Allgemeine Berichte | 16.05.2023, 16:00 Uhr

Tierheim und Tierschutzverein Kreis Ahrweiler e.V. (Tierheim Remagen)

Rettung aus großer Höhe und in letzter Sekunde in Wachtberg

Durch den Aufenthalt in der giftigen Glaswolle waren Augen und Nase und Maulhöhle völlig vereitert.  Fotos: Tierheim und Tierschutzverein Kreis Ahrweiler e.V.
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Wachtberg. Am 6. Mai erhielten die Tierschützer des Tierheim und Tierschutzverein Kreis Ahrweiler e.V. einen verzweifelten Anruf aus Werthhoven (Wachtberg). Aufmerksame Anwohner hörten seit zwei Tagen ein lautes, klägliches Schreien von einem Dachboden, der jedoch leider nicht zugängig war. Also gab es nur eine Lösung: Das Dach musste teilweise abgedeckt werden. Ein Team vom Tierheim mit zwei Mitarbeitern und eine sehr hilfsbereite Dachdeckerfirma (Premium Bau UG, Herr Grawe) aus Remagen rückten, im Feierabend am Wochenende, zur Hilfe an.

Bereits seit Tagen hatten die aufmerksamen Bewohner des Hauses immer wieder ein immer schwächer werdendes Mauzen gehört. Die herbeigerufen Feuerwehr konnte leider nicht helfen, so dass die Rettung des kleinen Geschöpfes sich mehr als schwierig gestaltete, da es unter den nicht zugängigen Dachplatten in der Glaswolle saß und weder von der Mutter noch von einem evtl. Geschwisterchen etwas zu sehen war. Trotz mehrfacher Versuche der Tierheimmitarbeiter kam man leider nicht an das immer lauter schreiende Kitten heran.

Nur durch teilweise Abdeckung des Daches durch die Handwerker konnte das Kleine, von den Mitarbeitern des Tierheims aus seinem stacheligen Nest aus giftiger Glaswolle gesichert werden. Der Dachboden wurde sicherheitshalber nach weiteren Kitten abgesucht; jedoch ohne Erfolg. Durch den Aufenthalt in der giftigen Glaswolle waren Augen und Nase und Maulhöhle völlig vereitert.

Die Tierheim-Mitarbeiter haben sofort alles Notwendige veranlasst und zwischenzeitlich per Telefon bereits ein warmes Fläschchen für das Kleine vorbereiten lassen. Ein Wunder, dass das Kitten überhaupt überlebt hat. In dem Alter müssen Kitten von der Mutter alle zwei Stunden mit Nahrung versorgt werden.

Nach der Ankunft im Tierheim wurde es sofort gefüttert und der Bauch massiert, bis es sich lösen konnte. Anschließend wurde es zur Untersuchung in die Tierklinik Anicura nach Mayen gebracht, wo sofort die dringend notwendigen Behandlungen durchgeführt wurden. Um die Fütterung im Zwei-Stunden-Takt sicherzustellen, wird das Kitten von einer Mitarbeiterin mit nach Hause genommen.

Noch ein Hilferuf

Und als wäre das noch nicht alles schlimm genug, kam am nächsten Tag der nächste Hilferuf.

Es schreit das nächste Kitten, diesmal jedoch im schrägen ca. neun bis zehn Meter hohen Fallrohr. Kitten Nummer 2 saß schreiend in der hohen geschlossenen Dachrinne. Die beiden Tierheimmitarbeiter vom Vortag sind wieder los und dieses Mal selbst auf´s Dach geklettert. Die Hilfe eines Dachdeckers wurde dieses Mal nicht benötigt, weil es jetzt in der geschlossenen Dachrinne saß, wo man leider aber auch nicht so richtig herankam. Die Tierheimmitarbeiter mussten sich ganz schön was einfallen lassen, um das Kitten zu sichern. Nach einer zehn Meter langen Rutschpartie konnte der kleine Kater am Ende des Fallrohrs in Empfang genommen werden.

Es war vollkommen unterkühlt und durchnässt. Auch das zweite kleine Kätzchen wurde ebenfalls sofort in die Klinik gebracht und untersucht.

Beide kleinen Zwerge werden jetzt gut umsorgt und dürfen täglich mit nach Hause zu den Mitarbeitern, um regelmäßig gefüttert zu werden.

Die Tierschützer haben erfahren, dass es dort im Ort eine sehr große Katzenpopulation gibt, die größtenteils nicht kastriert sind. Trotz Kastrationspflicht im Rhein-Sieg-Kreis! Der Verein wird alles Nötige in die Wege leiten, um das Leid der Katzen zu mindern, durch Kastration!

Wem eine hilflose Katze auffällt, der soll einfach anrufen! Der Tierheim und Tierschutzverein Kreis Ahrweiler e.V. hilft!

Wer die Kitten Grawi (nach dem helfenden Dachdecker benannt) und Herbert (nach dem Finder benannt) bei den hohen Kosten (Tierarzkosten, Aufzuchtsmilch usw.) unterstützen möchten, kann dies mit einer Spende tun – der Verein ist über jede noch so kleine Spende dankbar!

Verwendungszweck: Kitten Wachtberg; Kreissparkasse Ahrweiler IBAN: DE14 5775 1310 0000 4107 87, BIC: MALADE51AHR; Volksbank RheinAhrEifel, IBAN: DE74 5776 1591 0201 8159 00; BIC: GENODED1BNA; PayPal: spenden@tierheim-remagen.de.

Pressemitteilung des

Tierheim undTierschutzverein Kreis Ahrweiler e.V.

Beide kleinen Zwerge werden jetzt gut umsorgt.

Beide kleinen Zwerge werden jetzt gut umsorgt.

Durch den Aufenthalt in der giftigen Glaswolle waren Augen und Nase und Maulhöhle völlig vereitert. Fotos: Tierheim und Tierschutzverein Kreis Ahrweiler e.V.

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