Allgemeine Berichte | 28.12.2018, 08:11 Uhr

Tipps der Polizei zum sicheren Umgang mit Silvesterfeuerwerk

Unbeschadet ins neue Jahr

Beschlagnahmtes Feuerwerk der Polizei. Foto: Archiv/LKA
32

Mainz. So wie der Tannenbaum an Weihnachten, gehört für viele das Silvesterfeuerwerk zum Jahreswechsel dazu. Allerdings sollten Sie auf selbstgebastelte oder für den deutschen Markt nicht zugelassene Feuerwerkskörper verzichten. „In Deutschland müssen generell alle pyrotechnischen Gegenstände geprüft und zugelassen sein. Die Zulassung wird durch das CE-Kennzeichen und die dazugehörige Identifikationsnummer dokumentiert. Fehlen diese, sollte man von einem Kauf oder einer Verwendung absehen“, erklärt LKA-Sprengstoffexperte Udo Jastrzembsky. Nicht nur, weil es strafbar ist sondern weil es für Sie und andere lebensgefährlich sein kann. Leider kommt es auch immer wieder zu schweren und schwersten Verletzungen, weil Feuerwerkskörper einfach nicht sachgemäß verwendet werden. Illegale und damit gefährliche Pyrotechnik enthält in der Regel einen sogenannten Knallsatz, der bei der Reaktion eine Explosionsenergie entwickelt, die mit gewerblichem Sprengstoff vergleichbar ist. Daher können selbst kleine Mengen zu einer erheblichen Verletzung führen. Weitere Gefahren entstehen durch Abdichtungsmaterialien, die Splitter bilden können. Nicht ohne Grund sind diese lebensgefährlichen Feuerwerkskörper in Deutschland verboten. Und auch selbstgebastelte Böller sind ein großes Risiko. Wer damit erwischt wird, dem droht eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. Ein Informationsblatt der Polizei erläutert, wo Käufer in Deutschland zugelassene Böller erwerben und woran sie diese erkennen können. Zudem erhalten Feiernde wichtige Tipps zum sicheren Abbrennen vor Knallern und erfahren, wo das Zünden von Feuerwerkskörpern nicht erlaubt ist. Das Informationsblatt steht gleich in vier Sprachen - Deutsch, Englisch, Französisch und Arabisch - zum Download bereit: http://www.polizei-beratung.de/medienangebot/detail/225-umgang-mit-silvesterfeuerwerk/

Tipps der Polizei zum sicheren Nutzen von Feuerwerkskörpern in Kürze:

  • Silvesterfeuerwerk nur in regulären Geschäften, z.B. Supermärkten, kaufen
  • Zugelassene Böller sind bei ordnungsgemäßem Gebrauch handhabungssicher, deshalb: Gebrauchsanleitung aufmerksam lesen und diese konsequent einhalten
  • Nur Feuerwerkskörper verwenden, die optisch keine Mängel erkennen lassen. Fehlgezündete Feuerwerkskörper und Blindgänger nicht wieder anzünden, sondern entsorgen
  • Feuerwerkskörper nur auf ebenen und freien Flächen abbrennen
  • Immer einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu Personen und Gebäuden einhalten
  • Sind an Feuerwerkskörpern Hilfsmittel zum sicheren Stand (z.B. Klappfüße) vorhanden, diese unbedingt nutzen
  • Zum Abschuss von Raketen geeignete „Rampen“ (z.B. schwere Flaschen) verwenden
  • Äste, Balkone oder andere Hindernisse dürfen nicht in der Flugbahn der Feuerwerkskörper sein
  • Das Abbrennen von Feuerwerk in geschlossenen Räumen ist streng verboten
  • Funktioniert das Feuerwerk nicht, mindestens 15 Minuten warten und sich in dieser Zeit nicht nähern. Danach kann das Feuerwerk zum Beispiel in einen mit Wasser gefüllten Eimer gelegt und anschließend im Hausmüll entsorgt werden
  • Beachten Sie auch unter Umständen vorhandene, örtliche Verbote und Einschränkungen

Pressemitteilung Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz

Beschlagnahmtes Feuerwerk der Polizei. Foto: Archiv/LKA

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Wir helfen im Trauerfall Vorsorge
Daueranzeige 2026
Wir helfen im Trauerfall
 Bestellung Nr.: 4300003040-W100-606 / Anzeige Heizung Fokus Q3
Kokubu - 14.01.27
Jahreskampagne 6. Anzeige - Herbstvergnügen
Anzeige Herbstbunt
Empfohlene Artikel
Symbolbild A1. Foto: Pixabay.com
102

Region. Wie soll die A1 künftig durch die Eifel verlaufen? Welche Bereiche sind von der Planung betroffen und welche Maßnahmen sind zum Schutz von Natur und Umwelt vorgesehen? Antworten auf diese und weitere Fragen bietet der neue digitale Projektatlas zum A1-Lückenschluss. Die Niederlassung Rheinland der Autobahn GmbH hat die interaktive Anwendung für den geplanten Südabschnitt zwischen Adenau und Kelberg veröffentlicht.

Weiterlesen

Die Verantwortlichen des Andernacher Karnevals trafen sich zum Pressegespräch.Fotos: WAMFO.DE
192

Andernach. Zu einer Pressekonferenz hatte der Andernacher Festausschuss eingeladen, um das geplante Programm für die Karnevalssession 2026/2027 vorzustellen. Zum ersten Mal begrüßte Andreas Karbach die Anwesenden als Festausschusspräsident. Dabei dankte er insbesondere für die gute Zusammenarbeit in der vergangenen Kampagne.

Weiterlesen

17

Rheinbach. Die Stadt Rheinbach erhält weitere finanzielle Unterstützung für den Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe vom Juli 2021. Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, überreicht Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel den Förderbescheid zum ersten Änderungsantrag des städtischen Wiederaufbauplans. Mit zusätzlichen Fördermitteln in...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Hier entsteht das neue Twin. Foto: ROB
607

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Neubau des nach der Flut abgerissenen Hallen- und Freizeitbades Twin in Bad Neuenahr nimmt zumindest so langsam Fahrt auf. Der Stadtrat hat im September ein auf solche Vorhaben spezialisiertes Projektsteuerungsbüro beauftragt. Die Antragstellung für die zugesagte Landes- und Bundesförderung ist weit vorangeschritten. Der Sportstättenausschuss und der Sportstättenbeirat...

Weiterlesen

Symbolbild
1673

Koblenz. Am Vormittag gegen 11:00 Uhr wurde der Integrierten Leitstelle Koblenz eine Rauchentwicklung in der Chlodwigstraße in der südlichen Vorstadt gemeldet. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich die Meldung: In einer Dachgeschosswohnung des Gebäudes war ein Feuer ausgebrochen.

Weiterlesen