Mobilität und Verkehr | 09.09.2025, 09:35 Uhr

Heftiger Starkregen in Rheinland-Pfalz und NRW

Autofahren bei Unwetter: Sicherheitstipps vom ADAC

Symbolbild. Foto:
339

Region. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für den heutigen Dienstag, 9. September 2025 Unwetter mit heftigem Starkregen in Nordrhein-Westfalen angekündigt. Der ADAC in NRW empfiehlt Autofahrern deshalb erhöhte Vorsicht und warnt vor schlechter Sicht und Aquaplaning. ADAC-Verkehrsexperte Prof. Dr. Roman Suthold erklärt: „Wer mit dem Auto unterwegs sein muss, sollte defensiv fahren, die Geschwindigkeit reduzieren, mehr Sicherheitsabstand halten und sich voll auf die Straße konzentrieren.“

Sobald der Scheibenwischer auf die höchste Stufe gestellt werden muss, rät der ADAC, die Geschwindigkeit auf maximal 80 km/h zu begrenzen. Bei Sichtweiten unter 50 Metern sollten Autofahrer auch bei Starkregen die Nebelschlussleuchte einschalten. Dann gilt auf Autobahnen eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. „Wir raten dazu, bei solch extremen Verhältnissen nicht mehr den halben Tacho als Anhaltspunkt für den Abstand zu wählen. Geschwindigkeit gleich Abstand, das ist wesentlich sicherer“, betont Suthold.

Besonders auf Strecken mit viel Schwerlastverkehr steigt bei heftigen Regenfällen das Risiko für Aquaplaning. Wasser sammelt sich in Spurrillen und kann nicht schnell genug abfließen. Bei hohen Geschwindigkeiten verdrängen die Reifen das Regenwasser nicht mehr, das Auto verliert den Kontakt zur Straße und beginnt zu schwimmen. Der ADAC in NRW empfiehlt in dieser Situation, den Fuß vom Gas zu nehmen und keine abrupten Brems- oder Lenkmanöver durchzuführen. Hinweise auf drohendes Aquaplaning sind Wassergeräusche, Veränderungen der Motordrehzahl oder eine leichtgängige Lenkung.

Nach einem Unwetter überflutete Straßen oder Unterführungen sollten auf keinen Fall mit Schwung durchfahren werden. Spritzwasser kann in den Ansaugbereich des Motors gelangen und fast immer schwere Motorschäden verursachen. „Am besten auf eine alternative Route ausweichen und gar nicht erst durch einen überfluteten Bereich fahren, wenn man nicht sicher weiß, wie tief das Wasser ist“, rät Suthold. Wasser, das höchstens bis zur Unterkante der Stoßfänger reicht, kann laut ADAC NRW noch mit Schrittgeschwindigkeit durchfahren werden. Unbefestigtes Gelände ist zu meiden, da Wiesen und Felder durch die Regenfälle stark aufgeweicht werden.

Steht ein Fahrzeug in einem überfluteten Bereich, rät der ADAC davon ab, den Motor im Wasser zu starten. Ein Auto kann unter Umständen wieder funktionieren, jedoch nur, wenn es nach der Havarie nicht gestartet wird. Andernfalls droht ein kapitaler Motorschaden. BA

Symbolbild. Foto:

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus Daueranzeige
Dauerauftrag
Zukunft trifft Tradition KW 42
Hochzeitsmesse Mayen-Hausen 2026
Kreishandwerkerschaft
Stellenanzeige Erzieherin und Bundesfreiwilligendienst
Empfohlene Artikel
Kurvige und hügelige Straßen stellen eine erhebliche Belastung für das Fahrwerk von Fahrzeugen dar.
61

Wer in Rheinland-Pfalz regelmäßig unterwegs ist, kennt die engen Kurven entlang der Mosel und die welligen Landstraßen der Eifel. Steile Anstiege, enge Serpentinen und ein häufiger Wechsel zwischen Bergauf- und Bergabfahrten prägen diese Region, sowohl für Ausflügler als auch für Pendler, die solche Strecken täglich zurücklegen. Diese Streckenführung stellt andere Anforderungen an ein Fahrzeug als eine gerade Autobahnfahrt.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die CDU Miesenheim auf dem Kirmesplatz
0

CDU Miesenheim Kirmes Engagement

CDU Miesenheim unterstützt traditionelle Kirmes

Miesenheim. Wenn in Miesenheim die traditionelle Kirmes gefeiert wird, ist die CDU natürlich mit dabei – und das war auch in diesem Jahr nicht anders. Bereits beim Aufstellen des Kirmesbaums sorgten die Christdemokraten dafür, dass den kräftigen Trägern nicht die Puste ausging: Mit erfrischenden Getränken ging die Arbeit gleich leichter von der Hand.

Von Jürgen Krämer aus Andernach

Weiterlesen