Bauarbeiten an der L 113
06.10.: Verborgene Schäden verzögern Brückensanierung in Hatzenport
Hatzenport. Die Sanierung der Bahnbrücke im Verlauf der L 113 in Hatzenport erweist sich als umfangreicher und zeitintensiver als ursprünglich vorgesehen.
Seit dem 22. September 2025 wird der Streckenabschnitt vollständig gesperrt, und die Fertigstellung der Arbeiten ist nun für das Frühjahr 2027 geplant. Der Grund für die Verlängerung der Bauzeit liegt in weiteren Schäden, die erst während der laufenden Sanierungsarbeiten entdeckt wurden.
Diese zusätzlichen Schäden am Brückenbauwerk erforderten eine tiefere Sanierung, bei der zuvor nicht sichtbare Schadstellen sichtbar wurden und nun ebenfalls behoben werden müssen, um eine nachhaltige und dauerhafte Instandsetzung zu gewährleisten.
Besondere Herausforderungen ergeben sich durch die bevorstehenden Wintermonate, die witterungsbedingte Einschränkungen mit sich bringen. Vor allem Arbeiten an freiliegenden Bauteilen sind stark von den Wetterbedingungen abhängig, was den Bauablauf zusätzlich beeinflussen kann.
Obwohl die saisonalen und witterungsbedingten Einflüsse in der aktuellen Prognose für den Abschluss der Arbeiten berücksichtigt sind, könnte das Wetter, insbesondere im Winter, dazu führen, dass an bestimmten Tagen keine Arbeiten durchgeführt werden können.
Ein erheblicher zusätzlicher Sanierungsaufwand resultiert aus Schäden im Inneren des Brückenbauwerks. Nach dem Entfernen der Brückenabdichtung und dem Strahlen des Überbaus traten im Bereich der Hohlkästen weitere Schäden zutage.
Die Sanierung dieser Bereiche ist besonders anspruchsvoll, da die Hohlkästen nur unter beengten Verhältnissen zugänglich sind und eine geringe Arbeitshöhe aufweisen. Spezielle Konstruktionen für einen sicheren Zugang mussten hergestellt werden, um die festgestellten Schäden fachgerecht zu bearbeiten.
Zudem befinden sich die Einstiegsöffnungen zu den Hohlkästen direkt neben den Bahngleisen, was spezielle Abstimmungen und Genehmigungen mit der Deutschen Bahn erfordert. Diese Sicherheitsanforderungen und Abstimmungsprozesse müssen bei der weiteren Durchführung der Arbeiten berücksichtigt werden.
Auch die Bedürfnisse der Anwohner werden bei der Bauausführung berücksichtigt. Die beiden Kappenbereiche der Brücke werden nicht gleichzeitig saniert, sodass ein Gehweg während der Arbeiten aufrechterhalten wird. Dies ermöglicht den Bewohnern und Besuchern des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ), die auf der jeweils anderen Seite der Brücke gelegenen Häuser und Einrichtungen weiterhin zu Fuß zu erreichen, ohne Umwege über die ausgeschilderte Umleitungsstrecke nehmen zu müssen.
Die Vollsperrung bleibt aufgrund des zusätzlichen Sanierungsumfangs bestehen, da die Arbeiten unter den aktuellen Bedingungen nur so sicher und fachgerecht ausgeführt werden können.
Der Verkehr wird weiterhin über die B 416 in Richtung Löf mit Anbindung an die K 41, K 43 und K 42 in Richtung Münstermaifeld umgeleitet, und die Umleitungsstrecke ist vor Ort ausgeschildert. Aktuelle Informationen zur Verkehrsführung sind im Mobilitätsatlas unter verkehr.rlp.de verfügbar.
Der LBM Cochem-Koblenz appelliert an die Verkehrsteilnehmer und Anwohner, Verständnis für die verlängerte Vollsperrung aufzubringen. Das Ziel der zusätzlichen Arbeiten ist es, alle festgestellten Schäden am Bauwerk im Rahmen der laufenden Maßnahmen zu beseitigen und die Sanierung dauerhaft und fachgerecht abzuschließen.
BA
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