Stopp von Tiervermittlung in deutschen Tierheimen

Tiere gehören nicht unter den Weihnachtsbaum

Tiere gehören nicht unter den Weihnachtsbaum

Werden Tiere zu Weihnachten unüberlegt verschenkt, landen sie später häufig im Tierheim oder werden im schlimmsten Fall sogar ausgesetzt. Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

13.12.2019 - 13:03

Bonn. Alle Jahre wieder werden Tiere zu Weihnachten unüberlegt verschenkt – und landen über kurz oder lang im Tierheim oder auf der Straße. Viele Tierheime haben deshalb nun zur Weihnachtszeit die Vermittlung gestoppt. Der Deutsche Tierschutzbund stellt klar: Tiere sind keine Geschenke. Wer seinen Liebsten verantwortungsbewusst eine tierische Freude machen möchte, trifft mit einem Gutschein für einen Tierheimbesuch, einer Tier-Patenschaft oder Ratgeberlektüre klar die bessere Wahl. „Tierheime schauen natürlich das ganze Jahr über bei der Vermittlung genau hin, um sicherzugehen, dass das Tier zu den richtigen Menschen und in ein „Zuhause für immer“ einzieht. Vermittlungsstopps vor Weihnachten sind aber trotzdem ein wichtiges Signal: Ein Tier ist ein Lebewesen - keine Sache, die wie ein Spielzeug oder ein Kleidungsstück auf einem Wunschzettel abgehakt und im Zweifel gar umgetauscht werden kann“, sagt Miriam Holbach, Referentin für Tierheime beim Deutschen Tierschutzbund. Von Spontan- und Überraschungskäufen rät sie deshalb dringend ab: „Die Entscheidung für ein Tier sollte immer nur gut informiert und durchdacht getroffen werden, in Rücksprache mit allen Beteiligten.“


Nach den Feiertagen, aber oft auch erst im Laufe des neuen Jahres werden viele unüberlegt verschenkte Tiere in den Tierheimen des Deutschen Tierschutzbundes abgegeben. Die Gründe sind vielfältig: Unerwartete Kosten oder die bis dahin unbekannten Ansprüche des Tieres lassen die Freude über ein neues Familienmitglied teils schnell vergehen. Oft bemerken Eltern auch erst zu spät, dass ein Großteil der Versorgung – das Füttern, das Säubern des Geheges oder das Gassi gehen – nicht von den Kindern übernommen werden kann und an ihnen hängen bleibt. Hinzu kommen spätestens im Sommer die Urlaubspläne, bei denen das Tier dann vielfach im Weg steht.


Tierische Alternativen für die Festtage


Auch wenn die Entscheidung gut überlegt ist, ist das Weihnachtsfest mit all seinem Trubel kein idealer Zeitpunkt für den Einzug eines tierischen Mitbewohners, so der Deutsche Tierschutzbund. Stellvertretend bietet sich gute Ratgeberlektüre zur Vorbereitung oder geeignetes Zubehör an. Eine tolle Alternative kann auch ein Gutschein für einen gemeinsamen Tierheimbesuch im neuen Jahr sein, an dem die erfahrenen Mitarbeiter*innen dann helfen können, das passende Tier zu finden. So kann Kindern von Anfang an ein verantwortungsbewusster Umgang mit dem zukünftigen tierischen Gefährten vermittelt werden. Tierfreunde, die aus guten Gründen den Wunsch nach einem Tier ausschlagen müssen, können alternativ auch Tierpatenschaften oder eine Mitgliedschaft im Deutschen Tierschutzbund verschenken, um ganz unmittelbar die wertvolle Arbeit der Tierheime zu unterstützen.

Pressemitteilung Deutscher Tierschutzbund e.V.

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Kommentare
Gabriele Friedrich:
Na ja, eben "Gaga" sonst nix. Kann mir nicht vorstellen, das die Frau das ernst gemeint hat. Vielleicht hat sie schon Alzheimer und das bedeutet auch "Altersbosheit"- da kann sie nicht mal was für-aber man muß auch nicht mit dem Hammer dran. Da hätte man vielleicht besser einen Arzt gerufen. Angriff...
Gabriele Friedrich:
[ Zitat ] .... auf dem frei zugänglichen, unbefestigten Parkplatzgelände eines Autohauses ....[ Zitat Ende ] Das schadet euch gar nichts ! Selber schuld- wie kann man denn? *Mitsubishi...PAH ! Mercedes wär das nicht passiert. Versicherungsprämie wird höher- das ist doch wohl klar. Ihr rafft...
Gabriele Friedrich:
Kann ja mal einer in Mayen anrufen, die raffen das da nicht, das es hier auch so einen Bus braucht- auch kleiner. Muss ja nicht so ein Riesending sein. Mobiler Impfdienst- muss hier hin. Mayen ist rückständig und ich bin da stinksauer drüber. ...
 

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