Anfrage von Bündnis90/Die Grünen zu Aufwendungen bei „Rock am Ring 2015“

Bürgermeister Lempertz stellte „Bilanz“ vor

Bürgermeister Lempertz stellte „Bilanz“ vor

Jörg Lempertz stellte im Rahmen einer umfangreichen Powerpoint-Präsentation die Bilanz von Rock am Ring vor.Foto: FRE

19.10.2015 - 13:26

Mendig. Aufgrund einer Anfrage von Bündnis90/Die Grünen vom 2. Oktober, in der diese um eine detaillierte, acht Fragen umfassende Kosten- und Nutzenaufstellung über die von der Verbandsgemeinde Mendig erbrachten Leistungen für „Rock am Ring 2015“ wünschten, stellte Verbandsgemeinde-Bürgermeister Jörg Lempertz im Rahmen einer Powerpoint-Präsentation eine entsprechende Bilanz vor.

Zunächst ging er auf die „Chronologie einer Herausforderung“ ein, die im Juli 2014 mit der Bewerbung bei „Rock am Ring“-Veranstalter Marek Lieberberg begann und über die im September 2014 positiv für Mendig entschieden wurde.

Laut Bürgermeister Lempertz gab es bis zu Beginn des Festivals im Juni 2015 „unzählige Gespräche mit Behörden und Veranstaltern, Sponsoren und Fördergeldgebern“. Außerdem wurden Kooperationen mit Nachbarstädten geschlossen, Anträge bearbeitet und genehmigt sowie viele weitere Vorbereitungen für das Festival erledigt.

Während der Veranstalter etwa 18,5 Millionen Euro in das Festival investierte, erfüllte die VG Mendig ihre Pflichtaufgaben wie folgt: Neben der Freistellung von zwei Mitarbeitern waren wegen der erstmaligen Ausrichtung ein Zuarbeiten aus verschiedenen Fachbereichen und eine besondere Einbindung der Stabsstelle Tourismus erforderlich. Insgesamt wurden 4651 Arbeitsstunden geleistet, was Personalausgaben in Höhe von etwa 122.000 Euro ausmachte. Für Ordnungsangelegenheiten (hoheitliche Maßnahmen) wurden 141.127,98 Euro aufgewendet. Demgegenüber sind Einnahmen von 68.496,27 Euro zu verzeichnen.

Bei den freiwilligen Maßnahmen sind Ausgaben von 95.378,35 Euro angefallen. Dem stehen Einnahmen von 56.404,57 Euro gegenüber.

Den Ausgaben stehen nicht 100-prozentig zu beziffernde Einnahmen der Stadt Mendig und Umgebung gegenüber. Beispiel: eine deutliche Steigerung der Übernachtungszahlen in der Verbandsgemeinde Mendig von Februar bis Juni 2015 (insgesamt: 5620 Übernachtungen - bis zu 71 Prozent). In den Nachbarkommunen lagen die Steigerungen bei bis zu 30 Prozent.

Weiter zitierte Bürgermeister Jörg Lempertz Zahlen des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr an der Universität München (DWIF) für den Kreis Mayen Koblenz. Wörtlich: „Laut statistischen Messwerten lässt jeder Übernachtungsgast je Übernachtung 93,40 Euro und jeder Tagesgast 25,50 Euro in der besuchten Region. Folglich wäre das bei den Übernachtungs- und Tagesgästen eine Wertschöpfung von insgesamt etwa 10,3 Millionen Euro. Der fiskalische Wert: 10,82 Prozent von der Gesamtwertschöpfung aus Steuern: etwa 1,1 Millionen Euro plus Gewerbesteuereinnahmen.“

Unabhängig davon, dass das nationale und internationale Medienecho enorm groß war, wurden auf der Homepage der Verbandsgemeinde Mendig im Juni 2014 etwa 70.000 Zugriffe registriert, was sich bis auf fast 300.000 Zugriffe im Juni 2015 steigerte. Die Facebook-Seite „Mendig grüßt Rock am Ring“ stieg von 0 auf 10.447 Freunde zu einer der populärsten Seiten des Landkreises auf.

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