Allgemeine Berichte | 18.06.2025

Beim Rasenmähen bitte Rücksicht nehmen

Mähroboter: Tödliche Gefahr für Igel und Co

Symbolbild.  Foto: pixabay.com

Bad Neuenahr-Ahrweiler/Region. Gerade in der warmen Jahreszeit sind viele Gärten gepflegt und grün – dank automatisierter Mähroboter. Doch was für den Menschen praktisch ist, kann für Tiere zur tödlichen Gefahr werden: Besonders nachtaktive Arten wie Igel, Amphibien oder Insekten sind durch nächtlich aktive Mähroboter massiv gefährdet. Aus diesem Grund möchte die Stadt zur Sommer- und Mähzeit um Rücksichtnahme für heimische Wildtiere im Garten werben.

Lebensraum Garten: Rückzugort für Wildtiere

Private Gärten spielen eine wichtige Rolle im Naturhaushalt. Sie bieten Nahrung, Schutz und Brutstätten für viele wildlebende Tiere. Igel etwa verlassen ihre Tagesverstecke meist in der Dämmerung oder nachts – und geraten dann leicht unter die Messer der leise arbeitenden Geräte, die sie nicht als Hindernis erkennen. Der Einsatz von Mährobotern unterliegt indirekt auch rechtlichen Rahmenbedingungen. Nach §44 Abs. 1 des Bundesnaturschutzgesetzes ist es verboten, streng geschützte Arten wie Igel zu verletzen oder zu töten. Auch das Landesnaturschutzgesetz Rheinland-Pfalz fordert Rücksicht gegenüber Tierwelt und deren Lebensräumen.

Tipps für den tierschonenden Einsatz von Mährobotern:

- Keine Nachtarbeit: Mähzeiten ausschließlich auf den Tag beschränken – idealerweise zwischen 7 und 20Uhr

- Vorsicht vor dem Mähen: Grasflächen vorab auf versteckte Tiere kontrollieren

- Geeignete Modelle nutzen: Geräte mit Tiererkennung, Sofort-Stopp-Funktion oder Fliehkraftmessern verringern das Verletzungsrisiko

- Auf Zertifizierungen und Prüfsiegel achten: Es gibt bislang keine verpflichtende Tierschutz-Norm für Mähroboter, aber manche Hersteller arbeiten mit unabhängigen Prüfungen oder freiwilligen Nachhaltigkeitssiegeln

- Nachbarschaft sensibilisieren: Über Gefahren aufklären

Einige Städte und Gemeinden – etwa die Stadt Köln - haben bereits Nachtfahrverbote für Mähroboter erlassen. Auch in Rheinland-Pfalz wird über entsprechende Regelungen diskutiert. Wer einen Garten besitzt, kann bereits jetzt durch umsichtiges Verhalten einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leisten.

Symbolbild. Foto: pixabay.com

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