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Neue Hinweise zum „Lager Rebstock“ in Dernau

Was geschah mit Zwangsarbeitern aus Amersfoort im Ahrtal?

21.05.2019 - 13:56

Dernau. Böse Geschichten wurden in den vergangenen Jahren kolportiert. So hieß es, dass mehrere Hundert holländische jüdische Zwangsarbeiter aus dem Lager Amersfoort in Dernau unter schlimmsten Arbeitsbedingungen schikaniert und alle von ihnen umgebracht worden oder umgekommen seien. Mit diesen Worten wurde ein als Zeuge vernommener gefangener französischer Arzt, der einige der Häftlinge untersucht hatte, zitiert. Auch die Stelle, wo die Zwangsarbeiter wohl vergraben worden seien, sei bekannt: in einem kleinen Waldstück oberhalb von Dernau. Ein paar Steine mit hebräischen Inschriften würden wohl daran erinnern.

Seit etlichen Jahren war eigentlich unstrittig, dass diese Aussagen falsch waren. Weder waren die holländischen Zwangsarbeiter (insgesamt bis zu 300 Personen, wie einer von ihnen berichtete, genaue Zahlen sind nicht bekannt) jüdischen Glaubens, noch wurden sie in Dernau ermordet und vergraben. Bei dem beschriebenen Ort, an dem sie angeblich vergraben worden seien, handelte es sich um den jüdischen Friedhof von Dernau, den ältesten im Kreis Ahrweiler.

Neue Unterlagen des ITS Arolsen, des Roten Kreuzes und Aussagen von Zeitzeugen aus der Region geben konkrete Hinweise: Ein Teil der Gefangenen wurde offensichtlich für einige Wochen nach Guxhagen in ein Arbeitserziehungslager/Zuchthaus gebracht, um dann in Betriebe der Umgebung zum Arbeitseinsatz abkommandiert zu werden. Diesen Betrieben wurden sie zwangszugestellt, aber wie sich aus den Unterlagen des ITS Arolsen und des holländischen Roten Kreuzes ergibt, waren sie zumindest zum Teil (zum Beispiel Theo van der Velde, Rudolf Vink) in diesem Arbeitsverhältnis über die örtliche AOK krankenversichert. Anderen, wie zum Beispiel Johannes Walenberg und Cornelis ten Kate, gelang die Flucht. Hendrik Houssart aus Utrecht, der am 18. August 1944 nach Brück überstellt wurde, landete schließlich im SS-Sonderlager Hinzert bei Trier und wurde bei Räumungsarbeiten am Flugplatz Mainz-Finthen eingesetzt, bevor er befreit wurde und zurück nach Hause konnte.

Wie ein Ahrbrücker Zeitzeuge dem Autor des Buches „Geheimkommando Rebstock“ bereits im Jahr 2018 berichtete, war er in den Fünfzigerjahren mehrmals bei befreundeten Familien von ehemals in Ahrbrück internierten Zwangsarbeitern in den Sommerferien in Holland als Urlaubsgast. Wie man sieht, bestanden die vier Wochen in Ahrbrück und Dernau nicht nur aus Schikane, sondern es bestand auch die Chance, Freundschaft zu schließen. Was natürlich nicht über das Unrecht, das den Zwangsarbeitern angetan wurde, hinwegtäuschen darf.

Matthias Bertram

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René Bringezu:
Herr Kowallek, Die Hauptsatzung soll wie folgt geändert werden: § 1 Oberbürgermeister, Beigeordnete (1) Die Stadt Neuwied hat neben den hauptamtlichen Oberbürgermeister zwei hauptamtliche Beigeordnete. (2) Der erste hauptamtliche Beigeordnete führt die Amtsbezeichnung "Bürgermeister" Vorher waren es "nur" der Bürgermeister und die beiden ehrenamtlichen Beigordneten. Bitte informieren Sie sich bevor Sie ihre "Meinung" streuen.
Siegfried Kowallek:
Die Neuwieder sprachen sich beim Bürgerentscheid nicht gegen einen dritten hauptamtlichen Beigeordneten aus, sondern gegen einen zweiten. Somit kandidierte dann ein SPD-Mann, Michael Mang, erfolgreich gegen den Vorschlag der CDU für den demzufolge einen (in Wirklichkeit immer noch!) unstrittigen hauptamtlichen Beigeordnetenposten. Als Mang nach Jan Einigs Wahl zum Oberbürgermeister absprachegemäß Bürgermeister wurde, kam es zur Verlegenheitslösung der zwei ehrenamtlichen Beigeordneten bis zur Kommunalwahl, was mit einer Wirkung des Bürgerentscheids überhaupt nichts zu tun hatte, sondern mit dem schwierigen GroKo-Binnenverhältnis und vielleicht auch mit der strategisch-taktischen Inkompetenz der Neuwieder SPD; denn hätte man nach Einigs Wahl zum OB einen anderen sozialdemokratischen Bürgermeisterkandidaten durchgebracht, wäre Mang hauptamtlicher Beigeordneter geblieben und die SPD hätte im Stadtvorstand eine Mehrheit. Da ein Oberbürgermeister und ein Bürgermeister nicht gleichzeitig Beigeordnete sind, können die drei Fraktionsvertreter Martin Hahn (CDU), Regine Wilke (Bündnis 90/Grüne) und Arno Jacobi (FWG) somit in ihrem Papaya-Koalitionsvertrag überhaupt keinen „weiteren“ hauptamtlichen Beigeordneten für die Stadt ausgehandelt haben. 0 + 0 + 1 ist immer noch 1 (ein Beigeordneter) und nicht 3, es sei denn, die Alternative für Deutschland mutiert jetzt zur Alternative für neue Rechenkünste. Siegfried Kowallek, Neuwied
Uwe Klasen:
Wer, wie ATTAC, sich als Nebenregierung aufführt, ohne eine demokratische Legitimation zu besitzen, dem wurde zu Recht die Gemeinnützigkeit aberkannt!
Uwe Klasen:
Besonders Perfide und Unsozial ist doch, dass von den Bruttoerhöhungen bei vielen Rentnern nicht viel ankommt, denn mit jeder Rentenerhöhung nimmt der Staat mehr Steuern ein und noch mehr Rentner werden in den kommenden Jahren durch Rentenerhöhungen in die Steuerpflicht hineinrutschen!
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