Allgemeine Berichte | 24.09.2025

12 angehende Medizinerinnen und Mediziner schnuppern „Praxisluft“ beim 3. Mediziner-Camp

Landrat will ärztliche Versorgung weiter sichern

Auch bei der dritten Auflage zeigten sich die Medizin-Studentinnen und -studenten durchweg angetan vom Mediziner-Camp des Landkreises Neuwied. Über diese positive Rückmeldung freuten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kreis-Gesundheitsamt, Kassenärztlicher Vereinigung und WFG ebenso wie Kerstin Schwanbeck-Stephan (4.v.r.), die das Mediziner-Camp erneut federführend für den Kreis organsiert hatte.Foto: Martin Boden / Kreisverwaltung Neuwied

Kreis Neuwied. Im Landkreis Neuwied wird weiter daran gearbeitet, die ärztliche Versorgung auf stabile Füße zu stellen. Dazu hat Landrat Achim Hallerbach ein entsprechendes Format entwickelt: Das Mediziner Camp. Erklärtes Ziel des Trainee-Programms: den medizinischen Nachwuchs animieren, sich im Landkreis Neuwied niederzulassen.

Es ist Donnerstag, kurz nach sieben Uhr. Tag 2 des diesjährigen Mediziner-Camps im Landkreis Neuwied. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer heißt das: ein schnelles Frühstück und dann bereitmachen für den Weg zur Hospitationsstelle, wo sie heute einen ganzen Tag lang Praxisluft schnuppern- und (Chef)-Ärztinnen und Ärzten über die Schulter schauen können.

„Auch bei unserer inzwischen 3. Auflage des Mediziner-Camps setzen wir auf den bewährten Mix aus Praxisanteilen – unter anderem in haus- und fachärztlichen Praxen, den Krankenhäusern bis hin zum Kreis-Gesundheitsamt – und einem Rahmenprogramm, bei dem die angehenden Ärztinnen und Ärzte auf den Geschmack kommen sollen, sich hier bei uns im Landkreis Neuwied als Arzt oder Ärztin niederzulassen oder eine freie Stelle anzutreten“, beschreibt Landrat Achim Hallerbach die Intention des Formats.

Zum dritten Mediziner-Camp hatte der Kreis wieder Medizin-Studentinnen und Studenten ab dem 7. Semester überwiegend aus den umliegenden Universitäten eingeladen. Auch in diesem Jahr hießt es „ausgebucht“ – erneut wollten 12 angehende Medizinerinnen und Mediziner von den Universitäten in Köln, Mainz, Homburg/ Saar und sogar aus Freiburg den Kreis Neuwied näher kennenlernen.

„Dank der engen Zusammenarbeit mit den Kliniken und Arztpraxen der Region konnten wir den Studentinnen und Studenten auch in diesem Jahr ein umfassendes Programm bieten“, freute sich Landrat Achim Hallerbach.

Der Schwerpunkt lag in der dritten Auflage des Mediziner-Camps einmal mehr auf der Kinder- und Jugendmedizin und damit in einem Bereich, der auch von der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz als besonders wichtig hervorgehoben wurde.

„Die Gewinnung von Kinderärztinnen und Kinderärzten ist nach wie vor von ebenso hoher Priorität wie die hausärztliche Versorgung“, betonten Dr. Doreen Engelmann und Melitta Fechner, die während des Camps für viele wichtige Informationen der Kassenärztlichen Vereinigung rund um die Niederlassung als Ärztin oder Arzt verantwortlich zeichneten.

Die Hospitationen in den einzelnen Praxen und Kliniken standen ganz im Zeichen persönlicher Gespräche, dem gegenseitigen Kennenlernen – aber natürlich durften die angehenden Ärztinnen und Ärzte auch selbst Hand anlegen wie etwa beim Endoskopie- oder Sonografie-Workshop oder im Labor.

Das Mediziner-Camp des Landkreises Neuwied lieferte jedoch nicht nur fachliche Erkenntnisse, sondern hatte ebenfalls kulturelle Erlebnisse zu bieten.

Exemplarisch konnten sich die angehenden Medizinerinnen und Mediziner bei einem „Abend in den Weinbergen“ in Hammerstein und einer Kräuterführung im Klostergarten der Franziskanerinnen von Waldbreitbach ein erstes Bild von der Attraktivität des Landkreises Neuwied machen. Dabei fiel das Feedback der Medizin-Studentinnen und -Studenten durchweg positiv aus: „Der Landkreis Neuwied bietet nicht nur hervorragende Rahmenbedingungen zum Arbeiten – hier lässt sich auch richtig gut leben.“ Von dem medizinischen Nachwuchs wurde besonders hervorgehoben, dass sich die Ärztinnen und Ärzte in den Praxen und Krankenhäusern viel Zeit für sie genommen hatten. Eine Erfahrung, die mit Blick auf den Klinikalltag alles andere als selbstverständlich ist. Als positiv bewerteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ebenfalls die Arbeit im Gesundheitsamt des Landkreises Neuwied, das es verstand, einen ganz neuen, alternativen Blick auf den Alltag im ärztlichen Beruf zu vermitteln.

„Unser Konzept, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern unseres Camps eine möglichst individuelle, informative und intensive Zeit hier bei uns im Landkreis Neuwied zu ermöglichen, kommt bei unseren Gästen sehr gut an. Wir zeigen, was wir können und aufzuweisen haben – bleiben dabei aber auch authentisch; ich denke, das ist es, was junge Ärztinnen und Ärzte zu schätzen wissen“, hofft Landrat Hallerbach auf eine nachhaltige Wirkung des Camps und darauf, dass sich der eine oder andere „Medizin-Camper“ später für eine Berufsausübung im Landkreis Neuwied entscheidet.

Angesichts des Erfolgs und der positiven Rückmeldungen ist eine Fortsetzung des Mediziner-Camps durchaus denkbar. Der Landkreis Neuwied wird in jedem Fall weiterhin intensiv daran arbeiten, den medizinischen Nachwuchs für die Region zu gewinnen und auf die vielfältigen beruflichen Möglichkeiten aufmerksam zu machen.

Pressemitteilung Kreisverwaltung Neuwied

Auch bei der dritten Auflage zeigten sich die Medizin-Studentinnen und -studenten durchweg angetan vom Mediziner-Camp des Landkreises Neuwied. Über diese positive Rückmeldung freuten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kreis-Gesundheitsamt, Kassenärztlicher Vereinigung und WFG ebenso wie Kerstin Schwanbeck-Stephan (4.v.r.), die das Mediziner-Camp erneut federführend für den Kreis organsiert hatte. Foto: Martin Boden / Kreisverwaltung Neuwied

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