„Ahrtal-Jugendherberge“ nach umfangreicher Modernisierung wiedereröffnet
„Mut in schwierigen Zeiten“
Wolfgang Appel nach fast vier Jahrzehnten als Betriebsleiter in den Ruhestand verabschiedet
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Kreisstadt ist spitze – auf jeden Fall in Sachen Jugendherberge! Spätestens seit kürzlich die umfangreich modernisierte Ahrtal-Jugendherberge wiedereröffnet wurde, gehört das in zentraler Lage am Ahrufer gelegene Haus zweifellos zu den modernsten Jugendherbergen Deutschlands. Ursprünglich sollten die ersten Gäste bereits am 1. April begrüßt werden, doch die Corona-Pandemie und der daraus resultierende „Lockdown“ verhinderten dies. Dass sich während der dreimonatigen Modernisierungs- und Renovierungsphase einiges in und um die Ahrtal-Jugendherberge mit ihren 183 Betten getan hat, ist nicht zu übersehen.
Hell, freundlich, zeitgemäß
Alle Räumlichkeiten präsentieren sich hell, freundlich und in zeitgemäßem Design. Die Gästezimmer - jeweils mit Dusche/WC ausgestattet - wurden ebenso komplett neu gestaltet, wie das Bistro, die Café-Bar, das Restaurant mit Außenterrasse und der Eingangsbereich samt Rezeption. Dreizehn Aufenthaltsräume bieten jede Menge Platz für Veranstaltungen von Gruppen, Vereinen oder Organisationen. Darüber hinaus ist die vollständige Ausstattung barrierefrei. Ob Familien, Schulklassen oder Einzelgäste – jeder darf sich in der Ahrtal-Jugendherberge willkommen fühlen. Zwei Millionen Euro investierten „Die Jugendherbergen in Rheinland-Pfalz und im Saarland“ in die Modernisierungsmaßnahmen, rund 30.000 Übernachtungen werden bei Normalbetrieb jährlich erwartet. „Wir sind sehr froh über diese Wiedereröffnung“, zeigte sich Jacob Geditz, Vorstandsvorsitzender „Die Jugendherbergen“ (DJH) sichtlich begeistert. Dem schloss sich Karl Peter Bruch als stellvertretender DJH-Verwaltungsratsvorsitzender an, der zudem darauf hinwies, dass größere Häuser wie in Bad Neuenahr-Ahrweiler auch den Fortbestand kleinerer Jugendherbergen sichern würden.
50 Prozent Übernachtungsrückgang durch Corona-Pandemie
Die Corona-Pandemie, so Bruch, habe auch den Jugendherbergen stark zugesetzt. So verzeichneten die 43 Häuser in Rheinland-Pfalz und dem Saarland – auch durch den „Lockdown“ – einen Übernachtungsrückgang von 50 Prozent. „Die Wiedereröffnung der Ahrtal-Jugendherberge macht in diesen schwierigen Zeiten Mut. Das Prädikat „Top-Jugendherberge“ ist völlig verdient“, unterstrich die Vizepräsidentin des DJH-Hauptverbandes, Dr. Susanne Pacher. Dass die Jugendherberge für die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler eine überaus große Nachhaltigkeit hat, betonte Guido Orthen: „Viele Menschen, die hier zu Gast sind, sind erstmals in der Stadt und nicht wenige kommen wieder. Immerhin vier Prozent der städtischen Übernachtungen finden in der Jugendherberge statt“, so der Bürgermeister. Gereon Haumann, DEHOGA-Präsident Rheinland-Pfalz stellte mit deutlichen Worten klar, welch teilweise dramatische Einbußen das Gastgewerbe, und somit auch die Jugendherbergen, durch das Corona-Virus erlitten haben und immer noch erleiden. Er appellierte an die Politik, die Gastronomie entsprechend finanziell zu unterstützen.
