoffnungsschimmer. Und der kommt keineswegs abstrakt daher.
Im HOT gibt es nicht nur Beratung, sondern auch ganz praktisch eine Waschmaschine und einen Trockner, die der neuen Kundschaft zu Verfügung stehen. Und ab sofort wird auch dienstags, mittwochs und donnerstags ein warmer Mittagstisch angeboten. Dieser Mittagstisch ist übrigens offen für alle Besucher und Bürger und soll in Zukunft auch als offene Kommunikationsplattform dienen. Nicht nur Petra Klein, sondern auch Kaplan Thomas Hufschmidt von der katholischen Kirchengemeinde Sinzig erwähnten eher am Rande eine schon lange feststehende Tatsache. Denn das HOT wird zum 1. Januar 2020 von der katholischen Kirchengemeinde in Sinzig in die Trägerschaft des Bistums Trier wechseln. Die neue stellvertretende Abteilungsleiterin Jugend im Bistum Trier und damit oberste Chefin des HOT-Teams, Kerstin Knopp, machte Sinzig ebenfalls ihre Aufwartung. Sie hat die Arbeit in der Jugendeinrichtung bereits intensiv kennengelernt und bezeichnete das HOT und das neue Projekt, als einen Ort, der emotionalen Halt gibt.
Weitere Informationen gibt es im Haus der offenen Tür in der Sinziger Barbarossastraße 43.
BL
Kerstin Knopp vom Bistum Trier, Kaplan Thomas Hufschmidt und Daniel Stellmacher-Huck, Geschäftsführer des Jobcenters (v.l.). Foto: Fotograf Ralf Schuhmann
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