Allgemeine Berichte | 16.12.2024, 11:23 Uhr

Der Aufbau im Ahrtal stellt für viele Menschen immer noch eine große Herausforderung dar.

Kommunikation im Antragsverfahren soll verbessert werden

Die Beteiligten im Antragsverfahren nach ihrem Gespräch im Kreishaus.  Foto: Wicher / Kreisverwaltung Ahrweiler
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Kreis Ahrweiler. Der Aufbau im Ahrtal stellt für viele Menschen immer noch eine große Herausforderung dar. Für Privatpersonen und Unternehmen ist die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) erste Ansprechpartnerin, um Mittel aus dem Aufbauhilfefonds 2021 zu erhalten. Bis Anfang November 2024 konnten bereits 16.254 Anträge mit einem Volumen von über 1,3 Milliarden Euro bewilligt werden. Nach dreieinhalb Jahren rücken bei der Antragsstellung von Fördermitteln aus dem Aufbaufonds oftmals komplexe Themen in den Mittelpunkt der Arbeit. Im Laufe des Antragsverfahren bedarf es häufig einer Klärung, die mit einem aufwendigen Prüfverfahren und einem erhöhten Kommunikationsbedarf einhergeht. Dies spiegelt sich letztendlich in den längeren Bearbeitungszeiten wider.

Auch wenn die Kreisverwaltung Ahrweiler nicht in das Antragsverfahren involviert ist, erreichen Landrätin Cornelia Weigand zu diesem Thema immer wieder Anliegen von Bürgerinnen und Bürgern. Häufig geht es dabei um die Sorge vor steigenden Kosten durch eine längere Bauzeit und einem drohenden Baustopp bei nicht geklärter Finanzierung.

„In den vielen Gesprächen vor Ort wird deutlich, welch große Herausforderungen der Aufbau noch immer mit sich bringt. Gerade, wenn es sich um langwierige und komplexe Verfahren handelt, sehen wir, dass die Menschen im Verfahren begleitet werden müssen,“ so Landrätin Weigand.

Aus diesem Grund hat sie zu einem persönlichen Gespräch ins Kreishaus eingeladen, um die Rückmeldungen aus der Bevölkerung zu spiegeln. Dieses fand Mitte November 2024 in der Kreisverwaltung Ahrweiler zusammen mit Vertretenden des Finanz- und Wirtschaftsministeriums, Dr. Ulrich Link, Vorstandsmitglied bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz sowie dem Opferbeauftragen der Landesregierung Rheinland-Pfalz, Detlef Placzek, statt. Neben dem Leiter des Verbindungsbüros im Ahrtal waren auch die Geschäftsführung der HelferStab gGmbH als Betreiberin der InfoPoints zusammen mit einem vor Ort tätigen Bauunternehmer bei dem Treffen anwesend.

In dem rund fünfstündigen Gespräch wurden die Anforderungen, welche das Förderverfahren auch an die Behörden stellt, aus Sicht der Kreisverwaltung und des Landes diskutiert. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass es sich bei schwierigen Sachverhalten häufig um komplexe Einzelfälle handelt, bei denen ein unmittelbarer Austausch zwischen Antragstellenden und ISB zielführend ist.

In der Unterredung verständigten sich die Teilnehmenden darauf, dass die noch bestehenden sechs InfoPoints weiterhin erste Anlaufstelle für Privatpersonen sind. Die Mitarbeitenden der InfoPoints unterstützen nicht nur im Rahmen der Antragserstellung, sondern stehen den Flutbetroffenen im gesamten Verfahren für aufkommende Fragestellungen zur Seite. Sie können bei Schwierigkeiten vermitteln und Probleme im Einzelfall direkt an die zuständige Person bei der ISB weiterleiten. Auch der Opferbeauftragte der Landesregierung steht den Menschen weiterhin zur Verfügung, wenn es Fragen oder Probleme gibt.

„Gerade bei den aktuell komplexen und langwierigeren Verfahren ist es von großer Bedeutung, dass die Menschen direkte Ansprechpersonen für die Abwicklung ihrer Anträge erhalten,“ betont Landrätin Weigand.

„Die InfoPoints sind ein zentrales Element unserer Unterstützung für Flutbetroffene im Ahrtal. Gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort bieten wir kompetente Ansprechpartner für individuelle Anliegen. Wir möchten daher alle ermutigen, diese Hilfsangebote zu nutzen – sei es für die Antragstellung oder bei Herausforderungen im laufenden Verfahren“, so ISB-Vorstandsmitglied Link.

Weitere Informationen:

Die InfoPoints sind ein gemeinsames Angebot der Helfer-Stab gGmbH, der ISB und der Architektenkammer. In den InfoPoints finden Betroffene der Flutkatastrophe Hilfe bei der Antragsstellung sowie eine Bauerstberatung durch Architektinnen und Architekten.

Die Öffnungszeiten der InfoPoints in Altenahr, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Schuld und Sinzig sowie weitere Beratungsstellen finden Sie unter https://wiederaufbau.rlp.de/ansprechpartner/.

Opferbeauftragter des Landes Rheinland-Pfalz ist Detlef Placzek. Weitere Informationen finden Sie unter https://lsjv.rlp.de/opferbeauftragter-des-landes-rheinland-pfalz.

Pressemitteilung Kreisverwaltung Ahhrweiler.

Die Beteiligten im Antragsverfahren nach ihrem Gespräch im Kreishaus. Foto: Wicher / Kreisverwaltung Ahrweiler

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