Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Weißenthurm leistete über 780 Einsätze – Zahl der Fehlalarme explodiert
Zahlreiche Lebensrettungen und ein Pferd in Not
Weißenthurm. Wenn es brennt, ist sie zur Stelle: Die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde (VG) Weißenthurm ist mehr als eine Organisation, die Brände löscht, Ertrinkende rettet oder bei Unfällen hilft. Die aktiven Feuerwehrleute in den verschiedenen Einheiten bieten ein Gefühl der Sicherheit, der Verlässlichkeit und des Vertrauens. Auch im vergangenen Jahr hatten die Brandschützerinnen und Brandschützer etliche Herausforderungen zu bestehen. Genau 781 Einsätze absolvierten die ehrenamtlichen Helfer, bargen Tote und retteten Verletzte – und erneut ein Pferd.
Aus einem Swimmingpool musste die Feuerwehreinheit Weißenthurm diesmal ein Pferd retten. Bereits 2022 steckte ein Reittier in einer Weißenthurmer Güllegrube fest. Zu Hilfe kommen musste die VG-Feuerwehr aber auch einer Person, die in einem Industriebetrieb abgestürzt war und einer weiteren, die bei Abbrucharbeiten so eingeklemmt worden war, dass die Rettung höchst schwierig und aufwendig wurde. In zehn Fällen kam die Drehleiter zum Einsatz, um Menschen zu retten. „Innerhalb der gesamten VG kam es zu mehreren Bränden in den eigenen vier Wänden, ebenso ein Klassiker für Feuerwehrleute wie Alarmierungen, die Heimrauchmelder auslösen“, berichtet Wehrleiter Arnd Lenarz und betont, dass Einsätze, die auf Rauchmelder zurückgehen, weder für Meldende noch für Mieterinnen und Mieter oder Eigentümerinnen und Eigentümer Kosten verursachen. Auch ein Dachstuhl und gleich mehrere Gebäude gingen 2023 in Mülheim-Kärlich in Flammen auf und konnten von den freiwilligen Feuerwehrleuten bekämpft werden. Zu einem Großeinsatz kam es, als in einem Hochhaus im Weißenthurmer Wohnpark Nette eine heftige Rauchentwicklung entstand. Außerdem bekämpften die Einheiten mehrere größere Flächenbrände erfolgreich und unterstützten bei Großbränden in Andernach und Neuwied.
„Im vergangenen Jahr hatten wir erneut intensiv mit Unwettern zu tun“, schildert Lenarz. In allen Städten und Ortsgemeinden der VG Weißenthurm waren die Profis gefragt, um Keller auszupumpen, Sturmschäden zu beseitigen oder Menschen zu retten. Wie in den vergangenen Jahren gab es auch 2023 wieder eine größere Anzahl von teilweise schweren Unfällen im Bereich der Autobahnen 48 und 61 sowie der B 9. 46 Mal hatte es auf den Strecken so gekracht, dass die Helferinnen und Helfer gefragt waren. „Die VG Weißenthurm ist gut angebunden, liegt verkehrsgünstig, das macht sich regelmäßig in vergleichsweise sehr hohen Einsatzzahlen unserer Feuerwehreinheiten bemerkbar“, weiß der Wehrleiter. Insgesamt war die VG-Feuerwehr 2023 geringfügig weniger gefragt als 2022, als 844 Einsätze anfielen. Den Spitzenwert in der Statistik weist das Jahr 2021 aus, als die Einheiten fast 1100 Mal ausrückten.
Auch die Lage am Rhein spielt bei den hohen Einsatzzahlen eine Rolle. Nicht nur wegen Hochwasserlagen sind die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer häufig gefordert, auch konkrete Wassereinsätze tauchen in jeder Einsatzbilanz auf. Im vergangenen Jahr mussten viele ertrinkende Personen aus dem Fluss gerettet werden, aber es gab auch Fehlalarme: Tatsächlich hatte es sich nicht um Menschen in Not, sondern um Schwimmer gehandelt, die keine Hilfe benötigten.
Stark zugenommen hat 2023 die Zahl der Fehlalarme. Sie stieg von 17 im Jahr 2022 auf das Zehnfache und betrug im vergangenen Jahr genau 171. „Für die Kameradinnen und Kameraden ist es schwierig, wenn sie ausrücken, obwohl gar nichts passiert ist, weil sie dann bei einem echten Notfall nicht zur Stelle sein können“, betont Lenarz und verweist auf die insgesamt sehr hohe Zahl an Einsätzen, die die Freiwillige Feuerwehr der VG Weißenthurm zu bewältigen hat. „In dem Bereich, für den die Einheiten zuständig sind, gibt es sehr viele Industriebetriebe, außerdem führen stark befahrene Autobahnen und Bundesstraßen durch die VG und durch die Lage am Rhein spielen auch die Wassereinsätze eine große Rolle“, erläutert der erfahrene Feuerwehrmann. Um den besonderen Herausforderungen gerecht werden zu können, legt die Verwaltung großen Wert auf eine bestmögliche Ausstattung der ihrer Feuerwehrleute. „Jeder Euro, den wir in die Feuerwehr investieren, ist ein gut investierter Euro, weil nur so die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger, aber auch der freiwilligen Brandschützerinnen und Brandschützer gewährleistet werden kann“, betont der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Weißenthurm, Thomas Przybylla.
Pressemitteilung der
VG Weißenthurm
781 Einsätze absolvierten die ehrenamtlichen Helfer.
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