Allgemeine Berichte | 05.02.2026

Ein Zeichen dafür, dass der Frühling vor der Tür steht

Kraniche machen Halt in Westerwald und Eifel

Imposante Erscheinung am Himmel: Kraniche lassen sich meist gut von anderen Vögeln unterscheiden.Foto: SGD Nord / Volker Hartmann

Region. Für viele sind sie echte Sympathieträger und ein Zeichen dafür, dass der Frühling vor der Tür steht: die Kraniche. Aktuell können sie auch wieder im nördlichen Rheinland-Pfalz beobachtet werden, denn auf ihrem Weg in die Sommerquartiere machen einige Tiere Rast in Westerwald und Eifel. Was die Kraniche dort hinzieht und wieso seichtes Wasser für sie der beste Ort zum Schlafen ist – die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord verrät spannende Fakten.

Lange Beine, langer Hals, eine Spannweite von mehr als zwei Metern: Kraniche sind eine echte Erscheinung am Himmel und durch ihr markantes Geschrei leicht zu erkennen. Nachdem sie den Winter in Spanien und Südfrankreich verbracht haben, zieht es die Tiere nun wieder nach Skandinavien sowie nach Mittel- und Osteuropa. Auf ihrer Reise legen einige Kraniche aktuell auch einen Zwischenstopp in Westerwald und Eifel ein.

Doch wo genau rasten die imposanten Tiere? Ein beliebter Ort zum Verschnaufen ist das Naturschutzgebiet Sangweiher im Kreis Vulkaneifel. Dieses hat die SGD Nord jüngst von 16 auf 55 Hektar erweitert, denn mit seinen artenreichen Wiesen und den Schlamm- und Schlickflächen bietet es zahlreichen Tieren ein ideales Zuhause.

Kraniche schätzen „Wasserbett“

Das gilt auch für die Kraniche, die das wertvolle Biotop unter anderem wegen des seichten Wassers schätzen. Denn hier übernachten die Tiere, die als Vorboten des Frühlings auch „Vögel des Glücks“ genannt werden, im Stehen. Das klingt erst einmal unbequem, es hat jedoch einen wichtigen Grund: Im Wasser sind die Kraniche vor tierischen Räubern sicher, wie etwa dem Fuchs. Damit das auch in Zukunft so bleibt, hat die SGD Nord dem NABU Daun vergangenes Jahr einen Förderbescheid zur Instandsetzung der Wehranlage des Sangweihers übergeben. Durch die Erneuerung ist es künftig möglich, den Wasserstand noch gezielter zu regulieren. Neben dem Sangweiher gilt in der Eifel auch das Flachmoor Mürmes bei Mehren als beliebter Rastplatz für Kraniche.

Auch der Westerwald ist beliebt

Doch nicht nur in der Eifel tummeln sich die Tiere aktuell. Neu hinzugekommen ist auch das Naturschutzgebiet Weidenbruch im Westerwald – oder besser gesagt: wieder neu. Denn die vielfältigen und für die Artenvielfalt wertvollen Moorflächen und Feuchtwiesen, die bei der Ausweisung des Schutzgebietes in den 1980er Jahren dort existierten, waren über die Jahre zugewachsen und ausgetrocknet. Dank diverser Maßnahmen, welche die SGD Nord in den vergangenen Jahren finanziert hat, konnten die Flächen jedoch wieder vernässt und in den ursprünglichen Zustand versetzt werden. Mit sichtbarem Erfolg: Jüngst versammelten sich dort erstmals wieder hunderte Kraniche.

Der innere Kalender

Doch woher wissen Kraniche überhaupt, wann es wieder Zeit ist, in die Sommerquartiere aufzubrechen? Das hat – anders als es vielleicht zu vermuten wäre – nichts mit dem Wetter zu tun. Vielmehr verfügen Kraniche über eine Art inneren Kalender, denn die Tiere sind in der Lage, die Veränderung der Tageslichtlänge zu erfassen. Somit wissen sie auch ohne Wettervorhersage, wann sie wieder die Koffer packen müssen.

Ob der Klimawandel Einfluss auf den Rhythmus der Kraniche hat, darüber ist man sich – anders als bei anderen Vögeln – noch nicht einig. Zwar haben sich die Zeiten leicht verschoben, doch die Ursache bleibt unklar. Die größten Rastplätze der Kraniche liegen im Übrigen in den nordöstlichen Bundesländern, also im Berliner Umland, in Brandenburg und in Niedersachsen. Dort sind teils mehr als 50.000 Tiere an einer Stelle zu beobachten.

