Allgemeine Berichte | 16.12.2022, 15:54 Uhr

Projekt KAHR: Vorsorge und Katastrophen-Management im Blick

Zweiter Wissenschaft-Praxis- Dialog für den Wiederaufbau

Kreis Ahrweiler. Nach einem ersten Wissenschaft-Praxis-Dialog im August in Remagen trafen sich jetzt Partner und Akteure des KAHR-Projekts in Aachen, um sich über weitere Entwicklungen und Fortschritte im Wiederaufbau auszutauschen. Der Kreis Ahrweiler war als KAHR-Praxispartner ebenfalls vor Ort mit einer Delegation vertreten. Auch Landrätin Cornelia Weigand war unter den Teilnehmenden: „Ein wichtiger Baustein im Wiederaufbau ist die Vernetzung mit anderen Kommunen und Akteuren aus betroffenen Regionen Deutschlands und der gemeinsame Erfahrungsaustausch. Das KAHR-Projekt bietet dafür eine Plattform, die eine regelmäßige und gute Kommunikation ermöglicht und besonders auch den Austausch von Wissenschaft und Praxis fördert, damit wir uns für die Zukunft besser aufstellen und schützen können“, betonte sie.

Im Fokus der Veranstaltung standen diesmal die von der Flut betroffenen Gebiete in Nordrhein-Westfalen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des KAHR-Projekts stellten in Fachvorträgen erste Forschungsergebnisse zu relevanten Aspekten für den Wiederaufbau und für eine künftige Optimierung von Vorsorge und Katastrophenmanagement vor. Darüber hinaus war ein unmittelbarer Erfahrungsaustausch mit Referenzkommunen, die sich schon erfolgreich mit der Bewältigung früherer Flutereignisse auseinandergesetzt haben, möglich. Ein zentrales Thema des Abends war auch die Neudefinition von Schutzzielen für kritische Infrastruktur. Es wurde deutlich, dass hierbei nicht nur formale Festlegungen, wie beispielsweise Überschwemmungsgebiete, sondern auch die tatsächliche Gefährdung neuer Vorhaben stärker im Planungsprozess berücksichtigt werden müssen.

Weitere Informationen zum KAHR-Projekt gibt es online unter https://hochwasser-kahr.de, beim Projektbüro RLP, Petra Prenzel, IQIB – Institut für qualifizierende Innovationsforschung und -beratung GmbH, Telefon: 02641/973-318, E-Mail: petra.prenzel@iqib.de oder bei der Kreisverwaltung Ahrweiler, Charlotte Burggraf, Telefon: 02641/975-475, E-Mail: charlotte.burggraf@kreis-ahrweiler.de.

Hintergrund KAHR-Projekt

Im Rahmen des Forschungsprojekts „KAHR“ werden wissenschaftliche Erkenntnisse zur Klimaanpassung, Hochwasservorsorge und Resilienz gesammelt, um moderne und innovative Lösungsansätze unmittelbar in den Wieder- und Neuaufbau des Ahrtals nach der Flut einfließen zu lassen.

„KAHR“ steht für Klima-Anpassung, Hochwasser und Resilienz. Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird durch das Bundeministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziell gefördert. Ziel ist es, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zum Klimawandel und zur Klima-Anpassung zu generieren und den beteiligten Regionen in beiden von der Flutkatastrophe betroffenen Bundesländern Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen für die Prozesse des (Wieder-)Aufbaus zur Verfügung zu stellen.

Insgesamt 13 Projektpartner aus verschiedenen Fachdisziplinen - wie der Stadt- und Raumplanung, Hydrologie, Wasserwirtschaft, Gebäudetechnologie sowie der Risiko-, Innovations- und Systemforschung - arbeiten in verschiedenen Bereichen zusammen, um zukunftssichere, resiliente und klimafeste Strukturen zu entwickeln. Dabei steht die Vernetzung der wissenschaftlichen und theoretischen Erkenntnisse mit den Praxispartnern auf Kommunal- und Landkreisebene immer im Fokus.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Ahrweiler

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