Ende Oktober hat das Technologieunternehmen ZF angekündigt, sein Werk in Ahrweiler aufgrund der Flutgefährdung im jetzigen Gebäude langfristig nicht weiter betreiben zu können

ZF Ahrweiler: Suche nach neuem Standort weiter ergebnisoffen

ZF Ahrweiler: Suche nach neuem Standort weiter ergebnisoffen

Die Niederlassung in der Max-Planck-Straße in Ahrweiler. Foto: ROB

12.11.2021 - 10:39

Ahrweiler. Ende Oktober hat das Technologieunternehmen ZF angekündigt, sein Werk in Ahrweiler aufgrund der Flutgefährdung im jetzigen Gebäude langfristig nicht weiter betreiben zu können. Das Unternehmen sicherte zu, dass auch bei einem Umzug die Arbeitsplätze in der Region erhalten werden. Der Standort wurde während der Unwetterkatastrophe im Juli massiv in Mitleidenschaft gezogen. Seitdem hat die Wasserwirtschaftsverwaltung Rheinland-Pfalz die Überschwemmungsgebiete an der Ahr neu abgegrenzt; die Überschwemmungslinie verläuft jetzt mitten durch das Werk.

„Wir haben viele langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ahrweiler, teilweise bereits in zweiter oder dritter Generation. Natürlich ist es unser Ziel, dass sie in ihrem jetzigen sozialen Umfeld und trotzdem ein Teil von ZF bleiben“, betont Unternehmenssprecher Florian Tausch. „Ihre Kinder sollen weiterhin die gleiche Schule und den gleichen Sportverein besuchen können. Niemand soll sich aufgrund des Umzugs zwischen seinem Arbeitsplatz und seinem Privatleben entscheiden müssen.“

ZF widerspricht den Spekulationen, dass der künftige Standort intern bereits feststehen würde. Der Auswahlprozess für den neuen Standort des Werkes Ahrweiler ist noch nicht abgeschlossen. Für die Suche nach Alternativen hat das Unternehmen mehrere spezialisierte Makler beauftragt. Zudem steht ZF in engem Austausch mit der Landes- und Kommunalpolitik sowie mit Vertretern von Wirtschaftsförderung und Stadtplanung.

Die detaillierte Bewertung der Optionen ist derzeit in Gange. Bei der Analyse stehen neben baulichen und technischen Voraussetzungen auch die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Standorts im Fokus, um den heutigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine nachhaltige Perspektive zu bieten. Ein weiteres Kriterium ist der Zeitrahmen, in dem sich ein Umzug realisieren ließe. Nach den dramatischen Erfahrungen im Sommer dieses Jahres sieht sich ZF in der Verantwortung, den Mitarbeitern schnellstmöglich einen langfristig sicheren Arbeitsplatz zu bieten. Darüber hinaus haben Kunden das verständliche Anliegen, nicht aus einem risikobehafteten Überschwemmungsgebiet beliefert zu werden.

ZF betont, die Standortalternativen gemeinsam mit Arbeitnehmervertretern zu analysieren und zu bewerten. So soll die beste Lösung für die Mitarbeiter und das Unternehmen gefunden werden. Dabei werden auch Themen wie Mobilitätslösungen berücksichtigt, falls sich der künftige Standort nicht in unmittelbarer Nähe des heutigen Werkes befinden sollte.

Pressemitteilung ZF Friedrichshafen

Weitere Beiträge zu den Themen

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Stellenmarkt
Weitere Berichte

Der Mann soll ein Mädchen an verschiedenen Körperteilen sowie im Intimbereich berührt haben.

Foto-Fahndung: Wer kennt diesen Mann?

Bonn. Die Bonner Polizei hat auf richterlichen Beschluss Fotos eines bislang Unbekannten veröffentlicht. Er soll am 30.05.2022 in der Stadtbahnlinie 18, die von Bornheim in Richtung Bonn fuhr, ein Mädchen mehrfach an verschiedenen Körperteilen sowie im Intimbereich berührt haben. Da die bisherigen kriminalpolizeilichen Ermittlungen nicht zur Identifizierung des Tatverdächtigen geführt haben, bittet die Polizei nun um Hinweise. mehr...

Die betreffende Achterbahn bleibt zunächst geschlossen und soll durch den TÜV geprüft werden

Nach tödlichem Unfall: Klotti-Park hat wieder geöffnet

Klotten. Seit heute, 9. August, hat der Klotti-Park in Klotten im Kreis Cochem-Zell wieder für Besucher geöffnet. Am Samstag kam es im Park zu einem tragischen Unglück: Eine 57-Jährige Parkbesucherin starb nach einem Sturz aus einer Achterbahn. Die Ermittlungen des Unfallhergangs durch die Behörden dauern noch an. Die Untersuchungen vor Ort seien allerdings mittlerweile beendet und die vom Unfall... mehr...

Das Fahrzeug der überholenden Autofahrerin überschlug sich mehrfach -

Überholvorgang misslingt: Schwerer Unfall auf A 48 bei Koblenz

Koblenz. Am Dienstag, 9. August, gegen 13.45 Uhr kam es auf der A 48 Fahrtrichtung Trier zwischen der Ausfahrt Koblenz-Nord und dem Autobahnkreuz Koblenz zu einem Alleinunfall. Die 45-jähriger Pkw-Fahrerin kam nach einem Überholvorgang vom linken Fahrstreifen in Richtung des Grünstreifens von der Fahrbahn ab. Dabei kollidierte sie mit der Schutzplanke und überschlug sich mehrfach. Der Pkw kam auf dem Fahrzeugdach im Grünstreifen zum Stillstand. mehr...

 
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
LESETIPPS
GelesenNeueste
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 

Firma eintragen und Reichweite erhöhen!
Kommentare
Friedrich:
Und warum waren die Türen nicht verschlossen von innen ? ...
Franz-Josef Dehenn:
Dieser Vandalismus im Neuwieder-ZOO geht mal gar nicht. Warum hat die Person das nur gemacht ? Ich kann nur hoffen, das man die Person bekommt und diese eine saftige Strafe bekommt. ...
juergen mueller:
Eine Möglichkeit, unserer Gesellschaft Kultur wieder etwas näher zu bringen. Ich glaube, dass wir einen Kulturverlust in unserer Gesellschaft haben. Die Dinge, die uns umgeben, nehmen wir als selbstverständlich wahr und haben uns abgewöhnt, Fragen daran zu stellen. Alleine auf die Frage: "Interessierst...
Service