Allgemeine Berichte | 30.10.2013

Kreis-Imker-Verband Cochem-Zell

Bienenfachvortrag in Ernst

Dr. Klaus Wallner referierte über die Bedeutung der Biene für den Menschen

Der Vorstand des Kreisimkerverbands Cochem-Zell mit ihrem Vorsitzenden Franz-Josef Schneider, Ulmen, und dem Bienen-Wissenschaftler, Dr. Klaus Wallner (Bildmitte).privat

Ernst. Der Kreis-Imker-Verband Cochem-Zell mit ihrem Vorsitzenden Franz-Josef Schneider aus Ulmen konnte mit Dr. Klaus Wallner, einem wissenschaftlichen Mitarbeiter am Landesamt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim, einen ausgewiesenen Fachmann für die sehr komplexe Welt der Bienen und die Honig-Analytik gewinnen.

Gebannt lauschten die zahlreichen Imker aus dem Landkreis im Hotel Pollmann seinem informativen und detailreichen Referat. Immerhin werden in der baden-württembergischen Universität 3000 Honiganalysen durchgeführt. „Wenn die Bienen sterben, stirbt auch der Mensch“, heißt es beeindruckend und dramatisch bei dem großen Wissenschaftler und Physiker Albert Einstein. Auch wenn es nicht ganz so schlimm sein dürfte, ist teilweise die Welt der Bienen aus den Fugen geraten. Wer hätte gedacht, dass die kleine Varroa-Milbe aus Asien so alles anrichten kann. Sie treibt in der Wabe der Biene schamlos ihr Unwesen.

Wenn die kleinen fleißigen Tierchen bereits ihre Waben mit einem Mini-Deckel vor schädlichen Einflüssen der Außenwelt geschlossen haben, schlüpft die Milbe trotzdem noch hinein, um dort ihre Eier zu legen und mit ihrer Körperflüssigkeit Krankheiten auf die Bienen zu übertragen. Jetzt beginnt der Teufelskreislauf: Von innen wird die großartige Struktur der Bienen aufgelöst, wobei sie nicht nur körperlich Schaden nehmen, sondern auch sozial mit ihrer Umwelt nicht mehr richtig kommunizieren können. Der gesamte Bienenstock wird dadurch in Mitleidenschaft gezogen und das große Sterben beginnt. Ein ganzes, gut vernetztes und funktionierendes Öko-System wird dadurch nachhaltig gestört.

Blumenvielfalt ist lebenswichtig für die Biene

Es werden kontinuierlich Stoffe erprobt und getestet, um diesen Schädling, die Varroa-Milbe, wirkungsvoll zu bekämpfen. Dabei handelt es sich vornehmlich um ätherische Öle und Säuren auf natürlicher Basis. Aber noch einen wichtigen Aspekt zeigte der Wissenschaftler von der Uni Hohenheim auf; den Pflanzenschutz und seine Auswirkungen auf das Bienensterben. Gerade in der Landwirtschaft sollen Pflanzenschutzmittel besonders vorsichtig eingesetzt werden. Ferner seien auch große Feldflächen, sogenannte Mono-Kulturen, ohne jegliches Grün nicht gerade förderlich für die Honigbiene.

Dagegen sind blühende Rapsfelder und Wiesen mit ihrer Blumenvielfalt das wahre Paradies für die fleißigen Sammler, wie es Dr. Klaus Wallner in seinem hochinteressanten Vortrag deutlich unterstrich. Aber jetzt sei erst einmal wieder Ruhe in der Natur angesagt.

Langsam begibt sich die Biene Anfang Dezember in eine Art von Winterschlaf, wobei ihre Körperfunktionen auf ein Mindestmaß reduziert werden.

Bei der Imker-Versammlung gab es zudem noch wichtige Regularien zur Erhaltung von Flora und Fauna im Landkreis zu klären. Nach den Worten des Vorsitzenden Franz-Josef Schneider ist der Kreis-Imker-Verband einer von 34 landesweiten Verbänden mit seiner Geschäftsstelle in Mayen. Cochem-Zell ist also ein Bindeglied zwischen den Ortsvereinen und dem rheinland-pfälzischen Imker-Verband. Insgesamt betreuen 109 Imker stolze 701 Bienenvölker. Stolz berichtete der Vorstand, dass eine große Zahl von Männern und Frauen aktiv eine gesunde ökologische Balance mit ihrem Engagement aufrecht erhalten, eine Bürgerinitiative im positiven Sinne.

KUG

Der Vorstand des Kreisimkerverbands Cochem-Zell mit ihrem Vorsitzenden Franz-Josef Schneider, Ulmen, und dem Bienen-Wissenschaftler, Dr. Klaus Wallner (Bildmitte).Foto: privat

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