Allgemeine Berichte | 27.03.2025

Ein einfacher Tipp kann Leben retten

Unterschätzte Gefahr: Wie Mähroboter Igel das Leben kosten

Foto: Matthias Overmann

Rhein-Sieg-Kreis. Mit dem Frühling beginnt auch die Rasenpflege in privaten Gärten. Viele Gartenbesitzer setzen dabei auf Mähroboter, die das Mähen der Grünflächen übernehmen. Während diese Geräte für Menschen eine bequeme Erleichterung darstellen, sind sie für zahlreiche Kleintiere eine tödliche Bedrohung.

Besonders gefährdet sind Igel. Die nachtaktiven Tiere durchstreifen auf der Suche nach Nahrung Gärten und Parks. Ihr natürlicher Schutzmechanismus – sich bei Gefahr zu einer stacheligen Kugel einzurollen – ist gegen Mähroboter wirkungslos. Die scharfen Klingen der Geräte fügen ihnen schwere Verletzungen zu oder töten sie sofort. Neben Igeln sind auch andere kleine Wildtiere wie Blindschleichen, Frösche und Molche betroffen.

Jörg Bambeck, Leiter des Amtes für Umwelt- und Naturschutz des Rhein-Sieg-Kreises, appelliert daher an Gartenbesitzer: „Ich kann nur an alle Besitzerinnen und Besitzer eines Mähroboters appellieren, diesen ausschließlich tagsüber in Betrieb zu nehmen, um unsere nachtaktiven Igel zu schützen. Die Roboter sollten dabei etwa eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang ausgeschaltet beziehungsweise erst eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang wieder eingeschaltet werden!“

Die Igelbestände sind in den vergangenen Jahren durch das Insektensterben und den damit verbundenen Nahrungsmangel bereits stark zurückgegangen. Um weitere Gefahren zu minimieren, sollten Gartenbesitzer Mähroboter nur zu geeigneten Zeiten einsetzen.

Weitere Informationen zum Thema „Garten und Igel“ gibt es beim Naturschutztelefon des Rhein-Sieg-Kreises unter Tel. 02241 13 3900.

BA

Foto: Matthias Overmann

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