Allgemeine Berichte | 24.03.2025

Verbandsgemeinderatsitzung Unkel

Rathaus wird grau und bekommt neue Heizung

Im Plan sollte das Rathaus weiß gestrichen werden, die Fläche mit den Querstreifen grau. Nun wird nach Ratsbeschluss alles grau.  Foto: AWI

Unkel. Bei der Sitzung des Verbandsgemeinderates am 20. März spielten Energie und Farbe eine wichtige Rolle. Zuvor wurde jedoch die neue Gefahrenabwehrverordnung einstimmig beschlossen und Ashwini Punoor gab den Tätigkeitsbericht des Beirates für Migration und Integration ab. Danach wurde das Datum der Wahl des Beirates für Migration und Integration festgelegt, diese erfolgt am 21. September 2025.

Digitalisierungs- und Crowdfounding - Unterstützung

Auch ein gemeinsamer Antrag der CDU und FWG zum Thema Digitalisierung wurde besprochen und bei einer Enthaltung ansonsten einstimmig beschlossen. Zum Thema Digitalisierung soll ein Planungsrat, besetzt mit von den Parteien zu benennenden sachkundigen Bürgern, eingerichtet werden. Seine Aufgabe ist es, die Digitalisierung von Verwaltungsabläufen und der Kommunikation mit den Bürgern gemeinsam mit der Verwaltung zu fördern. Es soll halbjährlich über die Arbeit des Planungsrates und die Entwicklung der Digitalisierung in der Verbandsgemeinde Unkel berichtet werden. Als fachkundiger Impulsgeber und Diskussionspartner soll der Planungsrat als beratendes Gremium fungieren und die Verwaltung bei der Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen unterstützen.

Auch einstimmig, ohne Enthaltungen, wurde ein Antrag der SPD beschlossen. Dabei ging es um Unterstützung von Crowdfounding für gemeinnützige Zwecke. Crowdfounding ist das Zusammenfinden von Menschen und deren finanzieller Mittel, um Projekte zu realisieren. Eine Möglichkeit, kommunale Arbeit zu ergänzen, wo deren Mittel nicht ausreichen oder keine zur Verfügung stehen. Beschlossen wurde, dass die Verbandsgemeinde die finanzielle Abwicklung und die Verwaltung von Crowdfounds mit Expertise und Ressourcen unterstützt. Zum Beispiel mit der Erstellung von Spendenquittungen.

Wegen Verschmutzungsgefahr: Fassade lieber grau statt weiß

Einig war sich der Rat, dass das Gerüst, das zur Montage der Photovoltaik-Anlage auf dem Rathausdach – eine von mehreren Bau- und Sanierungsmaßnahmen in 2035/2026 – doppelt genutzt wird. Im Montagezeitraum der PV-Anlage soll nämlich auch die verwitterte Fassade des Rathauses neu gestrichen werden. Dadurch werden 27.000 Euro Kosten für eine sonst erneute Gerüsterstellung gespart. Einig war man sich auch, dass das Rathaus auf der Vorder- und Parkplatzseite auf der neu gestrichenen Fassade den Schriftzug „Verbandsgemeinde Unkel“ in Großbuchstaben mit davor gestellten Wappenbild Unkels erhält. Uneins war man sich über die Fassadenanstrichfarbe. Der ursprüngliche Plan sah in Anlehnung an die Rückseite des alten Rathauses und dem baulichen Zusammenhang mit diesem einen weißen Anstrich vor. Ergänzt mit grauen Flächen. Ein auf den Entwurfsbildern recht modern wirkendes Farbbild-Design. Aufgrund der in der Diskussion geäußerten Befürchtung, dass weiße Flächen rasch verschmutzen könnten, entschloss man sich jedoch mit einer Mehrheit von 14 zu 9 Stimmen für eine durchgehend graue Fassade.

Status derKommunalen Wärmeplanung

Der Statusbericht zur Kommunalen Wärmeplanung, die federführend von der BHAG als Dienstleister mit einer Beratungsfirma durchgeführt wird, war ein zusätzlicher Tagesordnungspunkt. Die Bestandsanalyse ist erfolgt. Hierbei wurde, vereinfacht dargestellt, ermittelt, wo wieviel Energie verbraucht wird und wie sich die Leitungsnetzsituation im Gemeindegebiet darstellt. Die nächsten Punkte sind neben der Öffentlichkeitsinformation noch die vorherige Potenzialanalyse. Dabei wird ermittelt und abgeschätzt, welche Wärmeproduktion und -nutzung im Gemeindegebiet a) theoretisch, b) technisch und c) wirtschaftlich machbar sowie d) letztlich auch unter Berücksichtigung aller weiteren und zusätzlichen Aspekte tatsächlich realisierbar wäre.

Alte Heizung wird ersetzt

Ein weiteres Energiethema war die Heizung im Rathaus. Markus Gräfer vom Fachbereich 2, Infrastruktur und Bau, stellte bei der Erläuterung des Beschlussvorschlages zur Ausschreibung einer neuen Gas-Brennwertkesselanlage noch einmal die kritische Situation der derzeitigen Heizung dar. Diese ist über 30 Jahre alt, Ersatzteile gibt es nicht mehr, sie ist durch Überdimensionierung und schlechtem Nutzungsgrad teuer im Betrieb. Da sie oft im Störbetrieb ist, muss sie durchlaufend betrieben werden, da sonst die Gefahr besteht, dass sie nicht mehr anspringt. Der Einbau einer modernen Gas-Brennwertheizung, die den gesetzlichen Vorgaben von 65% nutzbaren erneuerbaren Energien entspricht, kostet mit allen Nebenleistungen 80.000 Euro. In der Diskussion über eine Wärmepumpe machte die Verwaltung noch einmal deutlich, dass die Stromversorgung für diese nicht bereitgestellt werden kann. Dadurch wären erhebliche Zusatzaufwendungen erforderlich, so dass Kosten von über 500.000 Euro entstünden. Bei einer Enthaltung und 6 Gegenstimmen beschloss der Rat mit 21 Ja-Stimmen, eine Gas-Brennwertheizung zu beschaffen.

Ohne Enthaltungen und Gegenstimmen beschloss der Rat abschließend die Annahme von Spenden in Höhe von 6.672 Euro. Diese fließen zu unterschiedlichen Teilen den Ortsfeuerwehren und dem Bürgerbus zu.

Im Plan sollte das Rathaus weiß gestrichen werden, die Fläche mit den Querstreifen grau. Nun wird nach Ratsbeschluss alles grau. Foto: AWI

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