Beratungen über das Schließungskonzept des Krankenhauses in Boppard auf Februar verschoben
Zukunft des Krankenhauses Heilig Geist in Boppard weiterhin ungewiss
Koblenz. Die Zukunft des Krankenhauses Heilig Geist in Boppard ist weiterhin unklar. Noch immer herrscht Uneinigkeit hinsichtlich eines tragfähigen Finanzierungskonzeptes zwischen dem Rhein-Hunsrück-Kreis und den beiden Hauptgesellschaftern des Krankenhauses, der Stadt Koblenz und dem Landkreis Mayen-Koblenz.
In einem Gespräch am 08. Januar zu dem der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch geladen hatte, diskutierten Vertreter des Landes, des Rhein-Hunsrück-Kreises, der Stadt Boppard, des Kreises Mayen-Koblenz und des Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein – zu dem auch das Krankenhaus Heilig Geist in Boppard gehört – die bestehenden Beschlusslagen und mögliche Zukunftsperspektiven.
Kurzfristige Unterstützung gesischert Langfristige Zukunft noch offen Rhein-Hunsrück-Kreis blockiert dauerhafte Finanzierung
- Rhein-Hunsrück-Kreis und Stadt Boppard haben jeweils eine Anschubfinanzierung von 1 Million Euro für 2026 und 2027 zugesagt.
- Uneinigkeit besteht über die Übernahme von Gesellschafter- bzw. Trägeranteilen nach 2027.
- Die kommunalen Gremien sind bislang nicht bereit, eine dauerhafte Verantwortung zu übernehmen.
- Ein zuvor ausgehandelter Kompromiss zur dauerhaften Unterstützung des Standorts wurde abgelehnt.
- Stadt Koblenz und Landkreis Mayen-Koblenz betonen, dass sie ein Krankenhaus in einer anderen Kommune nicht allein finanzieren können.
- Ohne die finanzielle Beteiligung aller Hauptgesellschafter fehlt die Basis für die langfristige Umsetzung des Zukunftskonzepts.
Die nächste Gesellschafterversammlung des Gemeinschaftsklinikum Mittelrein (GKM) bei der über das weitere Vorgehen bezüglich des Krankenhauses Heilig Geist in Boppard beraten werden sollte, wurde nun vom 16. Januar auf den 03. Februar verlegt. RRO
