Blaulicht | 16.09.2023, 07:39 Uhr

Tipps, wie man betrügerische Anbieter im Netz erkennt

Fake-Shops im Internet: Aus günstig wird schnell richtig teuer

Symbolbild. Foto: 88studio - stock.adobe.com

Rheinland-Pfalz. Die gefälschten Verkaufsplattformen mit unseriösen Angeboten sind auf den ersten Blick schwer zu erkennen, denn die Aufmachungen der Websites werden immer authentischer. Was das Entlarven der Betrüger noch schwieriger macht: Die Internetadressen wechseln häufig und die Shops gehen schnell auf saisonale Kaufbedürfnisse ein. Doch wie kann man Fake-Shops entlarven? Verbraucherzentrale und Landeskriminalamt raten, genau hinzuschauen und auf kleinste Details zu achten. Besondere Wachsamkeit ist bei bestimmten Konstellationen angesagt:

Markenprodukte - außergewöhnlich günstig:

Wirbt ein Online-Shop mit unschlagbar günstigen Angeboten gilt es, sich nicht blenden zu lassen, sondern skeptisch zu sein. Auffällig günstige Preise können ein Hinweis auf einen Fake-Shop sein, besonders bei Marken- und Elektronikartikeln ist Vorsicht geboten. Gern wird mit zeitlich begrenzten Angeboten gelockt, um Käufer unter Druck zu setzten.

Kein oder mangelhaftes Impressum vorhanden:

Ist in einem Online-Shop kein Impressum angegeben, sollte auf gar keinen Fall dort bestellt werden. Aber auch Seiten mit einem Impressum darf nicht mehr blind vertraut werden. Meist lässt sich durch eine Internetrecherche herausfinden, dass mit der angegebenen Adresse etwas nicht stimmen kann, weil es entweder die Adresse gar nicht gibt oder ein anderes Unternehmen an dieser Adresse seinen Geschäftssitz hat. Die Betrüger haben im letzteren Fall das Impressum einfach von einer seriösen Firma übernommen.

Links auf Verkaufsseiten von Social Media wie Instagram oder Facebook:

Zunehmend wird auch in sozialen Netzwerken wie WhatsApp, Instagram und Co sowie in Shopping-Apps geworben. Über Werbeanzeigen leiten die Betreiber dieser Shops die Nutzer dann auf betrügerische Internet-Seiten.

Unsichere Zahlung per Vorkasse:

Auf fragwürdigen Seiten werden meist bis zum letzten Bestellschritt verschiedene Zahlungsmethoden angeboten. Bei Abschluss der Bestellung ist dann aber nur noch Vorkasse möglich. Dies ist mit Abstand die schlechteste Zahlungsmethode, da der Kaufpreis vorab überwiesen werden muss und letztlich keine Ware geliefert wird.

Fake-Shop-Finder der Verbraucherzentrale nutzen:

Wer sich trotzdem nicht sicher ist, ob ein Shop seriös ist, findet bei der Verbraucherzentrale den Fake-Shop-Finder: https://www.verbraucherzentrale.de/fakeshopfinder-71560 Dieser prüft beliebige Internetseiten auf Auffälligkeiten und listet positive und negative Aspekte übersichtlich auf. So bekommt man direkt eine Einschätzung darüber, ob eine Seite vertrauenswürdig ist oder man besser doch woanders kaufen sollte.

Was tun, wenn man einem Fake-Shop aufgesessen ist?

Wer schon Geld überwiesen hat, sollte seine Bank so schnell wie möglich kontaktieren, um die Zahlung zu stoppen. Bei Zahlungsarten wie dem Lastschriftverfahren kann die Zahlung noch bis zu acht Wochen nach Einzug rückgängig gemacht werden. Alle Belege für die Online-Bestellung sollten gesammelt und gesichert werden. Dazu gehören Kaufvertrag, Bestellbestätigung, E-Mails und ein Screenshot des Angebots. Rechtlich handelt es sich bei einer solchen Vorgehensweise um Betrug. Betroffene sollten Strafanzeige bei der Polizei stellen. Das geht auch online: https://www.polizei.rlp.de/onlinewache

