Jehovas Zeugen Koblenz: Die meist übersetzte Website der Welt

Jetzt in über 1 000 Sprachen

16.12.2019 - 16:08

Koblenz. Die nicht kommerzielle Website jw.org hat Anfang dieses Monats einen beeindruckenden Übersetzungsmeilenstein erreicht: verschiedene Artikel, Videos und Audio-Material stehen nun in über 1 000 Sprachen gratis zum Download zur Verfügung. Besonders eindrucksvoll ist, dass jw.org auch Inhalte in sehr seltenen indigenen Sprachen und ortsüblichen Dialekten anbietet, wie z. B. in Schweizerdeutsch und Luxemburgisch. Durch die Übersetzung in rund 100 Gebärdensprachen können sich selbst Gehörlose in ihrer „Muttersprache“ informieren.

„Das Internet verbindet Computer, aber Sprachen verbinden Menschen“, erklärt John Yunker, Autor von The Web Globalization Report Card. „Die Website jw.org zeigt großen Respekt für Menschen und deren Sprachen […].“

Die Übersetzung einer kommerziellen Website beschränkt sich oft auf Sprachen einer profitablen Zielgruppe. Für Jehovas Zeugen ist Profit aber nicht das Motiv. Ziel ist es, die Botschaft der Bibel korrekt, für jeden leicht zugänglich und verständlich zu übersetzen, damit Leser den größten Nutzen davon haben.

John Yunker stellt fest, dass im Vergleich selbst Facebook, verfügbar in knapp 100 Sprachen, noch einen langen Weg vor sich habe. „Obwohl jw.org auch nur auf ehrenamtliche Unterstützung basiert“, so Yunker weiter, „übertrifft sie selbst […] Wikipedia, die in mehr als 280 Sprachen übersetzt wird“.

Die beeindruckende koordinierte Übersetzungsleistung hinter jw.org wurde auf globaler Ebene mit Hilfe tausender freiwilliger Übersetzer bewältigt. Wo immer möglich, arbeiten sie dort, wo es eine hohe Konzentration an Muttersprachlern gibt. Diese Nähe zur Zielgruppe erleichtert es, Inhalte korrekt und in eine natürliche Umgangssprache zu übersetzen.

Gerhard Budin, Professor am Zentrum für Translationswissenschaft der Universität Wien, kommentiert: „Bei der Analyse der Übersetzungsarbeit [von Jehovas Zeugen] wird deutlich, dass die Grundsätze des Übersetzungsstudiums sowie bewährte Verfahren in der praktischen Übersetzungsarbeit respektiert werden.“

Die Übersetzungsarbeit von Jehovas Zeugen hat eine lange Geschichte. Bereits 1881 planten die Bibelforscher, wie Jehovas Zeugen damals genannt wurden, die Übersetzung von Bibelliteratur in andere Sprachen als Englisch. Geoffrey Jackson, Mitglied der leitenden Körperschaft von Jehovas Zeugen in Warwick, New York, sagt dazu: „Wir haben etwas mehr als 100 Jahre gebraucht, um 2013 in 508 Sprachen übersetzen zu können. Es ist jedoch bemerkenswert, dass wir diese Zahl in knapp sieben Jahren fast verdoppelt haben – von 508 auf 1000 Sprachen.“ Er resümiert: „Damals hätte sich wahrscheinlich niemand vorstellen können, dass wir eines Tages in der Lage sein werden, Menschen in über 1000 verschiedenen Sprachen zu erreichen!“

Pressemitteilung

Jehovas Zeugen, Koblenz

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juergen mueller:
Warum immer so kompliziert - 30 Grad Differenz - wen interessiert`s. Steingärten sind optisch monoton und ökologisch = 0. Die NACHTEILE - Teuer in Anschaffung und Pflege, Insekten,Vögel u.andere Gartentiere finden weder Nahrung noch Lebensraum, Schnell unansehnlich durch Algen und Pflanzenaufwuchs, Regelmäßiges Reinigen nötig - Einsatz von Laubbläsern, Hochdruckreiniger kostet Energie und schädigt Kleinlebewesen, Einsatz von Pestiziden tötet Lebewesen, Schotter heizt sich im Sommer auf, Feinstaub wird nicht gefiltert, Staubbelastung steigt, Lärm wird verstärkt, Boden wird verdichtet u.zerstört, später aufwendige Renaturierung nötig, Wasser kann gar nicht oder nur schwer versickern. Das muss reichen, um dagegen zu sein, oder?
juergen mueller:
Was für Träumereien - ein Neubau, etwas was der ein oder andere in diesem Leben eh nicht mehr erleben wird, Hauptsache,darüber geredet - wie lange schon?. Und die Frage ist - WOFÜR? Vor Jahrzehnten ABENDSPORTFEST ... ade FUSSBALL ... ade Also - WOFÜR eine neue Tribüne, Herr NAUMANN?
juergen mueller:
Seit wann setzen vor allem CDU und SPD auf Transparenz?Dieses Wort gibt es nicht in deren Wortschatz.Die leben ihre undurchsichtige Politik nach wie vor nach dem Motto aus:"Bürger*innen dürfen zwar alles essen, aber nicht alles wissen".Politik lässt sich nicht in die Karten schauen.Da wird vertuscht,getäuscht,gelogen und verarscht und das auf einem sprachlichen und gestikreichen absolut unterem Niveau - man schaue sich auf FACEBOOK den Senf der SPD-Fraktion einmal näher an.Ein Herr Biebricher/CDU zerreißt sich das Maul immer nur dann,wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist - inhaltlos,verständnislos,absolut desorientiert,uninformiert,selbstgefällig,von seiner eigenen unwichtigen Wichtigkeit überzeugt,das Bild eines Möchtegern-Politikers,der seine Abwahl als Landtagsabgeordneter immer noch nicht verkraftet hat,weil ihm vom Wähler aufgezeigt wurde,dass es dafür dann doch nicht reicht - die SPD mit eingeschlossen. BÜRGERBETEILIGUNG - BÜRGERNÄHE = eine verlogene POLITIK.
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