Allgemeine Berichte | 12.05.2023, 10:53 Uhr

Wildtiere bringen jetzt ihren Nachwuchs zur Welt und brauchen viel Ruhe.

Schutz von Rehkitzen: Hunde bitte anleinen!

Rehkitz mit Mutter im hohen Gras.  Foto: Werner Dobbermann
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Region. Naturfreunde aufgepasst: Die Brut- und Setzzeit erfordert von Naturbesuchern besondere Rücksicht, denn es gilt das Wild und seinen zu erwartenden Nachwuchs vor Gefahren zu schützen.

Bis Mitte Juli verwandelt sich der Wald und Flur in einen großen Kindergarten für Wildtiere. Sie sind jetzt besonders schutzbedürftig. Tarnen, Täuschen und Alleinsein sind für Wildtierkinder wichtig, um in der Natur zu überleben.

Wildtiere bringen jetzt ihren Nachwuchs zur Welt und brauchen viel Ruhe. Damit die Jungtiere problemlos aufwachsen können, bitten wir alle Erholungssuchende und Hundehalter um Rücksicht und Einhaltung einiger einfacher Verhaltensregeln.

Nur gucken, nicht anfassen

Aufgefundenes Jungwild auf keinen Fall berühren! Scheinbar verwaiste Rehkitze sind meistens gar nicht so hilflos, wie es vielleicht den Anschein hat. Der gut getarnte Nachwuchs wird in den ersten Lebenswochen von den Müttern oft viele Stunden allein gelassen und nur zum Säugen aufgesucht – das ist der beste Schutz vor Fressfeinden. Gesunde Jungtiere werden erst durch Menschengeruch zu hilflosen Waisen. Meist sind die Elterntiere nicht weit und wachen über ihren Nachwuchs.

Hunde anleinen

Wildtiere halten sich besonders gern im Dickicht der Wälder, Knicks und Feldhecken oder im hohen Gras auf. Neugierige Hunde und pflichtbewusste Mutterwildschweine sollten auf Abstand gehalten werden – sonst besteht Verletzungsgefahr!

Vor allem freilaufende Hunde können eine Gefahr für trächtige Tiere und brütende Vögel sowie deren Nachwuchs darstellen. Vierbeiner sollten deshalb in diesen sensiblen Bereichen am besten an die Leine. Über die unterschiedlichen Regelungen informiert das örtliche Ordnungsamt.

Auf den Wegen bleiben

Ob zu Fuß oder auf dem Rad: Bleiben Sie am besten auf den festen Wegen. Dort nehmen Reh, Wildschwein oder Feldhase Menschen nicht als Gefahr wahr.

Wildtier gefunden - was nun?

Naturbesucher werden gebeten vermeintlich verletzte, geschwächte, kranke oder anderweitig gefährdete Wildtiere aus sicherer Entfernung beobachten und im Zweifelsfall einen ortsansässigen Jäger kontaktieren, der den Zustand einschätzen kann, oder die Polizei informieren.

Rehkitz mit Mutter im hohen Gras. Foto: Werner Dobbermann

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