Weitere ausführliche Informationen wie Sie Fake-Shops entlarven, finden Sie online unter:

https://www.verbraucherzentrale-rlp.de/wissen/digitale-welt/onlinehandel/abzocke-online-wie-erkenne-ich-fakeshops-im-internet-13166

https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/e-commerce/fake-shops/

https://www.polizei-beratung.de/aktuelles/detailansicht/vorsicht-fake-shops-werben-auf-instagram/

Pressemitteilung Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz

Symbolbild. Foto: 88studio - stock.adobe.com Foto: 88studio - stock.adobe.com

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Anzeige Beratertage Schlafexperte
kostenfreie Anzeige aus 2+1
Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Pellenzer Lehrstellenbörse
Kirmes Ettringen 2026
Empfohlene Artikel
04.09.: Diez: Motorradunfall auf der B 54
87

Diez. Am Freitagmittag ereignete sich auf der B54 in der Nähe von Diez ein Verkehrsunfall, bei dem ein Motorradfahrer Verletzungen erlitt. Der Unfall wurde durch den Fahrer eines Pkw verursacht, der beim Einfahren von der L318 auf die B54 die Vorfahrt des Motorradfahrers missachtete. Aufgrund der notwendigen Verkehrsunfallaufnahme musste die Straße vorübergehend gesperrt werden.

Weiterlesen

Symbolbild.
270

Lohmar. Am Montag, dem 31. August, ereignete sich gegen 19:30 Uhr ein Ladendiebstahl in einem Lebensmittelgeschäft an der Kirchstraße in Lohmar. Eine Zeugin beobachtete einen Mann mit einem vollen Einkaufswagen im Eingangsbereich des Marktes. Dieser wartete offenbar darauf, dass weitere Kunden den Laden betraten, um unbemerkt mit den Waren den Markt durch den Eingang zu verlassen, ohne zu bezahlen....

Weiterlesen

Weitere Artikel
Das St. Nikolaus-Stiftshospital geht mit gestärkter Position aus der neuen Krankenhausplanung des Landes Rheinland-Pfalz hervor.Foto: St. Nikolaus-Stiftshospital/Holger Lindner
1138

Rheinland-Pfalz bestätigt breites medizinisches Leistungsspektrum und stärkt das St. Nikolaus-Stiftshospital als wichtigen Standort

Krankenhaus Andernach geht gestärkt aus neuer Leistungsgruppenzuteilung hervor

Andernach. Das St. Nikolaus-Stiftshospital geht mit gestärkter Position aus der neuen Krankenhausplanung des Landes Rheinland-Pfalz hervor. Durch die zugewiesenen Leistungsgruppen werden rund 99,5 Prozent des bisherigen Leistungsspektrums vollständig abgebildet. Das Krankenhaus sowie der Träger, die Stiftung St. Nikolaus-Stiftshospital Andernach, sehen darin die hohe medizinische Qualität und breite Expertise des Hauses bestätigt.

Weiterlesen

04.09.: Nickenich: Schwerer Verkehrsunfall: Motorradfahrer kollidiert mit Anhänger
857

Nickenich. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich auf der L 118 zwischen Andernach und Kruft. Der Fahrer eines Wohnmobils, das mit einem Anhänger unterwegs war, befuhr die Strecke von Nickenich in Richtung Mendig. In der Nähe eines Schotterparkplatzes entschied er sich, das Gespann über die Gegenfahrbahn zu wenden. Genau in diesem Moment kam ein Motorradfahrer entgegen und kollidierte mit dem Anhänger.

Weiterlesen

Symbolbild.
730

Ulmen. Am Freitag, den 4. September 2026, ereignete sich gegen 00:10 Uhr im Einmündungsbereich der B259 und K2 in der Ortslage Ulmen ein schwerer Verkehrsunfall zwischen zwei Personenkraftwagen. Nach bisherigem Erkenntnisstand befuhr ein Autofahrer die B259 von Ulmen in Richtung Auderath. Ein anderer Fahrer befand sich auf der K2 und wollte nach links auf die B259 abbiegen. Im Einmündungsbereich kam es dann aufgrund einer Vorfahrtsmissachtung zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge.

Weiterlesen