Allgemeine Berichte | 13.10.2017, 16:20 Uhr

Infoveranstaltung der Fachstelle Frühe Hilfen im Elterncafé Löf

Sprachanregungen für die Allerkleinsten

Logopädin Michaela Janotta-Stamm zeigte anhand praktischer Beispiele, wie Eltern ihre Kinder beim Spracherwerb unterstützen können.  privat
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Löf. Kürzlich besuchte Michaela Janotta-Stamm, Logopädin aus Oberfell, die Eltern und Kinder des Elterntreffs in Löf, um sich im intensiven Gespräch mit den Eltern auszutauschen, wie sie ihre Kinder beim Erwerb der Sprache begleiten und schon den Allerkleinsten Sprachanregungen geben können.

Kinder lernen von sich aus zu sprechen und eignen sich ihre sprachlichen Fähigkeiten aus eigenem Antrieb an. Dabei sind die Phasen der Sprachentwicklung und ihre Abfolge vermutlich bei allen Kindern gleich. Es ist von Kind zu Kind aber ganz verschieden, in welchem Alter es zu sprechen beginnt, wie schnell es seinen Wortschatz erweitert, Wörter richtig ausspricht und wann es wie gut Sätze bildet.

Wie die Referentin erklärte, baut der Spracherwerb auf vielfältigen Sinneserfahrungen auf. Michaela Janotta-Stamm: „Damit Ihr Kind gut sprechen lernen kann, muss es gut hören können. Sie sollten also hin und wieder bewusst darauf achten, wie gut Ihr Kind hört und auf Geräusche reagiert.“ Besonders gemeinsame Lausch- und Horchspiele sind dazu bestens geeignet. Die Logopädin stellte einige praktische Beispiele und Ideen vor, wie Eltern das genaue Zuhören und die Hörfähigkeit bei ihren kleinen Kindern unterstützen können.

Doch auch andere Sinneswahrnehmungen wie das Sehen, das Spüren von Berührungen, der Tastsinn und Bewegungen, das Riechen und Schmecken sind für die sprachliche Entwicklung von Bedeutung.

Auch das Schauen von altersgerechten Bilderbüchern, die bereits bei kleinen Kindern sehr beliebt sind, fördert die kindliche Sprachkompetenz.

Ist das Kind in der Lage, Dinge zu benennen, können die Erwachsenen dazu weitere Geschichten erfinden, um den Wortschatz des Kindes zu erweitern. „Wichtig ist es, mit Freude dabei zu sein“, so die Logopädin. Und sie stellte einige Bilderbücher und erste Spiele vor, um die Sprachentwicklung der Allerkleinsten zu begleiten.

Auch das Singen von einfachen Liedern, das Spielen von Fingerspielen und Reimen unterstützt die Kinder beim Erlernen der Sprache. Ebenso helfen Alltagssituationen wie das An- und Ausziehen, das Essen, das gemeinsame Spielen und Spazieren, Situationen, die zum Spracherwerb und Spiel mit Sprache genutzt werden können, indem Eltern ihre Handlungen sprachlich begleiten, erklärte Michaela Janotta-Stamm: „Denn Sprechen lernt man durchs Sprechen! Die ersten Wörter sind für alle Kinder ein Riesenschritt. Dann merken sie, was man mit Wörtern alles anstellen kann.“

Christa Fröhlich von der Fachstelle Frühe Hilfen im Landkreis Mayen-Koblenz, Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V., die diesen Vormittag in Kooperation mit der Kindertagesstätte Löf und der Katholischen Familienbildungsstätte Mayen anbot, bedankte sich bei Logopädin Michaela Janotta-Stamm für die gelungene Infoveranstaltung.

Logopädin Michaela Janotta-Stamm zeigte anhand praktischer Beispiele, wie Eltern ihre Kinder beim Spracherwerb unterstützen können. Foto: privat

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