Allgemeine Berichte | 07.06.2019

Fachdienst Familienpflege der Caritas Koblenz

Wenn Mami plötzlich Hilfe braucht

Ausgebildete Helferinnen unterstützen Familien in Notsituationen

Vorlesen, gemeinsame Spielzeit oder der leckere Brei zum Abendessen: Familienpflegerin Roswitha Mayer unterstützte die junge Familie für einige Wochen. Foto: Caritasverband Koblenz

Koblenz. Es ist kurz vor dem Mittagessen. Caritas-Mitarbeiterin Roswitha Mayer liest der kleinen Tamara aus einem Kinderbuch vor. Die lustigen Tierbilder haben es der Kleinen besonders angetan, sie lacht vor Begeisterung.

Roswitha Mayer ist ausgebildete Familienpflegerin und war für einige Wochen aus dem Leben der jungen Koblenzer Familie nicht mehr wegzudenken. Tamaras Mutter benötigte aufgrund eines körperlichen Handicaps vorübergehende Unterstützung. Ihr berufstätiger Partner kümmerte sich weiter um den Lebensunterhalt für die Familie und konnte seine Freundin nur nach Feierabend und an den Wochenenden entlasten.

Hilfe fand die Familie beim Fachdienst Familienpflege des Caritasverbandes Koblenz. Familienpflegerinnen sind durch ihre staatliche Ausbildung qualifiziert, pädagogische, pflegerische, hauswirtschaftliche und soziale Aufgaben wahrzunehmen. Roswitha Mayer betreute das Kleinkind und organisierte den Haushalt. „Was eine Mutter wirklich leistet, wird vor allem dann deutlich, wenn sie plötzlich ausfällt“, sagt die erfahrene Familienpflegerin, die auf fast 30 Jahre Berufserfahrung zurückblicken kann. „Es ist für mich immer wieder eine neue Herausforderung mit viel Herzblut. Jede Familie ist individuell, hat ihren eigene Strukturen und Rhythmen, die ich natürlich respektiere.“

Morgens um 11 Uhr begann für Roswitha Mayer der Arbeitstag. Nach den Vorbereitungen für das Mittagessen kümmerte sie sich um den Haushalt, bevor sich alles um die kleine Tamara drehte: Vorlesen, Wickeln, gemeinsame Spielzeit oder ein Spaziergang an der frischen Luft. „Die Chemie stimmte von Anfang an“, strahlt Jennifer Z. „Unsere Tochter hatte Frau Mayer gleich ins Herz geschlossen.“ Für die 31-jährige Koblenzerin war die Unterstützung enorm wichtig. „Ich konnte die Zeit mit meiner Tochter genießen und gleichzeitig meinem Körper die notwendigen Ruhepausen gönnen.“

Der Fachdienst Familienpflege unterstützt Familien, in denen die Mutter oder der Vater durch Krankheit oder andere Notsituationen ausfallen, zum Beispiel bei Risikoschwangerschaft und Entbindung, während eines stationären Aufenthalts, bei lebensbedrohlichen oder psychischen Erkrankungen. Die Finanzierung wird in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen, der Rentenversicherung oder den Sozial- und Jugendhilfeträgern übernommen. Voraussetzung ist, dass mindestens ein Kind unter zwölf Jahren im Haushalt lebt. Bei Bedarf wird auch die Pflege und Versorgung kranker oder behinderter Angehöriger sichergestellt.

Am frühen Abend endete der Arbeitstag von Familienpflegerin Roswitha Meyer. Nach dem leckeren Brei und einem duftenden Kinderbad hieß es für Tamara: fertigmachen für die Gutenachtgeschichte. „Die Familienpflege war für uns ein Glücksfall. Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung und froh, dass unser Familienleben in geregelten Bahnen laufen konnte.“

Pressemitteilung der

Caritas Koblenz

Vorlesen, gemeinsame Spielzeit oder der leckere Brei zum Abendessen: Familienpflegerin Roswitha Mayer unterstützte die junge Familie für einige Wochen. Foto: Caritasverband Koblenz

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Dauerauftrag
Lampionfest in Weißenthurm - KW25
Grillsaison Filiale Mühlheim-Kärlich
Innovatives rund um Andernach
Erzieher / Heilerziehungspfleger / Pflegefachkraft (m/w/d)
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0366#
Empfohlene Artikel
Symbolbild. Foto: pixabay.com
8

Am Sonntagabend, den 21. Juni, kam es in Troisdorf zu einem Verkehrsunfall im Bereich Uferstraße/Uferweg. Ein 57-jähriger Fahrzeugführer aus Köln befuhr mit einer 54-jährigen Beifahrerin in einem VW Golf die Uferstraße stadtauswärts. Beim Abbiegen in den Uferweg kam es zur Kollision mit einem stadteinwärts fahrenden 24-jährigen Motorradfahrer aus Niederkassel.

Weiterlesen

Der Wandertag wurde für die Schüler zu einer echten Detektivgeschichte.
7

Rheinbrohl. Im Rahmen des aktuellen Sachunterrichtsthemas „Müll und Recycling“ machten sich die Klassen 1a und 1b der Astrid-Lindgren-Schule Rheinbrohl auf den Weg nach Bad Hönningen. Doch dieser Wandertag war etwas Besonderes: Die Kinder waren nicht nur Wanderer, sondern auch engagierte Mülldetektive.

Weiterlesen

Die Schüler hatten die Gelegenheit den Bienen ganz nah zu kommen.
7

Rheinbrohl.Ein ganz besonderes Erlebnis hatten die dritten Klassen der Astrid-Lindgren-Schule bei ihrem Besuch der Firma Huber Parking in Rheinbrohl. Dort konnten die Kinder die firmeneigenen HuBee-Bienen kennenlernen und viel Spannendes über das Leben der Honigbienen erfahren.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die niedergebrannte Zimmerei von außen.
1556

Firmenhalle einer Zimmerei in Brohltal-Ost brennt in der Nacht auf Samstag bis auf die Grundmauern ab

20.06.: 110 Feuerwehrleute und Helfer kämpfen gegen die Flammen

Niederzissen. Die Werkhalle der Zimmerei Reimund Müller im Industriegebiet Brohltal-Ost ist in der Nacht zum Samstag ein Raub der Flammen geworden. Der Feueralarm bei der Feuerwehr Brohltal ging um 22.50 Uhr ein. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannte die Fabrik bereits lichterloh. Feuerwehren aus Bad Neuenahr-Ahrweiler und auch Andernach wurden umgehend zur Verstärkung angefordert, sodass rund 110 Feuerwehrleute und Helfer in der Nacht gegen ein Ausbreiten des Großfeuers kämpften.

Weiterlesen