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50 Jahre Stadt Lahnstein

Weltliche Chöre gratulierten der Stadt mit einem musikalischen Hochgenuss

Weltliche Chöre gratulierten der Stadt
mit einem musikalischen Hochgenuss

Der Shanty-Chor eröffnete das Frühlingskonzert mit Seemannsliedern. Foto: Alina Hillesheim/Stadtverwaltung Lahnstein

26.04.2019 - 15:12

Lahnstein. Ein für viele Zuhörer langgehegter Wunsch ging anlässlich des Stadtjubiläums in Erfüllung: Erstmals gestalteten der Männerchor Lahnstein, der E-Chor des Marion-Dönhoff-Gymnasiums und der Shanty-Chor der Marinekameradschaft Admiral Mischke Lahnstein gemeinsam ein Konzert in der Stadthalle Lahnstein.

Über 500 Zuhörer waren begeistert von der musikalischen Spannweite, die die weltlichen Chöre Lahnsteins darboten. Ob der Shantychor, der unter dem Dirigat von Wolfgang Fink bekannte Shanties und Seemannslieder darbot, der E-Chor, der von Frank Schmitz geleitet, vor allem englischsprachige Evergreens zum Besten gab, oder der Männerchor, der unter Leitung von Franz Rudolf Stein bekannte Heimatlieder auf einem hohen gesanglichem Niveau vortrug. Zunächst begrüßte Oberbürgermeister Peter Labonte die Zuhörer und versprach ihnen, in den Genuss der Bandbreite aller Männer- und auch Frauenstimmen zu kommen, die seit Jahrzehnten das Kulturleben bereichern. Da alle Chöre nach Nachwuchs suchen, riet er zur aktiven Unterstützung: „Da sich alle drei in ihrem Liedgut unterscheiden, haben Sie den direkten Vergleich, welches Liedgut Ihnen am Meisten zusagt.“

Der Shantychor eröffnete das Konzert mit seinem Bekenntnis zur Heimat Lahnstein: „Und sind wir auch in Lahnstein jetzt zu Haus, mit unser’n Shanties, ja da fahr‘n wir wieder raus! Auf Übersee, da singen wir die Seemannslieder, doch nach Lahnstein, kommen wir immer wieder“. Regelmäßig singen sie auf Flusskreuzfahrtschiffen, gehen sogar auf Tourneen durch Europa und Amerika, und stiften den Erlös von Benefizkonzerten sozialen Zwecken.

Aus ihrem umfangreichen Repertoire sangen sie „Santiano“, „I am Sailing“, das „Ave Maria der Meere“ und nahmen die Zuhörer mit auf „Kaperfahrt“. Auch das Gorch Fock Lied durfte nicht fehlen, bevor sie die Zuhörer mit dem bekannten Schlager „Seemann, lass das Träumen“ zum Mitsingen animierten. Auch auf Holländisch präsentierten sie sich gestenreich in dem Lied „West-Zuidwest van Ameland“ und verabschiedeten sich mit dem bekanntesten Hit „Auf der Reeperbahn nachts um halb Eins.“

Dass der E-Chor über ein völlig anderes Repertoire verfügt, wurde den Zuhörern schnell klar, als nun bekannte Hits in englischer Sprache erfolgten: „Only Time“ und „May it be“ aus der Feder der irischen Musikerin Enya, „Into the West“ von Annie Lennox oder „Hallelujah“ von Leonard Cohen. Beim zweiten Auftrittsblock folgten der Titel „Can you feel the love tonight“ aus dem Musical „König der Löwen“ sowie die Popsongs „The lion sleeps tonight“ von Hugo Peretti und „Tears in Heaven“ von Eric Clapton. Spätestens beim Schlusslied „Sweet Caroline“ von Neil Diamond sang oder summte das ganze Publikum den Refrain mit. Aller gute Dinge sind drei – so folgte der Männerchor Lahnstein, der selbst auch aus drei selbständigen Vereinen besteht, nämlich dem Männerchor Frohsinn 1875 Lahnstein, des MGV 1863 Oberlahnstein und dem MGV 1881/1904 Niederlahnstein.

