Blaulicht | 30.05.2025

Tödlicher Unfall auf Abstellgleis in Kasbach-Ohlenberg

29.05.: 19-Jähriger stirbt durch Stromschlag

Symbilbild. Foto: DABLJU - stock.adobe.com

Kasbach-Ohlenberg. In der Ortschaft Kasbach-Ohlenberg, nahe Linz am Rhein, ereignete sich gestern, 29. Mai gegen 16:50 Uhr ein tragischer Unfall im Bereich eines Abstellgleises. Ein 19-jähriger Mann kletterte auf einen abgestellten Güterwaggon und erlitt dabei einen tödlichen Stromschlag. Begleitet wurde er von drei weiteren Personen, die erst durch einen lauten Knall auf das Unglück aufmerksam wurden. Der herbeigerufene Notarzt konnte nur noch den Tod des jungen Mannes feststellen. Die Kriminalpolizei in Koblenz hat die Untersuchungen zur genauen Unfallursache aufgenommen.

Die Bundespolizei nutzt dieses tragische Ereignis, um eindringlich vor den Gefahren des unbefugten Betretens von Gleisanlagen zu warnen. Das Besteigen von abgestellten Zügen oder das Betreten von Bahnanlagen ist extrem gefährlich. Bereits ein Abstand von weniger als 1,5 Metern zu den 15.000 Volt führenden Oberleitungen kann, ohne direkten Kontakt, einen tödlichen Stromüberschlag verursachen. Ein sogenannter „Lichtbogen“ kann Distanzen von bis zu 1,5 Metern überbrücken. Die Bundespolizei richtet ihren dringenden Appell vor allem an Jugendliche und junge Erwachsene, keine Waggons zu besteigen oder sich in die Nähe von Oberleitungen zu begeben, da dies tödlich enden kann. BA

Symbilbild. Foto: DABLJU - stock.adobe.com

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Kommentare
31.05.202514:47 Uhr
Igor Schulz

In keinem Bahnsystem passieren aufgrund des fehlenden Stromschlagschutzes derart viele tödliche Unfälle wie im elektrischen. Beispielhafte Unfalliste:
05.10.13 1 Person Finnentrop lebensgefährliche Verbrennung
08.10.13 1 Person Rüsselsheim Brandverletzung
07.11.13 1 Person Wiesbaden schwere Brandverletzung
26.11.13 1 Person Rathenow tot
02.12.13 1 Person Hamburg lebensgefährliche Verbrennung
18.12.13 1 Person Nidderau schwere Verbrennung
27.12.13 1 Person Berlin tot
28.12.13 1 Person Essen schwerste Verbernnung
03.01.14 1 Person Ingolstadt tot
16.02.14 1 Person Pforzheim tot
14.03.14 1 Person Leipzig schwere Verbrennung
31.03.14 1 Person Nürnberg lebensgefährliche Verbrennung
27.04.14 1 Person Hannover schwere Verbrennung
11.05.14 1 Person Nürnberg schwere Verbrennung
20.05.14 1 Person Hochstadt tot
07.06.14 1 Person Osnabrück schwerste Verbrennung
09.06.14 1 Person Nordenham schwere Verbrennung
15.06.14 1 Person Frankfurt a.M. lebensgefährliche Verbrennung
18.06...

Igor Schulz antwortete am 01.06.202518:26 Uhr

und hier die restliche Liste zu den Bahnstromunfällen innerhalb eines Jahres:
18.06.14 1 Person Konstanz tot
30.06.14 1 Person Gütersloh schwerste Verbrennung
17.08.14 1 Person Köln-Kalk schwere Verbrennung
22.08.14 2 Personen Köln-Zollstock 1 P. tot, 1 P. lebensgefährliche Verbrennung
27.08.14 1 Person Villingen tot
23.09.14 1 Person Düren tot

30.05.202517:45 Uhr
Igor Schulz

Bahn und Bundespolizei schieben die Verantwortung bei solchen Bahnstromunfällen stets der Erziehung und Aufklärung zu und benutzen überlebende Verunfallte für ihre Präventionsvideos so, als ob mangelnder Stromschlagschutz naturgegeben sei und die Bahn ein Recht darauf habe, so dass jeder durch Bahnstrom Verunfallte selbst Schuld sei.
Mit ihren billigen Stromwarnschildern schützt die Bahn wirksam vor allem ihre eigenen Interessen, nicht aber Menschen vor der Stromschlaggefahr. Das eigene Interesse der Bahn ist juristisch wirksamer Schutz vor Ansprüchen Verunfallter oder Hinterbliebener. Wirksamer Schutz gegen Stromschlag ist der Bahn zu teuer. Ein Skandal.
Dabei gäbe es allerorten wirksame und sofort umsetzbare Maßnahmen, wie z.B. Leitersperren an Waggonleitern, Bahnstrommasten und Lokomotiven. An jedem neben den Gleisen stehenden Bahnfunkmast ist die Leiter durch eine abschießbare Klappe gegen unberechtigtes Klettern versperrt, obwohl dort nicht einmal Stromschlaggefahr besteht...

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