Allgemeine Berichte | 03.01.2025, 08:26 Uhr

Koblenz: Neuaufstellung des Katastrophenschutzes in Rheinland-Pfalz

Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz nimmt Arbeit auf

Innenminister Michael Ebling und Landesbrand- und Katastrophenschutzinspekteurin Kirstin Eisenhauer mit dem Schild der neuen Behörde. Im Hintergrund stehen landeseigene Einsatzfahrzeuge im neu gestalteten Design. Foto: Innenministerium RLP

Koblenz. Mit dem Jahreswechsel nimmt das neue Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (LfBK) in Koblenz offiziell seine Arbeit auf. Die neue Behörde mit Sitz in Koblenz ist ein zentraler Baustein der umfassenden Neuaufstellung des Katastrophenschutzes im Land. Innenminister Michael Ebling betonte, die Gründung des Landesamtes sei ein entscheidender Schritt zur Stärkung des Katastrophenschutzes.

„Das neue Landesamt vereint Expertise und moderne Technik unter einem Dach. Es ist unsere Antwort auf die gestiegenen Herausforderungen durch den Klimawandel und wachsende Bedrohungslagen. Wir schaffen nicht nur ein neues Kompetenzzentrum, sondern senden auch ein starkes Signal für die Sicherheit der Menschen in unserem Land“, sagte Innenminister Michael Ebling.

Kernstück des neuen Landesamtes ist das Lagezentrum Bevölkerungsschutz. „Hier laufen alle Fäden zusammen: Von der Lagebeobachtung über die Auswertung bis hin zur Weitergabe entscheidungsrelevanter Informationen“, so Ebling. Das Lagezentrum sei direkt an die zentrale Kommunikationsinfrastruktur des Landes angebunden und ermögliche eine enge Zusammenarbeit mit den Integrierten Leitstellen, den Kommunen sowie nationalen und internationalen Partnern. Mit seinem 24/7-Betrieb wird es künftig eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung von Großschadenslagen und Katastrophen einnehmen.

Das Landesamt übernimmt die Aufgaben des bisher zuständigen Referates der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) sowie der Feuerwehr- und Katastrophenschutzakademie (LFKA). Es wird zudem durch drei Regionalstellen ergänzt, die den Kontakt zu den Kommunen intensivieren sollen. „Wir stärken nicht nur die landeseigenen Strukturen, sondern ganz bewusst auch die kommunalen Katastrophenschützer, die weiterhin eine zentrale Rolle spielen und das Rückgrat des Katastrophenschutzes im Land darstellen“, sagte der Minister.

Erster Präsident des neuen Landesamtes wird René Schubert, der bereits den Aufbau der neuen Behörde als stellvertretender Projektleiter mit begleitet hat.

Die Errichtung des Landesamtes geht mit erheblichen Investitionen einher: „Allein im Doppelhaushalt 2025/26 stellen wir fast 14 Millionen Euro für die Ausweitung der Leistungsfähigkeit des neuen Landesamtes bereit“, so Ebling. Hinzu kommen Investitionen in landeseigene Einheiten. Im Doppelhaushalt wächst der Personalkörper des Landesamtes um fast 40 Stellen. Perspektivisch soll das Landesamt von derzeit etwa 170 Stellen bis 2030 auf etwa 300 Stellen anwachsen und damit schlagkräftig aufgestellt sein.

Pressemitteilung des MdI

Innenminister Michael Ebling und Landesbrand- und Katastrophenschutzinspekteurin Kirstin Eisenhauer mit dem Schild der neuen Behörde. Im Hintergrund stehen landeseigene Einsatzfahrzeuge im neu gestalteten Design. Foto: Innenministerium RLP

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Rund um´s Haus
Kreishandwerkerschaft
Michelsmarkt Andernach
Michelsmarkt Andernach
Schleuter Gebäudetechnik
Kachelofentage 2026
Empfohlene Artikel
Lotto-Elf holt 14:1-Kantersieg
80

Am 17.09.2026 trat die Lotto-Elf gegen eine Auswahl des Landeskrankenhauses Andernach an. Der Erlös kommt dem Projekt „Tapetenwechsel“ zu, das psychisch und seelisch kranken Bewohnerinnen und Bewohnern der Klinik Freizeitaktivitäten ermöglicht. Wir haben die schönsten Eindrücke in unserer Fotogalerie im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Neuwied: Keine weiteren Laternen im Schlosspark
161

Der Schlosspark in Neuwied ist gerade in den wärmeren Monaten ein beliebter Ort für Spaziergänge und Aufenthalte am Rhein. Doch sobald es dunkel wird, fühlen sich offenbar nicht alle Besucher wohl. Die ganze Geschichte jetzt im RegioMAGAZIN lesen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Wallstraße in Sinzig.  Foto: ROB
935

Der Verkehr in der Wallstraße ist für manchen Anwohner ein Problem - aber nicht nur da gibt es Probleme, wie uns nun ein Leser schreibt

Leserbrief: Gefährlicher Straßenverkehr in Sinzig

Als Anwohner der Ausdorferstraße kann ich den Bericht über die Wallstraße voll und ganz bestätigen. Jeden Abend hören wir, wie Autos mit quietschenden Reifen durch den Kreisel rasen.

Weiterlesen

Marktmeister Lars Rittgen hat die Pläne für den Michelsmarkt und den Wochenmarkt stets im BlickFotos: WAMFO.DE
372

BLICK aktuell sprach mit Marktmeister Lars Rittgen über die Vorbereitungen zum Michelsmarkt und über die Wochenmärkte in Andernach

„Bevor der Michelsmarkt beginnt, ist die Arbeit längst in vollem Gange“

Andernach. Der Michelsmarkt gehört zu Andernach wie die Stadtmauer, der Geysir und der Rhein. Wenn sich im Herbst die Innenstadt mit Fahrgeschäften, Buden, Händlern und zahlreichen Besuchern füllt, wirkt vieles selbstverständlich. Doch bevor sich die ersten Karussells drehen und die Marktstände öffnen, steckt bereits eine Menge Arbeit dahinter.

Weiterlesen