Sicherheit in unserer Region
MdB Rudolph spricht mit der Bundespolizei über Grenzkontrollen und Kriminalität an Bahnhöfen
Koblenz. Das Schwerpunktthema „Sicherheit in unserer Region“ beschäftigt den Koblenzer SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Thorsten Rudolph auf seiner diesjährigen Sommer-Tour.
Auf dieser besuchte er auch die Bundespolizeiwache am Koblenzer Hauptbahnhof, um sich mit den Verantwortlichen über die aktuelle Situation, konkrete Gefahren und die größten Herausforderungen zu unterhalten.
„Die Bundespolizeiinspektion Trier, zu der auch die Wache in Koblenz gehört, leistet einen enorm wichtigen Beitrag zu unserer Sicherheit – am Koblenzer Hauptbahnhof, am Flughafen Hahn, an den Bahnstrecken links und rechts des Rheins sowie an den Grenzen zu Luxemburg und Belgien“, sagt Rudolph.
Im Gespräch mit Polizeidirektor Lucas Bauer, der die Inspektion leitet, sowie Hauptkommissar Stefan Döhn und Christian Schmitz, dem Leitenden Polizeidirektor und ständigen Vertreter der Direktion Koblenz, bekam der Abgeordnete einen Einblick in die Arbeit. Rudolph nahm aus dem Gespräch mit, dass die Grenzkontrollen derzeit die größte Herausforderung darstellen. Durch diese Maßnahmen seien in den vergangenen Monaten zahlreiche Fälle unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthalts verhindert worden. Dazu komme die verdrängende Wirkung. Umgekehrt wurde im Gespräch aber genauso der mit den Kontrollen verbundene hohe Personalaufwand, die hohe Belastung der Beamtinnen und Beamten sowie die Folgen für den grenzüberschreitenden Verkehr thematisiert.
In diesen Zusammenhang hat sich der Abgeordnete auch nach dem Gemeinsamen Europäischen Asylsystem (GEAS) erkundigt. Diese Reform ist seit Juni 2026 in Kraft und umfasst strengere Kontrollen an den EU-Außengrenzen, beschleunigte Asylverfahren sowie einen verpflichtenden Solidaritätsmechanismus zwischen den Mitgliedstaaten. Auf diese Weise sollen Grenzkontrollen zwischen Mitgliedsstaaten überflüssig und ein Europa der offenen Grenzen dauerhaft sichergestellt werden, erklärt Rudolph. Die tatsächlichen Wirkungen dieses neuen Gesetzes lassen sich laut Bundespolizei aktuell allerdings noch nicht abschließend bewerten.
Im Gespräch ging es auch um die Kriminalität am Koblenzer Bahnhof. So ist etwa die Zahl der Taschendiebstähle durch eine stärkere Präsenz der Einsatzkräfte zurückgegangen. „Es ist eine gute Nachricht“, so Rudolph, „dass sich insgesamt die Kriminalitätslage am Koblenzer Hauptbahnhof im bundesweiten Vergleich unauffällig darstellt und Koblenz kein Kriminalitätsschwerpunkt ist. Das ist sicherlich auch der konsequenten Präventions- und Sicherheitsarbeit unserer Bundespolizei vor Ort zu verdanken.“
Nach dem Austausch, bei dem es auch um weitere Themen wie die Videoüberwachung am Hauptbahnhof, den Einsatz von Bodycams, die Unterkünfte der Bundespolizei sowie ums Beschaffungswesen ging, war Thorsten Rudolph beeindruckt: „Ich bin froh, dass ich die Gelegenheit hatte, einen Einblick in die Arbeit der Bundespolizei zu bekommen, gerade auch weil die Beamtinnen und Beamten durch die Vielzahl an Aufgaben, insbesondere an den Grenzen, eine hohe Arbeitsbelastung haben. Die Erkenntnisse aus diesem Gespräch werde ich in Berlin in sicherheitspolitischen Diskussionen mit einbringen“, sagt Rudolph.
Pressemitteilung Dr. Thorsten Rudolph MdB
Thorsten Rudolph tauschte sich in der Bundespolizeiwache am Koblenzer Hauptbahnhof mit Polizeidirektor Lucas Bauer und Christian Schmitz, dem Leitenden Polizeidirektor und ständigen Vertreter der Direktion Koblenz, aus. Foto: Karin Küsel