Im Wald- und Wildpark Rolandseck sind viele Wild- und Haustierarten anzutreffen
Nachwuchs im Wildpark: Die Frischlinge sind da!
Rolandseck. Kommt es einem nur so vor oder ist die Luft wirklich besser hoch über dem Rhein im Wald- und Wildpark Rolandseck, wo das Auge über welliges Wiesen- und Waldgrün schweifen kann, Vögel zwitschern, Tiere frei herumlaufen und manche sich auch streicheln lassen? Jedenfalls sorgen Höhenunterschied, Vegetation und Tierwelt innerhalb von Minuten für Urlaubsgefühle und Erholung.
Im Frühjahr, wenn die Saison beginnt, lockt außerdem verlässlich eine viel beachtete Attraktion. Die Wildschwein-Rotte hat sich vergrößert. Von den 20 erwachsenen Tieren haben diesmal fünf Bachen, also Muttersauen, zusammen 17 Frischlinge geworfen. Wer sie sehen möchte, und wie könnte man das nicht wollen, muss einige Meter zurücklegen. Anfangs verfolgt von neugierigen Ziegen, vorbei an zwei Alpakas und einem friedlich äsenden Rudel Damwild peilt Tessa von Lüdinghausen, Geschäftsführerin im Park, eine kleine Plattform an. Dort im eingezäunten Gehege tummeln sie sich gerne, die Schwarzkittel. Aber nicht immer, deshalb zieht die junge Frau mit der Besucherin hangaufwärts weiter zu einer anderen Stelle. Der durchpflügte Boden zwischen Steinbrocken unter den großen Ilexgewächen spricht Bände. Von Lüdinghausen raschelt mit der Futtertüte und ruft nach Mathilda, die sie von einer Tierärztin erhielt und von Hand aufzog. Auch Daisy, ein Flutopfer aus Euskirchen, musste erst mit den vorhandenen Wildschweinen bekannt gemacht werden. So zog von Lüdinghausen „als Leitbache“ mit den beiden ein Dreivierteljahr lang außerhalb des Zauns an den Artgenossen vorbei, bis sie sich riechen konnten. Mathilda hat den Ruf vernommen. Ihr folgen fünf Frischlinge, die inzwischen groß genug sind um den warmen, geschützten Kessel zu verlassen und mit den anderen das Gehege zu erkunden. Die hell und dunkel gestreiften Tierkinder schnüffeln mit ihren kleinen Rüsseln, sie schubsen und rangeln, probieren ihre Kräfte aus. Daisy kommt dazu. „Sie ist so etwas wie die Tante von Mathildas Kleinen“, erklärt von Lüdinghausen.
Bald gesellen sich weitere erwachsene Borstentiere hinzu mitsamt einer Bache, die ihre sieben Frischlinge ausführt. Man kann sich nicht sattsehen am Treiben der Gestreiften. Auch Schafe, Esel, Ponys und Hochlandrinder, Rotwild, Damwild, Muffelwild, Kaninchen und Meerschweinchen leben im Park.
HG
Trotz Besuch vom Alpaka wendet die kleine Mia ihre Aufmerksamkeit der Ziege zu.
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Die Bache Mathilda legt sich auf die Seite, damit ihre Frischlinge zum Trinken an die Zitzen kommen. Fotos: HG
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