Allgemeine Berichte | 09.06.2019, 16:56 Uhr

Berufsfeld Geodäsie - ein Geheimtipp, wenn es um die Ausbildungs- und Berufswahl geht

„Tag der Geodäsie“ in Koblenz und Kusel

Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums auf dem Asterstein in 3D, aufgenommen per Laserscan mit Perspektive.Fotos: privat
115

Koblenz. Was ist „Geodäsie“ eigentlich genau? Diese Frage beantworteten am bundesweiten Tag der Geodäsie Experten rund 250 Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums auf dem Asterstein in Koblenz und des Siebenpfeiffer-Gymnasium Kusel direkt vor Ort in der Schule.

Geodäsie ist überall zu finden. Ob GPS, autonomes Fahren, Virtual Reality, Klimawandel, überall sind Geodäten gefragt. Das Berufsfeld der Geodäsie ist spannend, modern, bietet ein breites Aufgabenspektrum und sehr gute Zukunftsperspektiven, ist aber nur wenigen bekannt. Grund genug, um das Berufsbild Geodäsie gezielt Schülerinnen und Schülern vorzustellen.

Diese Chance nutzten einige Institutionen in Rheinland-Pfalz. Denn dass der Berufsnachwuchs eine große Bedeutung in der Geodäsie hat, darüber sind sich alle einig. So waren das Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation in Kooperation mit dem Amt für Stadtvermessung und Bodenmanagement und dem Vermessungsbüro Manfred Buchholz in Koblenz vor Ort. In Kusel war das Vermessungs- und Katasteramt Westpfalz zusammen mit der Ingenieurgesellschaft Werny + Partner und dem Vermessungsbüro Strauß & Christoffel im Einsatz. Rund 250 Schülerinnen und Schülern wurden Fragen rund um die Geodäsie beantwortet! Wo bin ich? Wie sieht meine Schule von oben aus? Wie funktioniert die Vermessung mit einer Drohne? 3D-Scanning - Wie wird aus einer Punktwolke ein 3D-Gebäudemodell? Und wie wird man eigentlich Geodät/in?

Dabei zogen sie alle Register ihres Metiers, um Geodäsie erlebbar zu machen. Per Laserscanner wurden Schülergruppen und die Schulen selbst in 3D erfasst, kreative Klassenfotos wurden aus der Luft mittels einer Vermessungs-Drohne geschossen und damit die bildbasierte Vermessung vorgestellt. Aber auch klassische Messmethoden mittels Tachymeter standen auf dem Programm. Hier wurde zum Beispiel die „amtliche“ Körpergröße der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ermittelt. Und die Schülerinnen und Schüler konnten durch Abschreiten schätzen, wie lang der 16er auf einem Sportplatz ist und mit den exakten Ergebnissen vergleichen.

Die Praxis stand dabei immer im Vordergrund, auch wenn die Experten vorab kurz die Theorie einführten. Alle Fragen wurden ganz geodätisch mit Spaß und Präzision beantwortet.

Für Schüler und Lehrerschaft war es wohl ein echtes Aha-Erlebnis. Sie waren erstaunt, wie vielfältig und modern das Aufgabenspektrum von Geodäten ist. So sind Geodäten als Beamte oder Angestellten in der öffentlichen Verwaltung, als Freiberufler in Ingenieurbüros, bei Infrastrukturdienstleistern wie Versorgern, in Banken und Industrieunternehmen und nicht zuletzt in Forschung und Entwicklung tätig.

Das Interesse an weiteren Veranstaltungen mit Informationen zum Berufsbild Geodäsie ist geweckt. Wer weiß, vielleicht schlägt eine oder einer der Schülerinnen und Schüler diesen Berufsweg ein, um eine gefragte Geodätin oder ein gefragter Geodät von morgen zu werden.

Klasse 9 C des Siebenpfeiffer-Gymnasiums Kusel, Luftaufnahme mittels Vermessungs-Drohne.

Klasse 9 C des Siebenpfeiffer-Gymnasiums Kusel, Luftaufnahme mittels Vermessungs-Drohne.

Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums auf dem Asterstein in 3D, aufgenommen per Laserscan mit Perspektive.Fotos: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Die neue Brücke in der Beckenkampstraße, die über die darunterliegende Bahnstrecke führt, ist seit wenigen Tagen für den Fuß- und Radverkehr freigegeben.
30

Die Fuß- und Radwegebrücke in der Beckenkampstraße im Koblenzer Stadtteil Horchheim wurde kürzlich nach einem umfangreichen Neubauprojekt wiedereröffnet. Die ursprüngliche Bogenbrücke aus dem Jahr 1914 war im Herbst 2022 abgerissen worden, um Platz für den modernen Ersatzbau zu schaffen. Während der Bauphase mussten technische Anpassungen vorgenommen werden, die den Zeitplan beeinflussten und die Nutzung der Bahnsperrpausen veränderten.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Monatliche Anzeige
Imageanzeige
Martinsmarkt
Kleiderstube
Traueranzeige Wolfgang Kruft
Imageanzeige Dauerauftrag 11/2025
Anzeige Stellensuche Rezeption
Weitere Artikel
Links: Straßenschild Rheinstraße, Mitte: Nostalgisches Bild der Rheinstraße/Vater Rhein (vom Stadtmuseum Andernach), Rechts: Frau Grafen heute
858

Andernach. Wenn Christina Grafen von ihrer Zeit in der Andernacher Rheinstraße erzählt, klingt es fast so, als würde man für einen Moment die Musik von damals wieder hören. Tanzflächen voller Menschen, mehrere Theken, an denen die Getränke ausgeschenkt wurden, ausgelassene Stimmung und mittendrin sie – meistens hinter dem Tresen, wo es selten ruhig zuging.

Von Dilara Köksal aus Andernach

Weiterlesen

v.l.n.r.: Daniel Phiesel, Christel Engeland, Stefan Raetz, Marcel Richter, Martin Warkentin
314

Rheinbach. Die Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ hat auch für 2027 wieder einen Rheinbach-Kalender herausgebracht. Die Vorstände Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel und Marcel Richter: „Der Bildkalender erfreut sich auch in der 13. Auflage großer Beliebtheit und zeigt wieder interessante Rheinbacher Motive.“ Mit Martin Warkentin hat die Bürgerstiftung erneut einen jungen Fotografen aus Rheinbach gefunden, der mit einem eigenen Blick auf die Rheinbacher Motive schaut.

Von Stefan Raetz aus Rheinbach

Weiterlesen

Karate Dojo Kitai Dieblich
200

Dieblich. Am 25. Oktober 2026 stand beim Karate Dojo Kitai aus Dieblich nicht nur der Sport im Mittelpunkt, sondern vor allem der gute Zweck. Unter dem Motto „100 Kata“ stellten sich rund 50 bis 60 Kinder, Jugendliche und Erwachsene einer besonderen sportlichen Herausforderung. Gleichzeitig wurden Spenden für einen guten Zweck gesammelt.

Von Jens Mentges aus Koblenz

Weiterlesen