Allgemeine Berichte | 30.03.2022, 13:05 Uhr

DKMS Spender aus Mayen lässt sich zum Rettungssanitäter ausbilden, um noch mehr helfen zu können

Nic Haimann ist verliebt ins Lebenretten

Nic Haimann will neben seinem Vollzeitjob noch die ein oder andere gute Tat vollbringen können.  Foto: © Privat
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Mayen. Nic Haimann ist gerade einmal 19 Jahre alt, als er zum ersten Mal die Chance erhält, ein Menschenleben zu retten. Er ist das perfekte Match für eine:n Blutkrebspatient:in irgendwo auf der Welt. Doch seine Stammzellspende soll erst der Anfang sein von einem großen Engagement für das Leben.

„Das Gefühl, ein Leben zu retten, war so wunderschön. Der Gedanke hat mich nicht mehr losgelassen. Ich wollte es unbedingt noch einmal erleben“, sagt er. Und so lässt sich der junge Mann zum Rettungssanitäter ausbilden, um neben seinem Vollzeitjob noch die ein oder andere gute Tat vollbringen zu können. Freizeit hat er nun nahezu keine mehr. Nicht schlimm, sagt er. Helfen zu können gebe ihm einfach ein gutes Gefühl.

Ein „bisschen Angst“ habe er schon gehabt, als er erfuhr, dass seine Stammzellen im Januar 2020 unter Vollnarkose aus dem Knochenmark gewonnen werden sollten, gesteht Nic Haimann im Gespräch mit der DKMS. „Aber Ärzte und Pfleger haben mich gut aufgeklärt und beruhigt, und mein Einsatz war nichts im Vergleich zu dem, was die andere Seite durchmachen musste.“

Schon wenige Tage nach der Knochenmarkentnahme steht sein Entschluss fest: Neben seinem Vollzeitjob als stellvertretender Filialleiter beim Discounter Aldi will der gebürtige Koblenzer etwas tun, bei dem er „wirklich etwas bewirken“ kann.

Sein Arbeitgeber gibt ihm volle Rückendeckung und dreieinhalb Monate unbezahlten Urlaub. Diese Zeit nutzt Haimann, um die Sanitäter-Ausbildung zu absolvieren. Auf sechs Wochen Theorie folgen einige Wochen im Krankenhaus, in der Rettungswache, anschließend dann die staatliche Prüfung. Nun fährt er jede Woche mindestens einmal in seinem Wohnort Mayen einen Stadtrettungswagen. „Immer so, wie der Dienstplan es zulässt“, sagt der heute 21-Jährige. Mal ist es eine Nachtschicht am Wochenende, mal eine Tagschicht, wenn er in seinem Hauptjob frei hat. Zeit für sich findet er dadurch selten. Doch das stört ihn nicht: „Aus meiner Aufgabe im Rettungsdienst ziehe ich viel Kraft für den Alltag. Es ist ein bisschen so, als würde ich einem Hobby nachgehen. Der Job gibt mir ein wahnsinnig gutes Gefühl.“

Falls er doch einmal etwas freie Zeit findet, fährt Nic Haimann gerne Mountainbike – oder spontan nach der Arbeit nach Holland ans Meer. Eines Tages möchte er gerne die Person kennenlernen, die seine Stammzellen erhalten hat. Der Mayener weiß, dass es sich um eine 36-jährige US-Amerikanerin handelt. Im vergangenen Sommer erhielt er eine Nachricht vom Transplantationszentrum, dass es „seiner“ Patientin gut gehe. Nic Haimann hofft, ganz bald noch viel mehr über seine Empfängerin zu erfahren. Über die Frau, deren Schicksal dazu führte, dass er als Lebensretter eine neue Berufung fand.

Pressemitteilung

DKMS

Nic Haimann lässt sich zum Rettungssanitäter ausbilden.  Foto: © Privat

Nic Haimann lässt sich zum Rettungssanitäter ausbilden. Foto: © Privat

Nic Haimann im Einsatz beim Rettungsdienst.  Foto: © Privat

Nic Haimann im Einsatz beim Rettungsdienst. Foto: © Privat

Nic Haimann im „Dienst“ bei Aldi.  Foto: © Privat

Nic Haimann im „Dienst“ bei Aldi. Foto: © Privat

Nic Haimann will neben seinem Vollzeitjob noch die ein oder andere gute Tat vollbringen können. Foto: © Privat

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