Allgemeine Berichte | 13.11.2025

Jugendbeirat zieht Gewinner der Notinsel-Rallye

Notinsel-Aktionstag: Gelebter Kinderschutz in Neuwied

Auch in Neuwied kennzeichnen „Notinsel-Aufkleber“ erste Anlaufstellen für Kinder – hier an der Tourist-Information Neuwied.  Foto: Melanie Lange

Neuwied. Ein verlorener Schlüssel oder eine Angstsituation: Es kann schnell passieren, dass Kinder Hilfe benötigen. Unterstützung finden sie in sogenannten „Notinseln“ – Geschäfte, Banken und Einrichtungen, die mit einem gut erkennbaren Aufkleber des Notinsel-Logos gekennzeichnet sind.

Mitarbeitende dort bieten Schutz und Hilfe, etwa beim Telefonieren, beim Kontakt zu Eltern oder, wenn nötig, zur Polizei. In Neuwied gibt es inzwischen über 30 sichere Orte. Beim Notinsel-Aktionstag des Neuwieder Jugendbeirates konnten Kinder spielerisch lernen, wie und wo sie im Ernstfall Unterstützung finden.

In seiner jüngsten Sitzung hat der Jugendbeirat nun die Gewinnerinnen und Gewinner der Notinsel-Rallye ausgelost. Zu den Hauptpreisen gehören ein Kindergeburtstag bei der Schloss-Tanzschule, Familienkarten für den Zoo und Eintrittsgutscheine für die Deichwelle, das Metropolkino und das Piratenland. Der Jugendbeirat dankt allen Spenderinnen und Spendern der Preise und zieht gleichzeitig ein positives Fazit zum Aktionstag: „Wir freuen uns, dass so viele Kinder mitgemacht haben. Die Notinseln sind ein sichtbares Zeichen dafür, dass sich Kinder in Neuwied sicher fühlen dürfen – und dass Erwachsene hinschauen, wenn jemand Hilfe braucht.“

Die Deutsche Kinderschutzstiftung „Hänsel + Gretel“ hat das Projekt ins Leben gerufen, damit Kinder in schwierigen Situationen jederzeit einen Zufluchtsort finden. In Neuwied hat der Jugendbeirat die Notinseln als Schutznetz für Kinder initiiert und arbeitet seitdem kontinuierlich daran, auf das Projekt aufmerksam zu machen. Über dieses Engagement zeigt sich auch Bürgermeister Peter Jung begeistert: „Ich bin stolz auf unseren Jugendbeirat, der mit den Notinseln eine dauerhafte Struktur geschaffen hat, die Kinder schützt. Das ist gelebter Kinderschutz. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie Kinder- und Jugendbeteiligung in Neuwied wirkt – sie verändert unsere Stadt.“

Grundsätzlich können alle Geschäfte, Banken, Apotheken oder andere öffentliche Einrichtungen zur Notinsel werden. Privatadressen sind dabei ausgeschlossen. Wer Interesse hat, sich an dem Projekt zu beteiligen, kann sich bei Marc Maier, Fachstelle Partizipation, per E-Mail unter mmaier@neuwied.de melden. Unter www.notinsel.de finden Interessierte weitere Informationen. Hier können sie sich auch direkt als Notinsel registrieren.

Pressemitteilung Stadt Neuwied

Auch in Neuwied kennzeichnen „Notinsel-Aufkleber“ erste Anlaufstellen für Kinder – hier an der Tourist-Information Neuwied. Foto: Melanie Lange

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