Allgemeine Berichte | 16.02.2016

Kappensitzung der KG Wohlgemut Wehr in der Römerhalle mit tollem Programm

Mit Tanz, Witz und guter Laune

Günter Schorn und Frank Heckenbach begeisterten mit Charme und Lässigkeit als neue Sitzungspräsidenten

Prinzengarde Wehr, ein „Aushängeschild der KG“, brachten die Halle zum Toben. privat

Wehr. Die Spannung wuchs in der karnevalistisch dekorierten Römerhalle Wehr. Alle warteten gespannt auf den Einzug der Elferrates, der Maxifunken, der Prinzengarde und natürlich des amtierenden Prinzenpaar Prinz Rolf I. und Prinzessin Sylvia I. Begleitet wurde der Einzug musikalisch von den Fanfaren „Brohltalklänge“ aus Niederzissen. Die Geschäftsführerin Margret Volk und der zweite Vorsitzende Ede Krahforst begrüßten herzlich unter großem „Ojöööh“ alle Narren im Saal. Das sympathische Prinzenpaar im Gefolge der Garde eroberte nun die Bühne. Ede Krahforst nahm nun Anlauf, die Tollitäten gebührend zu begrüßen wurde jedoch jäh von Margret Volk mit den Worten unterbrochen: „Ede ich jelöwen me sein et net!“ Das lang gehütete Geheimnis des neuen Sitzungspräsidenten wurde nun gelüftet. Fröhlich singend nahmen Günter Schorn und Frank Heckenbach die Bühne ein. Beide sind den Wehrer Narren bestens gekannt und haben eine karnevalistische Vergangenheit. Günter Schorn kann in seinem Lebenslauf folgendes verzeichnen: Jahrelange Mitgliedschaft im Vorstand der KG Wohlgemut, Sitzungspräsident von 1991 bis 1999 und als Krönung die Regentschaft mit seiner Frau Brigitte über das Wehrer Narrenvolk. Frank Heckenbach unterstütze als Gardist die KG Wohlgemut und die Prinzenpaare. Die Sitzungspräsidenten führten mit viel Witz, Charme und einer Lässigkeit durch das Programm als hätten sie ihr Leben lang nichts anders gemacht. Prinzessin Sylvia begrüßte nun ihrerseits die Gäste, benannte die Ehrengäste, unter ihnen Ortsbürgermeister Berthold Doll nebst Gattin und VG-Bürgermeister Johannes Bell. Viele Gastvereine und Möhnen sowie die Prinzenpaare aus Hausten, Kempenich und Niederzissen wurden von ihr begrüßt. Anschließend plauderte sie noch ein wenig über ihr Alltagsleben mit dem Prinzen. Sie schilderte das An- und Auskleiden der Strumpfhose so bildlich, dass die restlos ausverkaufte Römerhalle bebte. Da Prinz Rolf am Vortag Geburtstag hatten, wurden nun noch die Stimmbänder aller Anwesenden für das verspätete Geburtstagsständchen auf die Probe gestellt.

Das Programm ließ die Halle Kopf stehen

Die Maxifunken machten nun den Auftakt mit einem schmissigen Funkentanz. „De Breiköpp“ starteten die erste Attacke auf die Lachmuskeln. Kurt Gerhartz mit seinen Töchtern Vera und Pia garantieren für gute Laune und viel Spaß. Das sympathische Dreigestirn aus Wehr und natürlich Kurt Gerhartz vorne weg ist weit über die Grenzen des Wehrer Kessels hinaus bekannt. 40 Jahre Bühnenjubiläum kann er aufweisen. Für seine herausragenden Leistungen dankte ihm die KG Wohlgemut. Die Showtanzgruppe „Bachemer Merle“ verzauberte das Publikum anschließend mit russischen Weisen. Mit einer weiteren Überraschung konnte die KG aufwarten: „Die Doof Nuss“: Bruno Degen war nach einigen Jahren Pause zurück. Er fesselte das Publikum in bekannter Weise. Auch er wurde von der KG Wohlgemut für sein 50-jähriges Bühnenjubiläum geehrt. Um der Bauchmuskulatur ein wenig Pause zu gönnen, hatte man sich Gäste von der anderen Rheinseite eingeladen. Der Funkenkorps „Blau-Wiess Linz“ nahm die Bühne für eine halbe Stunde in Beschlag. 13 junge Damen aus Wehr und Wassenach überzeugten im Anschluss als Firefighter den kompletten Saal. Nach der nun folgenden Verschnaufpause die durch die Gruppe spontan musikalisch ausgefüllt wurde, drohte die Bühne zu platzen. Nach dem Motto „Back to the 50s“ wirbelten 32 Tänzerinnen und Tänzer der „Grün-Weisse-Mädche und Junge Neuwied“ über die Bühne. Stefan Vogt auch ein Urgestein des Wehrer Karnevals bombardierte die Narren mit Witzen und Späßen. Hier war die nächste Ehrung für 40 Jahre Bühnenjubiläum fällig. Das Solomariechen der Möhnen aus Niederzissen Anna-Maria Weiler präsentierte einen akrobatischen Tanz. Im Anschluss versuchte Renate Schäfer mit einem ideenreichen und humorvollen Crashkurs „Kölsch für Touristen“ dem Publikum die Kölsche Sprache nahe zu bringen. Das „Aushängeschild der KG“ die Wehrer Prinzengarde war ein absoluter Höhepunkt des Abends. Die Halle tobte während des Auftritts. Sie tanzten sich mit viel Engagement, Akrobatik und Können in die Herzen aller Anwesenden. Auch der Vorstand der KG Wohlgemut war in diesem Jahr tänzerisch aktiv. Sie entführten das Publikum zu einem Medley von Udo Jürgens nach New York. Die Sitzungspräsidenten konnten weitere Ehrungen vornehmen. Auch Margret Volk und Jürgen Zwick konnten ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum feiern. Werner Blasweiler alias „Dr. von Mayen“ konnte zu vorgerückter Stunde den Saal mit einem spritzigen Vortrag begeistern. Jetzt war es Zeit die Größe der Bühne zu testen: Prinz Rolf I. mit Prinzessin Sylvia I. nebst Hofstaat und der kompletten Prinzengarde verabschiedeten sich mit einer einfallsreichen tänzerischen Darbietung. Die Band „Schäl Pänz“ aus Königsfeld heizte zum Abschluss die Stimmung noch einmal richtig auf. Nach dem Finale mit allen Aktiven wurde noch bis in die frühen Morgenstunden getanzt, gelacht und gefeiert. Es war eine gelungene Veranstaltung Kappensitzung in Wehr – die Halle stand Kopf.

Der Elferrat der KG Wohlgemut Wehr 1909 e.V. wirbelte mit einer Hommage an Udo Jürgens durch den Saal.

Der Elferrat der KG Wohlgemut Wehr 1909 e.V. wirbelte mit einer Hommage an Udo Jürgens durch den Saal.

Prinz Rolf I. und Prinzessin Sylvia I. nebst Hofstaat bewiesen ebenfalls ihr tänzerisches Können.

Prinz Rolf I. und Prinzessin Sylvia I. nebst Hofstaat bewiesen ebenfalls ihr tänzerisches Können.

Mit Tanz, Witz und guter Laune

Prinzengarde Wehr, ein „Aushängeschild der KG“, brachten die Halle zum Toben. Fotos: privat

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