Allgemeine Berichte | 15.12.2023

Unbeschwerte Festtage - auch mit Katzen

Katzen im Weihnachtsbaum: Das sieht süß aus, kann aber für die Tiere gefährlich sein.  Foto: pixabay.com

Region. Zum Jahreswechsel sind auch unsere Stubentiger im Dauerstress: viele Menschen, ungewohnte Tagesabläufe, Hektik in der Küche - und überall im Haus lauern reichlich Gefahren. Hier einige Tipps vom Katzenschutzverein Bad-Neuenahr-Ahrweiler 1978 e.V.:

Gegen Überforderung hilft ein sicherer Rückzugsort. Mit Futter, Wasser und Klöchen versorgt, kann die Katze bei offener Tür selbst entscheiden, wo sie sich aufhalten möchte.

Weihnachtsbäume bergen einige Gefahren: Kiefern sind giftig. Verschluckte Baumnadeln können zu Magen-Darm-Perforationen führen und beinhalten ein ätherisches Öl, das zu Erbrechen/Durchfall bis hin zur Vergiftung führen kann. Und viele Bäume sind gespritzt. Am Boden liegende Nadeln daher bitte rasch aufheben und verhindern, dass Baumwasser getrunken wird.

Stellen Sie den Baum nicht bei Möbeln auf, die als Sprungbrett dienen können, und sichern Sie ihn, damit er bei Kletterversuchen nicht umfallen kann. Auch wenn immer wieder Videos zu sehen sind, wie niedliche Kätzchen mit glitzerndem Weihnachtsschmuck spielen: das ist verantwortungslos und höchst gefährlich. Eine Christbaumkugel zerbricht leicht, feines Glas oder Metallhaken können sich in Pfoten oder Fell festsetzen, Schnittwunden verursachen oder beim Putzen in den Magen-/Darmtrakt gelangen. Ganz problematisch ist Lametta. Wenn die Katze darauf herum kaut, kann sie sich an den scharfen Kanten leicht verletzen. Ob Glaskugel, Lametta oder Geschenkband: die Gefahr innerer Blutungen ist groß. „Am besten Sie weichen auf feste Plastik oder natürlichen Baumschmuck wie Holzfiguren, Strohsterne, Äpfel, Tannenzapfen etc. aus“, rät Anita Andres, 1.Vorsitzende des Vereins. Giftig für Katzen sind leider auch Weihnachtssterne, Mistel- und Stechpalmzweige, Christrosen und Amaryllis.

Wenn Sie auf echte Kerzen nicht verzichten wollen: Am besten den Stubentiger in einen anderen Raum bringen, Löschwasser bereitstellen und Baum und Tier nicht aus den Augen lassen. Manche Katzen knabbern gern an Kabeln – daher müssen Sie bei Lichterketten auf eine versteckte Kabelführung achten.

Aber auch viele weihnachtliche Leckereien, z.B. Schokolade, haben nichts im Magen von Mieze zu suchen. Der in der Kakaobohne enthaltene Stoff Theobromin führt bei Katzen bereits in geringen Mengen zu Vergiftungen bis hin zum Tode. Lassen Sie Schokolade nicht offen herumliegen. Alkohol können unsere Fellnasen gar nicht abbauen, eine Kirschpraline kann fatale Folgen haben.

Mit einem kleinen Stück Gänsebraten können Sie ihrem Stubentiger aber gern verwöhnen, bitte waschen Sie vorher ggf. die Gewürze ab und entfernen Sie die Haut und alle Knochen. Geflügelknochen sind Röhrenknochen und splittern leicht.

Silvesterfeuerwerk löst bei den meisten Tieren extremen Stress aus. Sorgen Sie dafür, dass Freigänger am Silvestertag sicher im Haus eingesperrt sind. Die Gefahr, dass die Katze verletzt wird, einen Schock erleidet, panisch losrennt und nicht mehr zurück findet ist groß. Schaffen Sie ihr einen ruhigen Rückzugsort, aber - wenn möglich - sperren Sie das Tier nicht allein in einen Raum, sondern lassen sie zu, dass das Tier in ihrer Nähe Sicherheit sucht.

Der Verein freut sich über jede Art von Hilfe – sei es Futter-Spenden oder eine kleine finanzielle Aufmerksamkeit – Spendenbescheinigungen können ausgestellt werden – unter IBAN: DE 27 5775 1310 0000 8154 31 Kreissparkasse Ahrweiler. Weitere Infos unter www.katzenschutz-aw.de.

BA

Katzen im Weihnachtsbaum: Das sieht süß aus, kann aber für die Tiere gefährlich sein. Foto: pixabay.com

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