Allgemeine Berichte | 28.07.2020

Unterwegs mit dem Eifelverein Remagen

Schaurige Burgruine in Remagen

Mit dem gebotenen Abstand auf der Wiese unterhalb der Waldburg.Quelle: Eifelverein Remagen

Koblenz. Fragt man in Remagen nach einer Burgruine im Stadtgebiet, bleiben die meisten die Antwort schuldig. Oder sie verweisen auf den Rolandsbogen. Aber es gibt eine große Burgruine direkt oberhalb der Stadt im Wald und es ist fast unglaublich, wie schnell sie in Vergessenheit geraten konnte. Gemeint ist natürlich die 1898 vom Verschönerungsverein errichtete Waldburg. Sie war das Ziel einer Wanderung des Eifelvereins.

Der Aufstieg erfolgte durch das tief eingeschnittene Lützelbachtal. Am eindrucksvollsten zeigt sich diese kleine, dunkle Schlucht im strömenden Regen. Dann tropft es allerorten von langen Lianen, die von hohen Bäumen herunterhängen, ein geschlossenes Blätterdach lässt nur wenig Licht durch und der ansteigende Weg versinkt im Bach. Alles wirkt dann fast wie in einem tropischen Urwald. Ganz so drastisch erlebten die Remagener Eifelfreunde das Lützelbachtal nicht, denn das Wetter blieb wanderfreundlich.

Oben erreichten die Wanderer bald die gespenstige, versteckt im Wald liegende Ruine der Waldburg. Gebaut wurde sie als Hotel und Ausflugslokal.

Der Glanz der ganzen Anlage lässt sich heute kaum noch erahnen. Die Waldburg war ein touristischer Magnet ersten Ranges. Aus dem Kohlenpott kamen sogar Sonderzüge, um dort oben Betriebsfeste großer Unternehmen zu feiern.

Im Koblenzer Archiv findet sich eine Anfrage an den Bürgermeister von Remagen, ob beim Aufstieg von 800 Mitarbeitern zur Waldburg eine Blasmusik vorneweg den Zug anführen dürfe. Sie durfte. Der Ausblick vom hohen Turm der Waldburg muss phantastisch gewesen sein. Nach turbulenten Kriegs- und Nachkriegszeiten und mehreren Besitzerwechseln war 1970 endgültig Schluss und alles verfällt seitdem. Die Ruinen verraten aber noch, wie ausgedehnt und elegant Säle und Terrassen waren. Das Betreten ist lebensgefährlich und verboten.

Durch den prächtigen Wald ging die Wanderung vorbei am historischen jüdischen Friedhof und weiter auf dem Weg A5. Er bietet ungewohnte, überraschende und hübsche Ausblicke hinab ins Ahrtal zwischen Sinzig und Bad Bodendorf, führt dann um den Reisberg herum und auf halber Höhe abwechslungsreich zurück zum Ausgangspunkt.

Coronabedingt können manche Wanderungen des diesjährigen Wanderplanes des Eifelvereins nicht durchgeführt werden. PKW-Fahrgemeinschafen sind zum Beispiel derzeit nicht möglich. Aber wie die Wanderung zur Waldburg zeigt, bietet auch Remagens unmittelbare Umgebung lohnende und interessante Wanderziele.

Mit dem gebotenen Abstand auf der Wiese unterhalb der Waldburg.Quelle: Eifelverein Remagen

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