Allgemeine Berichte | 22.08.2025

Mafiafreie Produkte im Weltladen

Vortrag zu Libera Terra.  Foto: Sabine Peter

Remagen. Rund 30 Gäste kamen und erfuhren viel über die Bewegung, die sich den Mafiagruppen entgegenstellt. „Unsere Produkte sind mehr als nur Lebensmittel. Sie sind ein Zeichen des Widerstands gegen die Macht der Mafia.“ (Pater Luigi Ciotti, Gründer von „Libera“)

Die Ausbeutung von Landarbeiter*innen ist eines der ältesten Geschäfte der Mafia. Martin Klupsch vom Fairhandelszentrum Rheinland stellte das Projekt Libera Terra – befreite Erde - vor. Hier werden vom Staat konfiszierten Güter zivilgesellschaftlichen Organisationen zur Nutzung überlassen. In Sozial-Kooperativen erhalten gerade jungen Menschen eine Perspektive in einem legalen Lebensumfeld jenseits der Mafia. Auch Umweltschutz, faire Bezahlung und Behandlung der Arbeiter, organischer Anbau und hohe Produktqualität spielen eine große Rolle. Hochwertige faire Produkte sind das Ergebnis dieser Arbeit.

Claudia Jordan von „Mafia? Nein Danke! e.V. „warf noch einen kurzen Blick auf den Aspekt „Mafia in Deutschland“. Die ‘ndrangheta ist mit Abstand die bedeutendste der Mafia-Organisationen in Deutschland, erst dann folgen Camorra und Cosa Nostra. Die Clans beherrschen immer noch klassische Gewerbe wie Drogen- und Waffenhandel. Doch längst ist die Mafia in Deutschland auch in anderen Branchen aktiv, die hohe Profite versprechen, auch in legalen Wirtschaftsbereichen, etwa dem Immobilienmarkt.

Egal in Italien oder Deutschland - am erfolgreichsten bekämpft werden mafiöse Strukturen wenn das Schweigen - die „Omertà“ - gebrochen wird. Damit konnten beispielsweise in Palermo schon ganz Straßenzüge von der Mafia befreit werden.

Die abschließende Verkostung verschiedener Produkte überzeugte auch geschmacklich alle Gäste. Viele nutzen gleich die Gelegenheit und kauften Wein, Pesto, Marmeladen und anderes im Weltladen ein.

Vortrag zu Libera Terra. Foto: Sabine Peter

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