Koordinationszentrum für Luchs und Wolf (KLUWO) schickt DNA-Proben zur Analyse
26.03.: Mehrere tote Schafe - Verdacht auf Wolf
Westerwald. Am Donnerstag, dem 26. März 2026, wurde in der Ortsgemeinde Herdorf (Verbandsgemeinde Daaden-Herdorf, Kreis Altenkirchen) ein Schadensfall gemeldet, bei dem ein totes Schaf gefunden wurde.
Es besteht der Verdacht auf die Beteiligung eines großen Beutegreifers. Noch am selben Tag wurde eine Untersuchung vor Ort durchgeführt, wobei DNA-Abstriche entnommen und zur Analyse an das Senckenberg Institut gesendet wurden. Derzeit kann die Beteiligung eines großen Beutegreifers weder bestätigt noch ausgeschlossen werden. Der Schadensort befindet sich im Präventionsgebiet Westerwald.
Bereits am Mittwoch, dem 18. März 2026, wurden im Zuge eines Schadensfalls in der Gemeinde Mammelzen, Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld (Kreis Altenkirchen), DNA-Proben von drei toten, zwei verletzten und einem verschwundenen Schaf entnommen und ebenfalls zur Analyse an das Senckenberg Institut übermittelt. Die Untersuchung ergab, dass es sich bei dem beteiligten Tier um einen Wolf mit dem Haplotyp HW01 handelt, welcher der Mitteleuropäischen Flachlandpopulation zuzuordnen ist. Die genaue Identifizierung des individuellen Tieres ist noch im Gange.
Die betroffene Weide war mit einem Zaun versehen, der jedoch noch nicht an die speziellen Anforderungen der Wolfsprävention angepasst war. Gemeinsam mit den Tierhaltern wird angestrebt, die bestehende Zäunung kurzfristig auf das empfohlene Maß an Resilienz zu erhöhen. Auch dieser Schadensort liegt im Präventionsgebiet Westerwald.
Am Donnerstag, dem 25. März 2026, wurde im südlichen Pfälzerwald (Verbandsgemeinde Rodalben, Landkreis Südwestpfalz) erfolgreich ein weiterer Luchs mit einem Sender versehen. Es handelt sich dabei um ein junges weibliches Tier, das etwa 17 Kilogramm wiegt. Die Analyse zur Bestimmung der Herkunft und Identifizierung der Elterntiere ist derzeit in Bearbeitung.
BA
