Sportvereine können Anträge an Sportbund Rheinland und FVR-Stiftung stellen

Neue Perspektiven nach der Flut

Neue Perspektiven nach der Flut

Symbolbild.Foto: ROB

17.09.2021 - 12:38

Rheinland-Pfalz. Es ist eine gute Nachricht für alle Sportvereine, die infolge der Flutkatastrophe vor den Trümmern ihrer Anlagen und Gebäuden stehen. Sie können ab Montag, 20. September einen Antrag auf Spendenmittel an den Sportbund Rheinland (SBR) oder die Stiftung des Fußballverbandes Rheinland (FVR) „Fußball hilft!“ stellen. Gefördert werden bei einem Maximalbetrag von 12.000 Euro unter anderem die Anschaffung von Sportgeräten, das Inventar von Vereinsheimen, Geräteräumen und Lagerräumen sowie technische Geräte wie Laptops und Drucker. Außerdem können Vereine einen erhöhten finanziellen Aufwand für das Training, wie zum Beispiel für Fahrten in entfernte Trainingsstätten, geltend machen.


Das Geld, das dafür bereitsteht, kommt aus Spenden und Zuwendungen, die der SBR, der Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB-RLP) sowie die „Fußball hilft!“-Stiftung in den letzten Wochen erhalten haben und auch noch erhalten werden, wobei „Fußball hilft!“ den größten Anteil leistet. So werden Vereine mit Fußballabteilung immer durch die Stiftung mit einer 100 Prozent-Förderung unterstützt, auch dann, wenn Gelder für andere Abteilungen beantragt werden. Alle anderen Vereine werden vom SBR unterstützt, hier werden 75 Prozent der nachgewiesenen Kosten bezuschusst.

„Der Sport hat wieder einmal seine Solidarität in schweren Zeiten bewiesen und wir freuen uns, dass wir den Vereinen mit dieser gemeinsamen Aktion eine Perspektive bieten können“, freuen sich SBR-Präsidentin Monika Sauer und FVR-Präsident Walter Desch, über die Vereinbarung.

Die stellvertretende SBR-Geschäftsführerin Susanne Weber, weist darauf hin, dass mit diesem Programm nur Anschaffungen gefördert werden, die nicht über Versicherungen abgedeckt sind. Außerdem hätten neben dem Fußball noch andere Fachverbände Hilfsprogramme für ihre Vereine aufgelegt. „Wir raten allen Vereinen, sich zunächst an ihren jeweiligen Verband zu wenden und nach spezifischen Hilfen nachzufragen“, sagt Weber. Als Alternative zur Neuanschaffung weist Weber zudem auf die Materialsammelbörse des LSB-RLP und der regionalen Sportbünde hin, um schnell zu einem Ersatz zu kommen. „Uns ist bewusst, dass derzeit viele Sportstätten und Lagerhallen nicht zur Verfügung stehen“, sagt Weber. Daher sei es möglich, auch noch im kommenden Jahr Anträge auf Spendenmittel zu stellen und die entsprechenden Anschaffungen zu machen. Förderungen über den Maximalbetrag hinaus seien auch möglich, wenn höhere Kosten nachgewiesen werden können.

Infos Anträge über: www.sportbund-rheinland.de, www.fvr-stiftung.de. Pressemitteilung des

Sportbund Rheinland e.V.

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Berichte

Architekten- und Ingenieurkammer richten Gutachterportal ein

Wiederaufbauhilfe der ISB: Ausfüllhilfen und Infos zu Gutachtern

Kreis Ahrweiler. Die Bewältigung der Flutfolgen in Rheinland-Pfalz geht Schritt für Schritt voran. Seit Ende Dezember ist das Verfahren, mit dem Betroffene Hilfezahlungen beantragen können, eröffnet. Für Gebäudeschäden sind im Antragsverfahren Begutachtungen vorgesehen. Dazu haben die Architektenkammer Rheinland-Pfalz und die Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz eine gemeinsame Portalseite im Internet freigeschaltet. mehr...

Wilfried Freischem aus Ahrbrück verarbeitet seine Erlebnisse nach der Flut in einer Kurzgeschichte

„Wir können nicht fassen, was kaum zu fassen ist“

Ahrbrück. Wie viele andere auch, wollte ich helfen. Aber Schaufel und Hacke bevorzugen doch eher junge Männer. Mit dem Auftrag, eine Seniorin in ärztliche Behandlung zu bringen, wurde ich einfach in eine rote Weste gesteckt. mehr...

Lesen Sie Jetzt:
solidAHRität Shop
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

Kommentare

Cochem: Sturm zerstört Windkraftanlage

S. Schmidt:
Windräder sind Industrieanlagen, die, durch Verordnung, nicht geprüft werden müssen. Deshalb auch so viele Unglücke damit. Würde es sich wirklich um den sogenannten Klimaschutz handeln und es den Verantwortlichen in Bund und Ländern ein ernsthaftes Anliegen, dann müssten wir sofort beginnen neue Kernkraftwerke...
juergen mueller:
Wäre begrüßenswert, vor allem, weil sich unsere Konsumgesellschaft immer mehr zu einem Neukauf als zu einer Reparatur von Elektrokleingeräten entschließt Was woanders geht, geht hier aber noch lange nicht. Damit hat Koblenz schon immer ein Problem gehabt. Man klaut sich zwar gerne Anregungen von...
juergen mueller:
Ich lese immer Verkehrswende, einen besseren, öffentlichen und attraktiven ÖPNV. Haben wir nicht. Egal, ob meine Frau u. ich mit der Koveb oder den Roten z.B. in die Stadt fahren. Die Attraktivität bei beiden fängt bereits beim Einstieg an. Ein/e Busfahrer*in als personifizierte Unfreundlichkeit u....
 
Service
LESETIPPS
GelesenEmpfohlenKommentiert