Austausch mit AWO, Caritas und Diakonie
MdB Rudolph: Migrationsberatung bleibt wichtiger Baustein für gelingende Integration
Koblenz. Anlässlich des Aktionstags der Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte (MBE) und der Jugendmigrationsdienste (JMD) hat sich der Koblenzer SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Thorsten Rudolph in den Räumen der AWO-Migrationsberatung in Koblenz mit Vertreterinnen und Vertretern von AWO Rheinland, Caritasverband Koblenz und Diakonie Koblenz sowie mit Mitarbeitenden der Migrationsberatung ausgetauscht.
„Die Migrationsberatung leistet jeden Tag wertvolle Arbeit. Sie gibt Orientierung, schafft Perspektiven und hilft ganz konkret dabei, dass Integration gelingt“, betont Rudolph.
An dem Gespräch nahmen die Koblenzer Caritas-Direktorin Victoria Müller-Ensel, AWO-Geschäftsbereichsleiterin Eva Neef, AWO-Bereichsleiterin Funda Mercan und die Berater:innen der Migrationsberatungsstellen, Arita Sokoli von der AWO, Parisa Pourali und Lea Ferdinand von der Diakonie sowie Wolfgang Diedicke von Caritas, teil.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Erfahrungen aus der täglichen Beratungspraxis, aktuelle Herausforderungen sowie die Finanzierung der Migrationsberatung. Thematisiert wurden dabei unter anderem die Höhe der Bundesmittel und die von den Trägern aufzubringenden Eigenanteile.
Die MBE und die JMD unterstützen Menschen unter anderem bei Fragen zu Aufenthalt, Behörden, Arbeit und Ausbildung, Wohnen, Bildung, Spracherwerb und gesellschaftlicher Teilhabe. Eine besondere Bedeutung kommt ihrer Lotsenfunktion zu: Die Beratungsstellen helfen dabei, sich im komplexen Sozial- und Unterstützungssystem zurechtzufinden und passende Angebote zu erreichen.
Rudolph verwies bezüglich der Finanzierung durch den Bund auf die angespannte Lage des Bundeshaushalts, machte zugleich aber deutlich, dass funktionierende Strukturen erhalten werden müssten. „Wir stehen im Bundeshaushalt vor erheblichen Sparzwängen. Trotzdem ist für die SPD klar: Gerade bei einem so wichtigen Thema wie Integration müssen bewährte Strukturen erhalten bleiben. Die Beratungsstellen verfügen über Erfahrung, Netzwerke und Vertrauen – all das lässt sich nicht kurzfristig wieder aufbauen“, so Rudolph.
Die Bedeutung der Migrationsberatung werde auch mit Blick auf den Fachkräftemangel hoch bleiben. „Wenn wir Menschen aus dem Ausland für den Arbeitsmarkt gewinnen wollen, müssen wir auch dafür sorgen, dass sie dauerhaft gut in unserer Gesellschaft ankommen. Gute Integration ist deshalb eine soziale und zugleich eine wirtschaftliche Aufgabe“, erklärt Rudolph.
Als Mitglied des Haushaltsausschusses werde er die weitere Entwicklung der Bundesförderung und die Situation der Migrationsdienste eng begleiten. Rudolph dankte den beteiligten Trägern und den Mitarbeitenden der Migrationsberatung für den offenen Austausch und ihr tägliches Engagement.
Pressemitteilung Thorsten Rudolph MdB
In den Räumen der AWO-Migrationsberatung tauschte sich Thorsten Rudolph mit Mitarbeitenden der AWO, der Diakonie und der Caritas aus. Foto: Volker Schmidt