Allgemeine Berichte | 04.07.2022, 16:30 Uhr

Staatsanwaltschaft hat Anklage erhoben

Verdacht des Diebstahls bei der Spielbank Bad Neuenahr-Ahrweiler

Symbolbild  Quelle: pixabay.com

Bad Neuenahr-Ahrweiler.Die Staatsanwaltschaft hat im Zusammenhang mit der Entwendung von Jetons aus der hochwassergeschädigten Spielbank Bad Neuenahr-Ahrweiler Anklage zum Schöffengericht beim Amtsgericht Bad Neuenahr-Ahrweiler erhoben.

Angeklagt sind insgesamt vier Männer aus Bonn und eine Frau aus Remagen im Alter von 33 bis 37 Jahren (die Angaben zum Alter der seinerzeit drei Beschuldigten in der Erstmitteilung vom 26. Juli 2021 beruhten auf einem Schreibversehen).

Einem 34jährigen deutschen Staatsangehörigen und einem gleichaltrigen türkischen Staatsangehörigen wird zur Last gelegt, am 18. Juli 2021 die schwere Beschädigung der Spielbank durch die Flutkatastrophe ausgenutzt und dort nach dem Aufbrechen eines Behältnisses im Kassenbereich Jetons im Gesamtwert von 125.500 Euro entwendet zu haben. Ihnen wird gemeinschaftlicher Diebstahl in einem besonders schweren Fall vorgeworfen.

Den drei weiteren Angeschuldigten liegt der Vorwurf der Hehlerei zur Last.

Einer 33jährigen Frau und einem 37jährigen Mann, die beide deutsche Staatsangehörige sind, wird vorgeworfen, von den des Diebstahls verdächtigen Männern kurz nach der Tat jeweils einen Jeton im Wert von 5.000 Euro aus der Beute erlangt zu haben, wobei sie zumindest billigend in Kauf genommen haben sollen, dass die Jetons aus einer Straftat herrührten.

Einem 34jährigen Mann, der über die deutsche und die italienische Staatsangehörigkeit verfügt, wird zur Last gelegt, am 22. Juli 2021 in Absprache mit den beiden des Diebstahls verdächtigen Männern Jetons im Wert von über 15.000 Euro beim Ring Casino am Nürburgring vorgelegt zu haben, um diese in Bargeld umzutauschen. Dabei soll er ebenfalls zumindest billigend in Kauf genommen haben, dass die Jetons aus einer Straftat stammten.

Die über den Diebstahl aus der Spielbank in Bad Neuenahr-Ahrweiler unterrichteten Mitarbeiter des Casinos hielten die Männer hin und verständigten die Polizei, die die drei Angeschuldigten vorläufig festnahm.

Die gegen die drei Männer am 23. Juli 2021 bzw. 24. September 2021 wegen des Vorwurfs des gemeinschaftlichen Diebstahls im besonders schweren Fall erlassenen Haftbefehle sind zwischenzeitlich - hinsichtlich des nun wegen Hehlerei angeklagten Mannes -aufgehoben bzw. - hinsichtlich der beiden weiterhin des Diebstahls im besonders schweren Fall angeklagten Männer - gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt worden.Pressemitteilung

Staatsanwaltschaft Koblenz

Symbolbild Quelle: pixabay.com

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Monatliche Anzeige
Imageanzeige
Rheinbacher Ausbildungsmesse
Magazin "Rheinbacher Ausbildungsmesse"
Magazin Rheinbacher Ausbildungsmesse
Magazin Rheinbacher Ausbildungsmesse
Messezeitung Rheinbacher Ausbildungsmesse
Pellenzer Ausbildungsmesse ,Ausbildung kaufmännisch
Empfohlene Artikel
Die Ahr in Kreuzberg im Sommer 2026. Foto: ROB
139

Kreis Ahrweiler. Bundeskanzler Friedrich Merz hat schriftlich auf den gemeinsamen Brief der Landkreise Euskirchen, Vulkaneifel und Ahrweiler zur Finanzierung der Hochwasserrückhaltebecken aus Mitteln des Aufbauhilfefonds (siehe gemeinsame Pressemeldung vom 17. Juni 2026) geantwortet. In seinem Antwortschreiben werden verschiedene Gründe angeführt, aus denen die vom den Kreisen vorgeschlagene Verwendung der Mittel des Wiederaufbaufonds aus Sicht des Bundes nicht möglich sei.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Landrätin Cornelia Weigand. Foto: privat
850

Verwunderung im Ahrtal über das Schreiben von Bundeskanzler Merz.

Rückhaltebecken-Finanzierung: Landrätin Weigand ist enttäuscht

Kreis Ahrweiler. Bundeskanzler Friedrich Merz hat schriftlich auf den gemeinsamen Brief der Landkreise Euskirchen, Vulkaneifel und Ahrweiler in Bezug auf die Finanzierung der Hochwasserrückhaltebecken aus dem Aufbauhilfefonds (siehe gemeinsame Pressemeldung vom 17. Juni 2026) geantwortet. Darin werden unterschiedliche Gründe angesprochen, warum aus Sicht des Bundes die seitens der Kreise vorgeschlagene Verwendung der Mittel nicht möglich sei.

Weiterlesen

Die Flut hat 2021 in weiten Teilen des Ahrtals erhebliche Schäden verursacht.
2041

Hochwasserschutz falle in die Zuständigkeit der Länder

Neue Rückhaltebecken im Ahrtal dürfen nicht durch den Aufbaufond finanziert werden

Kreis Ahrweiler. Mithilfe des Aufbaufonds wollte die Landrätin des Kreises Ahrweiler, Conelia Weigand (parteilos) den Bau neuer Rückhaltebecken im Ahrtal finanzieren. Dafür hatte sie sich gemeinsam mit zwei weiteren Landkreisen stark gemacht. Nun erhielt sie die Absage der Bundesregierung für ihr Vorhaben, wie SWR und Rhein-Zeitung berichten. Das Sondervermögen sei für den Wiederaufbau gedacht.

Weiterlesen

Symbolbild.
2699

Staatsanwaltschaft lobt Belohnung in Höhe von 7.500 Euro aus

Kindesmissbrauch in Oberdürenbach: Fall wird Gegenstand von „Aktenzeichen XY“

Oberdürenbach. Am Nachmittag des 21. Juni 2025 hielt sich ein siebenjähriges Mädchen auf einer Geburtstagsfeier am Sportplatz in Oberdürenbach, in der Verbandsgemeinde Brohltal, auf. Während eines kurzen Moments, als das Kind die Feier verließ, begegnete es auf einem angrenzenden Feldweg einem bislang unbekannten Mann. Dieser forderte das Mädchen auf, ihm zu folgen, und führte es zu einem nahegelegenen Pferdeunterstand.

Weiterlesen