Endlich können die Kinder wieder in fröhlicher Atmosphäre toben und spielen
Hochwasser-Spenden ermöglichen neuen Spielplatz
Altenahr. Wen man durch das zerstörte Altenahr von Altenburg kommend Richtung Brücke fährt fallen sie sofort ins Auge: Die zwei strahlend-roten Türmchen eines Spielplatzes hoch über den Dächern des vom Hochwasser betroffenen Weinortes.
Wer allerdings am letzten Samstag im Juli die Weinbergstraße hoch bis zum Wendehammer fuhr, erlebte dort ein fröhliches Treiben umrahmt von Kinderlachen: Mit einem Straßenfest wurde die Eröffnung des Spielplatzes ausgelassen gefeiert, der komplett aus Spenden finanziert ist.
Ein Geschenk für die Kinder
Anwohnerin Fabricia Karutz war es ein großes Anliegen den Kindern wieder die Möglichkeit zu geben in einer fröhlichen Atmosphäre unbeschwert toben zu können - wie sie bei ihrer Ansprache betonte: „Dieser Spielplatz ist ein Geschenk für euch liebe Kinder! Herzlichen Dank allen, die diesen schönen Ort nach dem Hochwasser ermöglicht haben. Denn was das Wasser uns genommen hat, das haben große Herzen und helfende Hände uns ein Stück weit zurückgegeben.“
Da schnell klar war, dass der Wiederaufbau der Spielplätze entlang der Ahr lange dauern wird, kam Karutz die Idee einem ehemaligen Spielplatz in einem höher gelegenen Wohngebiet wieder Leben einzuhauchen. Dank der großen Unterstützung des Rotary Clubs Bad Neuenahr-Ahrweiler, in Person von Willi Busch und Dieter Zimmermann, konnten die Klettertürmchen für einen fünfstelligen Betrag in Auftrag gegeben werden. Hinzu kamen die Spenden, die das Team von GreenKarmaYoga e.V. bei einer Yoga-Benefiz-Aktion gesammelt hat. Auch der LandFrauenVerband unterstützte das Projekt finanziell. Die Firma Obi stiftete die Einzäunung des Platzes. Familie Buchmann aus Altenahr spendete den Kindern eine große Holzkiste für Sandspielzeug – handgeschnitzt von Kettensägenkünstler Oliver Schulz. Die Altenahrerin Silvia Schmidt verschönerte die in die Jahre gekommenen Sitzbänke in Regenbogenfarben. Und durch den tatkräftigen Einsatz freiwilliger Helfer konnten die 5.000 Euro für den Aufbau der Klettertürmchen gespart werden.
Buntes Eröffnungsprogramm
Gemeinsam mit Christiane Parschau und Marion Sermann hatte Fabricia Karutz ein buntes Programm für den Eröffnungstag zusammengestellt: Magier Steasy verzauberte die Gäste mit seinen Tricks, Gemeindereferentin Manuela Krämer-Breuer lud die Kinder ein mit ihr den Spielplatz einzusegnen, die Tanzgruppe Saltamus Gaudio begeisterte Groß und Klein. Während GreenKarmaYoga die kleinen Yoginis mit einer Schnupperstunde Kinderyoga überraschte, gab es vor dem Tisch des Kita-Fördervereins Altenahr eine lange Schlange: Jedes Kind wollte eine lustige Bemalung verpasst bekommen. Die Kreissparkasse Ahrweiler unterstützte das Fest finanziell und mit vielen Gummibärchen.
Spaß mit den Schüttes-Türmchen
In einem kleinen Wettbewerb wurde ein Name für den Spielplatz auserkoren: Schüttes-Türmchen. „Schüttes“ ist in der Altenahrer Mundart der Name für die Weinbergstraße, in der der kleine Spielplatz steht. Das Wort „Schüttes“ steht für „Auf dem Schutt-Haus“. Ein treffenderer Spielplatz-Name hätte in diesen Zeiten nach der Flut nicht gefunden werden können.
Spielplatz-Initiatorin Fabricia Karutz dankte herzlich allen Spendern und Unterstützern. Foto: Ramona Knieps
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