Allgemeine Berichte | 21.04.2023

Ausflugtipp: Hein‘s Mühle in Sayn

Kultur und Historie am rauschenden Bach

Jedes Jahr gibt es ein reichhaltiges Kulturprogramm vor und in der Mühle.  Foto: Peter Siebenmorgen

Bendorf-Sayn. Inmitten des historischen Alt-Sayn klappert am rauschenden Brexbach die „Hein’s Mühle“, die um 1550 durch die Freiherren von Wentz - Burgmannen zu Sayn - als Ölmühle errichtet wurde. Ein vielfacher Besitzerwechsel verhalf der Mühle zu einer wechselvollen Historie. Dabei wechselte auch schon einmal die Funktion. Zwischen 1806 und 1813 wurde sie wegen der von Frankreich verhängten Kontinentalsperre zur Tabakmühle (Tabakblätter aus der Pfalz wurden zu Kautabak zerschnitten) umgerüstet. Im Jahre 1816 erfolgte der Umbau zur Getreidemühle und es entstand die Bezeichnung „Neumühle“. Im Jahre 1898 ging die Mühle in den Besitz von Anton Paul Hein über. Dieser verlieh dem Gebäudekomplex das heutige Erscheinungsbild und seinen heutigen Namen „Hein’s Mühle“. Bis Ende 1958 wurde der Mahlbetrieb nach und nach eingestellt. Die letzte Eintragung im Mahlbuch stammt aus dem Jahr 1961. Im Sommer 1986 kaufte die Stadt Bendorf die noch vollständig ausgestattete Mühle, die nun einer musealen Nutzung zugeführt wurde. Dazu übernahmen die Mitglieder des Förderkreises Hein‘s Mühle e.V. die Aufarbeitung der eingebauten Maschinen und mechanischen Bauteile mit vielfältiger Unterstützung der heimischen Wirtschaft und des Handwerks.

Am 26. August 1988 konnte das Mühlenmuseum einer komplett sanierten und funktionstüchtigen Mahlanlage als Mühlenmuseum eröffnet werden. Glücklicherweise ist auch im 35. Jahr des aktiven Förderkreises die Unterstützung durch Handwerk, Helfer und Sponsoren ungebrochen. In den letzten Jahren konnte der Internetauftritt www.heins-muehle.de komplett überarbeitet werden, alle Holzteile in der Mühle wurden neu lasiert, die gesamte Beleuchtung konnte auf LEDs umgestellt werden. Jüngst nun wurde der Innenhof der Mühle als Veranstaltungsort für Kunst und Kultur gepflastert und neu angelegt und begrünt. Anlässlich mehrerer „Helfertage“ wird die Mühlen innen und außen ehrenamtlich in Schuss gehalten. Froh und dankbar ist der Verein auf seine Techniker, die sich um den Austausch von Mühlradschaufeln und die ständige Pflege der Technik kümmern. Seit dem vergangenen Jahr wird auch ein umfangreiches Kulturprogramm mit Konzerten, Lesungen und Ausstellungen geboten. Infos findet man auf der Homepage.

Weitere Informationen:

Das Mühlenmuseum kann an Sonn- und Feiertagen zwischen 14-17 Uhr kostenfrei besichtigt werden. Zur Unterhaltung des Museums freuen sich die „Mühlenmänner“ über eine Spende. Für Schulklassen und Gruppen können auch unter der Woche Sonderführungen gebucht werden (Terminabstimmung unter Tel. 02622/14217 bei Klaus Teichmann). Jährlich am Pfingstmontag wird der „Deutsche Mühlentag“ am Mühlenmuseum gefeiert mit einem bunten musikalischen Programm, in diesem Jahr am 29. Mai 2023 mit Open-Air-Gottesdienst & Co. Am 26. August spielt der rund vierzigköpfige Bonner Jazzchor ein Benefizkonzert in der historischen Gießhalle in Sayn (Kartenreservierungen möglich unter heimatarchiv-sayn@gmx.de). Der Erlös wird für den Erhalt des Museums verwendet.

ROB

Jedes Jahr gibt es ein reichhaltiges Kulturprogramm vor und in der Mühle. Foto: Peter Siebenmorgen Foto: Peter Siebenmorgen

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