Verabschiedung von Wolfgang Appel – Piel neuer Betriebsleiter
Mit der Wiedereröffnung endete in der Ahrtal-Jugendherberge auch eine Ära: nach mehr als 38-jähriger Diensttätigkeit wurde Betriebsleiter Wolfgang Appel in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Appel, dessen Eltern schon die „alte“ Jugendherberge in Ahrweiler leiteten, übernahm 1982 – gemeinsam mit Ehefrau Maria – zunächst die Leitung der Jugendherberge Diez an der Lahn, bevor es ihn 1990 in gleicher Führungsposition an die Ahr zurückzog . „Wolfgang Appel verband Herzblut, Identifikation, Menschlichkeit und Leidenschaft für seine Arbeit, für die Jugendherberge und vor allem für die Gäste. Ein Vollblut-Herbergsvater im wahrsten Sinne des Wortes“, lobte Guido Orthen die Verdienste von Wolfgang Appel. Mit Oliver Piel als neuem Betriebsleiter konnte ein erfahrener Gastgeber und Touristiker gewonnen werden, der dies in verschiedenen, verantwortlichen Positionen unter Beweis gestellt hat und in der Region bestens vernetzt ist.
Für Wolfgang Appel (links), der nach 38 Dienstjahren in den Ruhestand verabschiedet wurde, übernimmt Oliver Piel die Position des Betriebsleiters.
Artikel melden
Die alte Ockenfelser Linde soll fallen
- Claudia W. : Ich bin in der Bergstraße aufgewachsen, meine Großeltern lebten dort. So traurig das ein einzelner so etwas durchsetzt! Ich hoffe das es noch abgewendet wird und dieser schöne alte Baum erhalten bleibt.
- Iris Arens : Es wiederholt sich immer und überall: Auswärtige ziehen in Kenntnis der Sachlage zu und klagen anschließend gegen die bei Zuzug bereits bestehenden und bekannten Umstände. Hoffentlich bleibt die Linde...
Verschiebung wegen Planungsunsicherheit
- Sabine Weber-Graeff: Da werden Abermilliarden in die Aufrüstung der Bundeswehr,respektive die Landesverteidigung gesteckt und dann wird seitens von Grün ernsthaft erwogen in den Sichtbereich des militärischen Radars zwei...
Antik- und Trödelmarkt in Linz am Rhein im Mai 2026 mit vielfältigem Angebot
- Joschi Hund: Leider kann man nicht mehr von einem Antik und Trödelmarkt sprechen, warum ? Wenn über die Hälfte der Händler Neuware anbieten und Ihre Waren mit Festpreisen ausgezeichnet haben. Man kann sagen über 80 % der Aussteller waren Händler.
NAJU-Kindergruppe Hundsangen
Mikroskopierkurs in den Osterferien zum Thema „Das Leben im Moos“
Forschungsseminar der NAJU-Hundsangen:
Weiterlesen
Allgemeine Berichte
Clowndoktoren bringen Lebensfreude ins Haus Helena
Hachenburg. Ein Vormittag voller Lachen, Nähe und kleiner magischer Momente: Im Caritas-Altenzentrum Haus Helena in Hachenburg sorgten die ehrenamtlichen Westerwälder Clowndoktoren für beste Stimmung unter den Bewohnerinnen und Bewohnern.
Weiterlesen
Der Großeinsatz der Polizei dauert an
08.05.: Geiselnahme nach Banküberfall in Sinzig: Lage bleibt „weiter statisch“
Sinzig. Nach dem Banküberfall mit Geiselnahme in Sinzig dauert der Großeinsatz der Polizei am heutigen Freitag weiter an. Wie Pressesprecher Jürgen Fachinger von der Polizeiinspektion Koblenz mitteilte, bleibt die Lage derzeit statisch, die Maßnahmen laufen weiterhin. Es werde gehofft, dass der Einsatz ohne Verletzte beendet werden kann. Hinweise auf Verletzte oder Tote liegen nach aktuellem Stand nicht vor.
Weiterlesen