Weitere Informationen zu den Aufgaben der SGD Nord im Bereich des Natur- und Artenschutzes sind unter folgendem Link zu finden: www.sgdnord.rlp.de/themen/naturschutz.

Pressemitteilung SGD Nord

Imposante Erscheinung am Himmel: Kraniche lassen sich meist gut von anderen Vögeln unterscheiden. Foto: SGD Nord / Volker Hartmann

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Die alte Ockenfelser Linde soll fallen

  • Claudia W. : Ich bin in der Bergstraße aufgewachsen, meine Großeltern lebten dort. So traurig das ein einzelner so etwas durchsetzt! Ich hoffe das es noch abgewendet wird und dieser schöne alte Baum erhalten bleibt.
  • Iris Arens : Es wiederholt sich immer und überall: Auswärtige ziehen in Kenntnis der Sachlage zu und klagen anschließend gegen die bei Zuzug bereits bestehenden und bekannten Umstände. Hoffentlich bleibt die Linde...

Verschiebung wegen Planungsunsicherheit

  • Sabine Weber-Graeff: Da werden Abermilliarden in die Aufrüstung der Bundeswehr,respektive die Landesverteidigung gesteckt und dann wird seitens von Grün ernsthaft erwogen in den Sichtbereich des militärischen Radars zwei...
  • Joschi Hund: Leider kann man nicht mehr von einem Antik und Trödelmarkt sprechen, warum ? Wenn über die Hälfte der Händler Neuware anbieten und Ihre Waren mit Festpreisen ausgezeichnet haben. Man kann sagen über 80 % der Aussteller waren Händler.
Shopping Genuss Abend Ahrweiler / o.B. Sponsoring
10 Jahre NoWi
Azubispots Bad Neuenahr 2026
10 Jahre NoWi
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0284#
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0284#
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606  // Motiv EDL
Brunnenfest in Bad Breisig
Brunnenfest Bad Breisig
Empfohlene Artikel
Symbolbild.
284

Region. Ein Spielteilnehmer oder eine Spielteilnehmerin aus dem Westerwald hatte am vergangenen Freitag allen Grund zur Freude: Mit einem Tippschein für die europäische Lotterie Eurojackpot, den er oder sie in einer Annahmestelle von Lotto Rheinland-Pfalz gespielt hatte, gewann er oder sie in der Gewinnklasse 2 über 681.000 Euro.

Weiterlesen

Symbolbild.
122

Vulkaneifel. Nach umfassender Prüfung des Antrags hat die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord nun grünes Licht gegeben: Die „wpd Windpark Sarmersbach Repowering GmbH & Co. KG“ darf auf dem Gebiet der Gemeinde Sarmersbach im Kreis Vulkaneifel vier neue Windenergieanlagen bauen und betreiben. Die fünf bestehenden Anlagen sollen zurückgebaut werden. Um mögliche Auswirkungen auf die Umwelt zu berücksichtigen, wurden 27 Fachstellen befragt.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Mit kleinen Kunststücken und viel Einfühlungsvermögen sorgen die Clowndoktoren für persönliche Begegnungen und zaubern ein Lächeln in die Gesichter der Bewohnerinnen und Bewohner.
9

Hachenburg. Ein Vormittag voller Lachen, Nähe und kleiner magischer Momente: Im Caritas-Altenzentrum Haus Helena in Hachenburg sorgten die ehrenamtlichen Westerwälder Clowndoktoren für beste Stimmung unter den Bewohnerinnen und Bewohnern.

Weiterlesen

Nach dem Banküberfall mit Geiselnahme in Sinzig dauert der Großeinsatz der Rettungskräfte am heutigen Freitag weiter an.Foto: Blick aktuell
1553

Sinzig. Nach dem Banküberfall mit Geiselnahme in Sinzig dauert der Großeinsatz der Polizei am heutigen Freitag weiter an. Wie Pressesprecher Jürgen Fachinger von der Polizeiinspektion Koblenz mitteilte, bleibt die Lage derzeit statisch, die Maßnahmen laufen weiterhin. Es werde gehofft, dass der Einsatz ohne Verletzte beendet werden kann. Hinweise auf Verletzte oder Tote liegen nach aktuellem Stand nicht vor.

Weiterlesen

Rund um´s Haus
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Wir helfen im Trauerfall
Anzeige Uhren Vintage
10 Jahre NoWi Bau
10 Jahre NoWi
10 Jahre NoWi
Titel
Stellenanzeige Servicekräfte
Nachruf-Anzeige Marjanca Maguin
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Imagewerbung
Titelanzeige KW 19
Brunnenfest Bad Breisig
Brunnenfest Bad Breisig
Tag der offenen Tür FFW Burgbrohl
Brunnenfest Bad Breisig