Im vergangenen Jahr hatten sich die Sänger entschieden, zukünftig gemeinsam zu proben und aufzutreten. Sie haben aus der Not an Nachwuchs ihre Kräfte gebündelt. Unter dem Thema Heimat, zugleich Motto des Kultursommers Rheinland-Pfalz, boten sie eine ganze Spannbreite von Heimatliedern. Begonnen mit dem Gefangenenchor aus der Oper Nabucco, der die verlorene Heimat betrauert, besangen sie die Sterne, die in der Fremde eben an diese erinnert, und nahmen anschließend die Zuhörer mit auf eine musikalische Reise auf Deutschlands längstem Strom, dem Rhein. Rhythmus und Melodie dieses „Lobliedes auf den Rhein“ im Dreivierteltakt entsprechen der Fließgeschwindigkeit des Wassers, das sich wild schäumend durch die Alpen bewegt. Wenn der Rhein dann gemächlich durch das obere Mittelrheintal fließt, erlebt der Fluss die Bräuche und den Frohsinn der „glücklichen Menschen am Rhein“. Nach einem weiteren Loblied auf die Heimat, dieses Mal in Form eines vierstimmigen A-Capella Chorsatzes, wurde das „Wasser von Lohnschde“ im Dialekt besungen, ebenso „Dat es die Plage“, bekannt als der Gassenhauer „Zu Lohnschde uff de Breck“, sowie Lahnsteins Nationalhymne „Lahnstein am Rhein“, die das ganze Publikum lautstark mitsang. Wie die Texte entstanden, was sie bedeuten und von wem etwa die Melodie geklaut war, erklärte Moderator Michael Eisenbarth gekonnt in Dialekt- und Reimform. Einige der Lieder sind ab Juni 2019 auf der Lahnstein-CD „So klingt Heimat“ käuflich zu erwerben. Mit einer modernen, aber lustigen Form des altbekannten Loreleyliedes als Zugabe verabschiedete sich der Männerchor Lahnstein von der Bühne und beschloss ein großartiges Konzert, ein tolles Geburtstagsgeschenk für die Stadt und ihre Bürger.

Pressemitteilung

Stadt Lahnstein

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Uwe Klasen:
Angeblich werden in Deutschland 869 Millionen t/a CO² erzeugt, wovon die Atmung der 83 Millionen Einwohner bereits über 80 Prozent (747 t/a CO²) dieser Emissionen ausmacht! Um die selbstgesetzten Einsparungsziele umsetzen müsste das Land also Entvölkert werden, hierin ist die Fauna noch nicht eingerechnet!
Uwe Klasen:
Wenn die, bewusst geschürte, Klimahysterie eines geschafft hat, dann ist das die vollständige Destruktion der Lern- und Denkfähigkeit bei denen, die sich als Aktivisten bezeichnen oder deren Mitläufer sind. Sie sind nicht willens oder in der Lage, vermeintliche Studien, die jenseits des wissenschaftlich Diskutablen sind und nur zur Lenkung der auf diese Weise beeinflussten benötigt werden, zu hinterfragen!
K. Schmidt:
Und wieder eine Meldung zur AfD, mit Leserkommentaren zur AfD, bei der mir dutzende Beispiele der anderen Parteien einfallen die es keinen Deut anders, geschweige denn besser machen. Und das ist dann auch der Grund, wieso die AfD überhaupt noch gewählt wird. Ein Bollinger kann sich so doof anstellen und darstellen wie er will, solange genug andere Politiker schlicht nicht mehr gewählt und angesehen werden (können) weil sie sich auch nur doof anstellen und darstellen werden sie weiterhin zu viele Wähler zu Bollinger und Co. verjagen.
Karsten Kocher:
Den Worten im Leserkommentar von Frau Schulz ist zuzustimmen: Der Hang zur immer wiederkehrenden eitlen Selbstdarstellung bei Jan Bollinger ist an Peinlichkeit kaum noch zu überbieten.
Uwe Klasen:
„Das Betreiben von Parteiausschlußverfahren …. Ein äußerst seltsames Demokratieverständnis“ --- So wie in der SPD gegen Herrn Sarrazin oder in der CDU gegen Frau Schirdewahn oder die Forderungen bei den Grünen bezüglich Herrn Palmer. Einem liberalen Demokraten wird dabei Angst und Bange!
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